GLORIOUS BANKROBBERS - Intruder
Mehr über Glorious Bankrobbers
- Genre:
- Hardrock / Sleazerock
- ∅-Note:
- 7.50
- Label:
- Wild Kingdom Records
- Release:
- 27.02.2026
- Intruder
- We Can Go Higher
- Rollin' In Hollywood
- Rabbit Hole
- Come Rain Come Shine
- Black Jonas
- Ready For The Good Times
- Down
- Vampire
- You Let The Devil In
- Jane
- Starstriped Western Boots
Let the good times roll.
Die schwedische Rockband GLORIOUS BANKROBBERS verfügt nicht nur über einen herrlich bescheuerten Namen, sondern auch eine lange Geschichte. Gegründet wurde die Formation, wenn auch noch in etwas anderer Besetzung als heute, vor über 40 Jahren. Im Laufe der Achtziger erschienen zwei Alben, bevor die Gruppe in den Neunzigern einschlief. Ein Comeback vor 20 Jahren erwies sich als Strohfeuer. Aber in jüngerer Zeit wollen es die Herren noch mal wissen und scheinen nun endgültig durchzustarten. Aktuell steht mit "Intruder" das dritte Studioalbum in drei Jahren und das sechste insgesamt an.
"Intruder" enthält einen einfach gestrickten, aber wirkungsvollen Gute-Laune-Rock mit packenden Riffs, netten Melodien und einprägsamen Refrains. Das Titelstück etwa, mit dem die Scheibe aufmacht, kann man schon beim zweiten Durchlauf mitsingen. Aber auch Nummern wie 'We Can Go Higher' und' 'You Let The Devil In' repräsentieren diese Richtung. Leute mit Tanzneigung dürften bei diesem Album schnell auf den Beinen sein. Diesen Effekt bewirkt nicht zuletzt ein gewisser Boogie-Anteil, der sich über etliche Stücke hinweg bemerkbar macht und vereinzelt ein Klimperklavier hören lässt. Aber auch die Herkunft der Band aus den Achtziger Jahren lässt sich nicht leugnen, die sich in einem - allerdings erfreulich unzickigem, weil tendenziell hardrockigen - Sleazerock ausdrückt, neben anderen Beispielen am deutlichsten bei 'Come Rain Come Shine' nachzuhören.
Zwei Stücke fallen in dem extrovertierten Partyprogramm durch eine größere Eigenständigkeit auf: Da ist einmal das coole und eher reduzierte 'Black Jonas' mit seinem präsenten Bass und zum anderen die melodramatische Klavier-und-Geigen-Ballade 'Jane', die atmosphärisch an 'Beth' von KISS erinnert.
Insgesamt setzt sich das Album aus Material zusammen, das mehr auf Eingängigkeit als auf große musikalische Ambitionen setzt. Nur zwei Stücke überschreiten knapp eine Spieldauer von vier Minuten, und für die meisten Gitarrensoli scheint die angebliche MOTÖRHEAD-Devise zu gelten, nach der Soli nicht mehr Zeit als das Öffnen einer Bierflasche in Anspruch nehmen sollten. Auch wenn die Scheibe handwerklich völlig in Ordnung ist, gehören prog-affine Feinschmecker offensichtlich nicht zu ihrer Zielgruppe.
Kurz und gut: "Intruder" enthält keine Offenbarungen, aber auch keine Ausfälle. Am meisten kann das Teil unter überhöhten Erwartungen möglicher Hörer leiden. Wer aber von einem Album dieser Richtung einfach nur gute Unterhaltung verlangt, wird sehr gut bedient.
- Note:
- 7.50
- Redakteur:
- Stefan Kayser


