DEATH DIES - Maledicti In Aeternvm
Mehr über Death Dies
- Genre:
- Black Metal
- ∅-Note:
- 6.00
- Label:
- My Kingdom Music
- Release:
- 03.04.2026
- Il Bosco Siamo Noi
- Asmodevs
- Trivia Soteira
- Mater Meretrix
- La Casa Del Diaol
- La Malcontenta
- Patavinorvm Tyrannvs
- Carmina Trivmphalia
- Caron Dimonio
- Destroyer
Viel Aggression, wenig Zählbares.
Eigentlich unüblich für den italienischen Black Metal, geht es bei DEATH DIES (ikonischer Name nebenbei bemerkt...) nicht um die theatralische Interpretation des infernalen Stoffes, sondern durchaus mit klarem Blick zur zweiten Welle, deren Protagonisten die Truppe aus Padua ausgiebig studiert haben dürfte. Zur Qualität des bisherigen Materials hat dieser Umstand aber leider nicht allzu viel beitragen können, denn in der bisherigen Vita von DEATH DIES steht zwar eine Menge Getrümmer, aber inhaltlich noch wenig Zählbares.
Die Hoffnung, dass die Kehrtwende mit dem nunmehr sechsten Album eintreten wird, sei den Musikern natürlich gegönnt, und zumindest partiell hat das 32-minütige Event auch einige anständige Parts inkludiert, in denen es um mehr als nur plumpe Attacken und thrashig gefärbtes Geballer geht. Die Vocals sind vielseitiger als zuvor, hier und dort sitzen die Riffs auch mal etwas eleganter, und einen Tunnelblick kann man den Südeuropäern ebenfalls nicht nachsagen, weil sie schon redlich bemüht sind, die Songs relativ abwechslungsreich zu gestalten. Gönnt man sich jedoch schließlich ein paar aufeinanderfolgende Runden zu "Maledicti In Aeternvm", muss leider konstatiert werden, dass die positiven ersten Eindrücke mit der Zeit verblassen, weil DEATH DIES nur wenige entscheidende Akzente setzen kann und der Faktor Aggression zur Allzweckwaffe werden soll, die hier aber nicht immer ins Ziel trifft. Hinzu kommt, dass die Band durchaus melodische Ansätze fährt, diese aber nicht weiter verfeinern mag, weil man in diesen Momenten womöglich vom radikalen Kurs der neuen Stücke abkommen könnte. Das ist einerseits konsequent, jedoch verbaut sich die Truppe damit auch einige Chancen, der überwiegenden Raserei hier und da zu entkommen und etwas mehr Diversität wirken zu lassen. Denn ein paar einprägsame Momente jenseits der immer noch sehr wilden, aggressiven Darbietung hätten definitiv nicht geschadet.
Die neue Scheibe ist sofern sicherlich in Ordnung, als sie sich nicht lange versteckt und direkt in die Vollen geht. Hier wird nicht bombastisch gezaubert oder mit Keyboards gekleistert, sondern möglichst ursprünglich ins Mett gehauen - nur leider nur selten mit wirklich ansprechendem Songmaterial. DEATH DIES bleibt auch nach mehr als drei Dekaden nur eine Randnotiz im internationalen Black Metal, und damit muss man sich mittlerweile wohl auch leider anfinden.
- Note:
- 6.00
- Redakteur:
- Björn Backes


