GLEN - It Was A Bright Cold Day In April…
Mehr über Glen
- Genre:
- Post Rock
- ∅-Note:
- 6.00
- Label:
- Kapitän Platte / Cargo Records
- Release:
- 20.02.2026
- Frenzy
- Lotosesser
- Brute Force
- Sublime
- ...And The Clocks Were Striking Thirteen
- Zugzwang
- Il Ricordo
Für Dissonanz-Liebhaber.
GLEN ist ein Berliner Duo bestehend aus Wilhelm Stegmeier und Eleni Ampelakiotou, die beide die sechs Saiten aufziehen. Derzeit vervollständigen Roland Feinäugle am Bass und Achim Färber an den Fellen den Trupp. "It Was A Bright Cold Day In April..." ist bereits das vierte Album der instrumentalen Rocker.
Dabei setzt die Band durchaus auf ein gesundes Unwohlsein beim Hörer. Hier wird es disharmonisch, bei 'Brute Force' auch schon mal anstrengend noisig, es gibt irritierende Rasseln, schräge Bläser und Dissonanz. Anders gesagt: das Album ist stachelig, hässlich und gemein. Und wer das mag, bekommt hier eine durchaus beeindruckende, knapp einstündige Vollbedienung. Gerade das knapp vierzehnminütige 'Sublime' zerrt mit seinem sehr behutsamen Aufbau durchaus auch an den Nerven. Dadurch bezieht die Nummer ihre Spannung, aber ich merke schon, wie ich eher unruhig werde.
Irgendwie stehe ich so auch vor einem Dilemma. Grundsätzlich verstehe ich den künstlerischen Ansatz der Band und ich finde, sie werden diesem auch gerecht. "It Was A Bright Cold Day In April..." soll keine schöne, gemütliche Angelegenheit werden, sondern eine Herausforderung für die Hörer, die gewillt sein müssen, sich dieser zu stellen. Ich bin dummerweise sehr harmoniebedürftig und so ist mein persönliches Gefallen an diesen kalten, sonnigen April-Tag eher im mittelmäßigen Bereich unterwegs. Musik kann auch herausfordernd sein, ohne dass ich mich dabei im eher negativen Sinne Unwohl fühle.
Dennoch, wer solche Stimmungen mag, wer so von Musik in dieser Form gefordert werden will, der kann ganz locker zwei bis drei Punkte auf die Wertung addieren.
- Note:
- 6.00
- Redakteur:
- Peter Kubaschk


