DANZIG - Danzig
Mehr über Danzig
- Genre:
- Dark Rock
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Def American
- Release:
- 30.01.1988
- Twist Of Cain
- Not Of This World
- She Rides
- Soul On Fire
- Am I Demon
- Mother
- Possession
- End Of Time
- The Hunter
- Evil Thing
Eigenwillig und originell mit der Power eines großen Labels.
Glenn Danzig ist ein Original der Rockszene und begann schon früh, sich mit Musik zu beschäftigen. Seine erste Band, MISFITS, war Ende der Siebziger ein musikalischer Vorreiter und verband Horror und Punk Rock, die Folgeband SAMHAIN folgte auf ähnlichen Pfaden, entwickelte sich jedoch immer weiter weg von Punk in Richtung Heavy Metal. 1987 dann formte Glenn seine dritte Band unter den Fittichen von Rick Rubin, der die Band, nun unter dem Namen des Sängers, für sein neues Label Def Jam unter Vertrag nahm. Die Band ist auch heute noch aktiv.
DANZIG markiert einen weiteren Schritt weg von den Wurzeln, jetzt sind die Stücke reduziert, haben einen oft simplen, aber ansteckenden Groove und leben zumeist hauptsächlich von Glenns Gesang. Diese Simplizität ist charaktergebend, aber eben nicht störend, wie beispielsweise 'She Rides' beweist, das über fünf Minuten lang ohne Abwechslung oder Veränderung bluesig fließt und den Hörer trotzdem, oder möglicherweise gerade deswegen, in den Bann zieht. Zwei der Stücke auf "Danzig" waren bereits für seine Vorgängerband SAMHAIN geschrieben worden, nämlich der tolle Opener 'Twist Of Cain' mit seinem hypnotischen Riff und 'Possession'. Auf beiden ist James Hetfield als Begleitsänger zu hören, er durfte aber aus rechtlichen Gründen im Booklet nicht erwähnt werden[1]. Der Übergang von SAMHAIN zu DANZIG war daher eher fließend, auch stilistisch.
Tatsächlich ist Danzigs Stimme auch das Pfund, mit dem die Band wuchern kann, ist er doch charakteristisch kräftig, tief und ungewöhnlich. Sein Gesang trägt das Album, ja eigentlich die gesamte Band, mit Leichtigkeit. Die Highlights sind zweifellos der Opener, 'Mother', das später in einer Liveversion sein größter Singlehit werden sollte, 'Evil Thing', 'Not Of This World' und 'Am I Demon', allerdings gibt es keinen Song auf "Danzig", den man überspringen müsste. Einzig 'Soul On Fire' wirkt etwas beliebig und 'End Of Time' zu gewöhnlich als achter Song des Albums. Zu diesem Zeitpunkt hat man sich bereits an die Stimme gewöhnt und einige bessere Kompositionen gehört.
"Danzig" markiert den Startpunkt einer Reihe starker Alben, mit denen DANZIG in den Neunzigern ein Star der Düsterrockszene wurde. Auch heute entfalten seine simplen Hymnen mit dem Knödel-Gesang eine starke Faszination und machen das Debütalbum zu einem Rundling, den man kennen muss.
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Frank Jaeger


