LYNX (DE) - Trinity Of Suns
Trinity Of Suns
Mehr über Lynx (DE)
- Genre:
- 70s Heavy Rock
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- Dying Victims Productions
- Release:
- 24.04.2026
- Voyager
- Oppressive Season
- Trinity Of Suns
- Parhelia Interlude
- Stranger Sign In The Sky
- Seven Days Of Darkness
- Island Universe
19.04.2026 | 12:27
Das live im Studio aufgenommene Zweitwerk überzeugt mit neuer Sängerin und authentischem Sound.
Das beim angesehenen Label No Remorse Records erschienene Debütalbum "Watcher Of Skies" der Heavy Rocker LYNX aus Gießen war bereits ein vielversprechender Auftakt. Mit ihrem geschmackvollen Vintage Sound konnte die Band damals schon Sympathiepunkte sammeln. Nun legen die Retro-Rocker mit ihrer Vorliebe für die Musik der 70er mit "Trinity Of Suns" auf dem Label Dying Victims Productions nach, das ja schon "Watcher Of Skies" auf Tape rausbrachte.
Zwar ist das instrumentale Klangbild in etwa gleich geblieben, aber die Neubesetzung am Mikro mit Amy Zine, die 2022 zur Band stieß und nun neben dem Gesang auch für die Synthesizer verantwortlich zeichnet, prägt das klangliche Erscheinungsbild von LYNX entscheidend. Die gesamte Atmosphäre ist etwas luftiger und nach meinem Dafürhalten auch eigenständiger. Das kommt auch den aktuell komplexeren und längeren Kompositionen zugute, die sogar einen leicht progressiven Anstrich haben.
Eine weitere Änderung gegenüber dem Erstlingswerk ist der Abgang des Sängers und Gitarristen Marvin Kiefer, der erst im vergangenen Jahr erfolgte. Für ihn stieß Janni zur Band, der nun als Gitarrist bei LYNX wirkt und auch einige Gesangsparts auf "Trinity Of Suns" beigesteuert hat. Damit ist LYNX zum Quintett angewachsen.
Der direkte und unverfälschte Ansatz, den LYNX auf "Trinity Of Suns" verfolgt, nimmt einen sofort für die Band ein. Der Grund für das authentische Soundgewand ist die Tatsache, dass das Album live im Fat & Holy Studio in Darmstadt aufgenommen wurde.
Das phasenweise als Wechselgesang im Stil von TANITH konzipierte 'Voyager' bildet gleich einen sehr schönen Einstieg. Auf die entrückte Anfangssequenz folgen richtig rockige Riffs, die den Song nach vorne treiben. Wer das großartige zweite Album von FIRMAMENT "For Centuries Alive" mag, der sollte auch an 'Voyager' Freude haben. Amy Zine kann hier gleich ihr Können beweisen und zeigen, dass sie die perfekte Besetzung für LYNX ist. Der Spoken-Word-Beitrag, im schottischen Akzent dargeboten, fügt einen weiteren interessanten Aspekt hinzu. Durch die Gitarrenarbeit klingt 'Oppressive Season' wie die deutsche Antwort auf das Frühwerk von HÄLLAS mit einem Hauch von THIN LIZZY. Den wunderbaren Titeltrack sollte man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen, denn mit dem hat sich die Band selbst übertroffen. Allein Bass und Schlagzeug sind ein Genuss, aber die Gesangslinien sind das eigentliche Highlight. Ruhige bluesige Töne werden in 'Seven Days Of Darkness' angeschlagen. Auch bei diesem akustischen Track kann LYNX mit viel Atmosphäre punkten. 'Island Universe' beginnt wie ein Space-Rock-Song, wenn aber dann die Gitarren einsetzen, fühlt man sich zu Beginn an die Schweden NIGHT erinnert, was definitiv ein Qualitätsmerkmal ist.
Schon das Artwork von "Watcher Of Skies" war eine Augenweide, aber die Covergestaltung von "Trinity Of Suns" ist einfach großartig. Lena Richter beweist erneut, dass sie eine Ausnahmekünstlerin ist.
Liebe HÄLLAS-Fans, ich würde nach eingehender Beschäftigung mit "Trinity Of Suns" vorschlagen, LYNX als Adventure Rocker einzugemeinden. Die Band hat den authentischen Sound, die Songs künden von musikalischer Abenteuerlust und die Themen haben diesen kosmischen Weitblick. Einverstanden?
Zwar ist das instrumentale Klangbild in etwa gleich geblieben, aber die Neubesetzung am Mikro mit Amy Zine, die 2022 zur Band stieß und nun neben dem Gesang auch für die Synthesizer verantwortlich zeichnet, prägt das klangliche Erscheinungsbild von LYNX entscheidend. Die gesamte Atmosphäre ist etwas luftiger und nach meinem Dafürhalten auch eigenständiger. Das kommt auch den aktuell komplexeren und längeren Kompositionen zugute, die sogar einen leicht progressiven Anstrich haben.
Eine weitere Änderung gegenüber dem Erstlingswerk ist der Abgang des Sängers und Gitarristen Marvin Kiefer, der erst im vergangenen Jahr erfolgte. Für ihn stieß Janni zur Band, der nun als Gitarrist bei LYNX wirkt und auch einige Gesangsparts auf "Trinity Of Suns" beigesteuert hat. Damit ist LYNX zum Quintett angewachsen.
Der direkte und unverfälschte Ansatz, den LYNX auf "Trinity Of Suns" verfolgt, nimmt einen sofort für die Band ein. Der Grund für das authentische Soundgewand ist die Tatsache, dass das Album live im Fat & Holy Studio in Darmstadt aufgenommen wurde.
Das phasenweise als Wechselgesang im Stil von TANITH konzipierte 'Voyager' bildet gleich einen sehr schönen Einstieg. Auf die entrückte Anfangssequenz folgen richtig rockige Riffs, die den Song nach vorne treiben. Wer das großartige zweite Album von FIRMAMENT "For Centuries Alive" mag, der sollte auch an 'Voyager' Freude haben. Amy Zine kann hier gleich ihr Können beweisen und zeigen, dass sie die perfekte Besetzung für LYNX ist. Der Spoken-Word-Beitrag, im schottischen Akzent dargeboten, fügt einen weiteren interessanten Aspekt hinzu. Durch die Gitarrenarbeit klingt 'Oppressive Season' wie die deutsche Antwort auf das Frühwerk von HÄLLAS mit einem Hauch von THIN LIZZY. Den wunderbaren Titeltrack sollte man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen, denn mit dem hat sich die Band selbst übertroffen. Allein Bass und Schlagzeug sind ein Genuss, aber die Gesangslinien sind das eigentliche Highlight. Ruhige bluesige Töne werden in 'Seven Days Of Darkness' angeschlagen. Auch bei diesem akustischen Track kann LYNX mit viel Atmosphäre punkten. 'Island Universe' beginnt wie ein Space-Rock-Song, wenn aber dann die Gitarren einsetzen, fühlt man sich zu Beginn an die Schweden NIGHT erinnert, was definitiv ein Qualitätsmerkmal ist.
Schon das Artwork von "Watcher Of Skies" war eine Augenweide, aber die Covergestaltung von "Trinity Of Suns" ist einfach großartig. Lena Richter beweist erneut, dass sie eine Ausnahmekünstlerin ist.
Liebe HÄLLAS-Fans, ich würde nach eingehender Beschäftigung mit "Trinity Of Suns" vorschlagen, LYNX als Adventure Rocker einzugemeinden. Die Band hat den authentischen Sound, die Songs künden von musikalischer Abenteuerlust und die Themen haben diesen kosmischen Weitblick. Einverstanden?
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Jens Wilkens


