NIHILANTH (GB) - Detritus Of Ruin (EP)
Mehr über Nihilanth (GB)
- Genre:
- Modern Metal / Deathcore
- ∅-Note:
- 5.50
- Label:
- Eigenproduktion / Eigenvertrieb
- Release:
- 20.03.2026
- Ruin
- The Emergent Truth
- Fractured
- Fangs
- Don't Pray For Me
Handwerklich starker, kompositorisch aber eindimensionaler Core-Groove-Brocken.
Die Nordiren NIHILANTH sind zurück mit der zweiten EP "Detritus Of Ruin" und servieren uns dabei in fünf Songs wieder ihren Mix aus Death Metal, Metalcore und Modern Metal. Gegründet im Jahr 2021 und heuer bestehend aus Aidan Thompson (Gesang), Pete Craig (Gitarre), Lee Park (Gitarre), Andy Parkinson (Schlagzeug) und Jim Ward (Bass), hat der Fünfer mit "Destroyer Of Worlds" 2023 ein erstes Lebenszeichen vorgelegt, das allerdings gerade hierzulande nicht viele offene Ohren erreichte. Ob sich das anno 2026 ändert?
Nun, der Opener 'Ruin' dokumentiert auf jeden Fall schon einmal eindrucksvoll, dass die Jungs ihr Handwerk definitiv verstehen. Konkret heißt das, dass die Gitarren mit wuchtige Groovem und Riff-Gewalt aus den Boxen schallen, Schlagzeug und Bass ein solides Fundament liefern und alles in einen passenden Breitwandsound gehüllt wird, der mir persönlich teilweise schon fast mit etwas zu viel Druck aus den Boxen knallt. Ebenfalls muss ich sagen, dass mir Aidans Shouts und Screams nicht wirklich zusagen. Primär ist der Frontmann nämlich in einem ähnlichen Timbre unterwegs, was nicht unbedingt dafür sorgt, dass der Gesang zur Abwechslung im Songmaterial beiträgt.
Gleiches gilt leider auch für das Songwriting der Nordiren, denn auch wenn gerade die Gitarren immer wieder mit wuchtigem Groove operieren und auch der eine oder andere Breakdown für Nackenschmerzen sorgen dürfte, stagnieren viele Kompositonen in Sachen Dynamik und Abwechslung. Entsprechend zieht sich der Hörgenuss dann auch trotz kurzer EP-Spielzeit ziemlich in die Länge, während sich NIHILANTH im gleichbleibend schleppenden Groove durch die eigenen Kompositonen kämpft und selten einmal mit ein weniger Fingerakkrobatik an der Gitarrenfront für Abwechslung sorgen kann. 'Fractured' bleibt so mit leichten Nu-Metal-Anleihen der einzige wirkliche Lichtblick in einer ansonsten doch eher eindimensionalen Spielzeit, die mich selten wirklich einmal vom Hocker reißen kann.
Und so wird sich NIHILANTH am Ende wohl eher im Screamo-Core-Groove-Mittelfeld einreihen und auch mit der zweiten EP nicht den erhofften Staub aufwirbeln. Um mit den großen Namen des Genres mithalten zu können, fehlen dem Fünfer nämlich auch anno 2026 die wirklich starken Kompositionen, wodurch dann auch alle handwerklich vorhandene Klasse nicht mehr zur Rettung des Gesamteindrucks beitragen kann.
- Note:
- 5.50
- Redakteur:
- Tobias Dahs


