IZZY AND THE BLACK TREES - Kisses To Chaos
Mehr über IZZY AND THE BLACK TREES
- Genre:
- (Post) Rock / Alternative Rock
- ∅-Note:
- 7.50
- Label:
- Antena Krzyku
- Release:
- 27.02.2026
- Escape From The Liberty Cinema
- This Land Is Ours
- Functional Freeze
- Post-Apocalypse
- Two Sides
- Marseille
- Butch Vig
- Spring Time Rush
- Restless Nights
- Endless Sees
- Stalker
Experimentell, abwechslungsreich und ungewöhnlich.
Ich kenne nicht allzu viele polnische Alternative-Rock-Bands, so gesehen hat Izzy mit ihren schwarzen Bäumen gleich mal einen Stein im Brett bei mir. Wobei kennen auch zuviel gesagt wäre. Ich erinnere mich, den Bandnamen mal gehört zu haben, aber im Ohr habe ich nichts der Band. Na, das kann man ja ändern!
"Kisses To Chaos" beginnt dann auch eher ungewöhnlich und segelt tief im Postrock mit dem intensiven 'Escape From The Liberty Cinema', das geradezu wie ein über fünfminütiges Intro wirkt, bevor 'This Land Is Ours' eine Mischung aus Postpunk, Girlie-Attitüde und zerbrechlichem New Wave präsentiert, die nach etwa einem Drittel an SIOUXSIE AND THE BANSHEES erinnert. Cool! Auch das folgende 'Functional Freeze' hat schon mal neben einer New-Wave-Scheibe gelegen. Izabela Rekowska, genannt Izzy, singt leicht exaltiert, dann wieder beinahe gelangweilt, inszeniert die Lieder mehr, als sie nur einfach zu singen.
Tatsächlich blickt die Band bis in die Achtziger zurück, mischt dabei Tempi und Stimmungen gekonnt, schafft große Abwechslung und gibt damit jedem Stück Raum, sich im Kopf des Hörers zu entfalten. Da wippt der Fuß und manchmal auch beide, dann wieder nickt der Kopf zum coolen Bass in 'Butch Vig' und zu 'Restless Nights' entsteht der Drang, zu tanzen. Hey, Tanzschuppen der Nation, hier wäre ein Geheimtipp!
IZZY AND THE BLACK TREES schwankt zwischen positiven Sounds und dunklen Emotionen, setzt sich selbst kaum Grenzen, sondern baut aus Dark Wave, New Wave, Postpunk und Alternative Rock eine schmackhafte Melange, die zwar nicht zu jeder Zeit passend scheint, aber im richtigen Augenblick genauso erfüllend wie künstlerisch interessant klingt. Über diesen Tellerrand zu schauen, lohnt sich. Ich beweise es mit 'Restless Nights':
- Note:
- 7.50
- Redakteur:
- Frank Jaeger


