DEOS - Augustus Omnipotens
Mehr über Deos
- Genre:
- Death Metal / Black Metal
- ∅-Note:
- 6.00
- Label:
- WormHoleDeath
- Release:
- 05.12.2025
- In Aeternam
- Octavianus
- Caesar Divi Filius
- Gladium Stringere
- Triumvirat
- Dura Lex Sed Lex
- Mortem Proditorum
- Mylae Invictae
- Dedecus Magni Lepidi
- Ultimum Bellum
- Pax Romana
Martialische Hommage an das römische Reich!
Ein Blick aufs aktuelle Bandfoto von DEOS bringt so manchen Schmunzler mit sich; die Band ist hier in Lederschürze und Rüstung abgebildet und schafft auch visuell die Vereinigung mit dem römischen Kaiserreich, auf das sich auch der gesamte konzeptionelle Hintergrund der Truppe aus dem französischen Annecy stützt. Vergleiche mit Maurizio Iacono's EX DEO sind offenbar durchaus gewünscht, denn auch musikalisch bestehen Parallelen zum eher unrühmlichen Soloprojekt des KATAKLYSM-Masterminds, konkret im fahrigen Songwriting und der recht ineffizienten Nutzung der durchaus anständigen Riffs. Denn betrachtet man das aktuelle Werk des Quartetts lediglich aus der technischen Perspektive, kann man nicht abstreiten, dass "Augustus Omnipotens" einiges zu bieten hat. Da die Band es aber viel zu selten versteht, den Mix aus modernem Death Metal und an BEHEMOTH erinnernden Black Metal auf ein Level zu bringen, in dem man die Rübe in Bewegung bringen möchte, bleibt in den elf frischen Kompositionen viel Wenn und Aber - zu viel, wenn man ehrlich ist.
Es ist eigentlich schon bedauerlich, wie DEOS die vielen guten Ansätze wegschmeißt, um einen möglichst martialischen Sound zu fahren, um dem kriegerischen Konzept auf sonderbare Weise Wirkung zu verleihen. Die instrumentalen Voraussetzungen und die gewaltigen Gitarrenwände können einiges, werden aber in den kruden Arrangements immer wieder auseinander gerissen und einem gewissen Geltungsbedarf geopfert, der sich durch verschiedenen Varianten der Effekthascherei bemerkbar macht. Das mehrstimmige Shouting in 'Dura Lex Sed Lex' beispielsweise könnte auch bei SABATON Platz finden, wenngleich DEOS definitiv einiges mehr anzubieten hat als die schwedische Kirmestruppe. Und die Chöre in 'Mortem Proditorum' und 'Dedecus Magni Lepidi' würden auch viel besser funktionieren, hätte man drumherum die passende Atmosphäre erschaffen. So bleibt im Rahmen der weitaus größeren Möglichkeiten sehr viel Stückwerk stehen und schlussendlich die Erkenntnis, dass sich die Franzosen weit unter Wert verkaufen. Die Veranlagung ist gewaltig, der tatsächliche Output aber eher durchschnittlich!
- Note:
- 6.00
- Redakteur:
- Björn Backes


