FOETOREM - Incongruous Forms Of Evergrowing Rot
Mehr über Foetorem
- Genre:
- Death Metal / Doom
- ∅-Note:
- 7.00
- Label:
- Everlasting Spew Records
- Release:
- 27.03.2026
- Reeks Of Moldy Guts
- Escalating Rot
- Oozing With Pustulent Fluids
- Mors Viaturis - The Death Traveler
- Grotesque Decomposition
- Rebirth In Morbid Disgust
- Tapestries Of Misery
- Decay Of The Flesh
- Peeled Face Mask
Rabiates Doom-Geknüppel mit einigen kleinen Aha-Momenten.
"Incongruous Forms Of Evergrowing Rot" ist unterm Strich definitiv eine Platte, die richtig gut reinlaufen könnte, zumindest zunächst einmal im Konjunktiv. Das Debütalbum der dänischen Prügelknaben von FOETOREM schleppt sich einer Walze gleich vorwärts, ist technisch über jegliche Zweifel erhaben und bringt auch die nötigen Aggressionen mit, um die Old-School-Death-Metal-Gemeinde schnell zu packen. Ferner lässt sich die Band gar nicht wirklich in die Karten schauen, vermengt eine Reihe von dreckigen Doom-Passagen mit epischen, nahezu erhabenen Melodien, um dann doch wieder die nächste rasend schnelle Attacke zu setzen. Oder kurz zusammengefasst: Hier soll Abwechslung als Trumpfkarte sehr effizient ausgespielt werden!
Theorie und Praxis sind auf "Incongruous Forms Of Evergrowing Rot" jedoch gelegentlich etwas weiter auseinander, da de Nordeuropäer vor allem in der zweiten Hälfte nichts Spezielles mehr nachsteuern können. Tracks, wie das rohe 'Escalting Rot' und das dezent epische 'Mors Viaturis - The Death Traveler' haben das Pulver recht bald verschossen. Zwar sind die Dänen immer noch auf der höchsten Prügelstufe unterwegs und ballern auch handwerklich so manche fette Salve raus, doch irgendwie verbraucht sich der Soff mit der Zeit und kann die starken ersten Eindrücke nicht mehr vollends bestätigen - daher auch der anfängliche Konjunktiv.
Setzt man sich schließlich jedoch etwas intensiver mit den sieben Songs auseinander, entdeckt man mit der Zeit noch einige feine Details, die an der anfänglichen Meinung noch mal rütteln wollen. Vor allem die Schlagzeugarbeit ist fantastisch und kann die gelegentlich etwas monotonen Vocals und die relativ dezent abgemischten Gitarren auch wieder zu großen Teilen kompensieren. Doch der ganz große Wurf zum Auftakt gelingt dennoch nicht, weil die Platte einen klaren Spannungsabfall hat, der auch von den massiven Riffwänden in 'Rebirth In Morbid Disgust' nicht aufgehalten werden kann.
FOETOREM macht einen soliden, teils sehr gutklassigen Job, aber noch keinen überragenden. In dem Fall will ich aber mal ganz klar behaupten, dass, was jetzt nicht ist, ganz klar noch werden kann!
- Note:
- 7.00
- Redakteur:
- Björn Backes


