INVICTUS (JP) - Nocturnal Visions
Mehr über Invictus (JP)
- Genre:
- Death Metal
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- Me Saco Un Ojo Records
- Release:
- 26.01.2026
- Intro
- Abyssal Earth Eradicates
- Altar Of Devoted Slaughter
- Lucid Dream Trauma
- Persecution Madness
- Dragged Beneath The Grave
- Wandering Ashdream
- Frozen Tomb
- Nocturnal Visions
Die alte Schule im Land der aufgehenden Sonne.
Man muss sich nicht grämen, sollte man die Herren von INVICTUS bis dato noch nicht auf dem Schirm gehabt haben. Die Japaner sind zwar schon seit einer Dekade als aktiv gelistet, haben sich aber vorwiegend mit Demos und Splits über Wasser gehalten und ihr 2020er Debüt "The Catacombs Of Fear" leider nicht mit Erfolg belegen können. Ziemlich genau sechs Jahre später will die Truppe aus der Präfektur Nagano es aber noch einmal wissen und steuert mit "Nocturnal Visions" einen technisch versierten Brecher nach, in dem der Geist der alten Schule in wirklich jedwedem Aspekt auflebt - und auf dem Freunde der klassischen Florida-Bewegung genügend Material finden dürften, um sich selbst umgehend ein breites Lächeln ins Gesicht zu malen.
Das extrem agile Trio fährt von Beginn an die breite Klaviatur des technischen, groovigen, aber eben auch immens durchschlagkräftigen Todesbleis auf und bewegt sich handwerklich durchgehend auf einem sehr hohen Niveau. Die Rhythmusarbeit ist fantastisch, die gelegentlichen Lead-Spitzen erinnern an die Anfänge der Bewegung Mitte der 80er und die Growls sind absolut hochklassig. Da man auch im Songwriting nichts dem Zufall überlässt und sehr präzise arbeitet, weiß man schon nach der Hälfte der gegebenen 35 Minuten, dass INVICTUS ein extrem heißes Eisen im Feuer hat.
Die Asiaten überzeugen nämlich in allen Belangen, können in höheren Tempolagen für reichlich Asche sorgen, trümmern auch in den verzwickten Passagen mit verdammt viel Energie und preschen mit groovigen Attacken vor, die nicht zuletzt im überlangen Schlusstrack 'Nocturnal Visions', aber auch im mächtigen, geradezu triumphalen 'Wandering Ashdream' das Salz in der Suppe darstellen. Wie hier meterhohe Stakkatos aufgetürmet werden, während an den Kesseln ordentlich gezaubert wird, ist in der Tat magisch und absolut bemerkenswert - genau so wollen wir Old-School-Death auch im Jahr 2026 mit dem nötigen Frischekick erleben!
Dass INVICTUS mit ihrer zweiten Full-Length noch mal einen solchen Sprung macht, führt unwiderruflich zu einer klaren Empfehlung. Death Metal made in Japan bekommt man ohnehin nicht regelmäßig geboten, schon mal gar nicht auf diesem exquisiten Level!
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Björn Backes


