CLOCKTOWERS - Genesis
Mehr über ClockTowers
- Genre:
- Heavy Metal / Hard Rock
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Eigenproduktion / Eigenvertrieb
- Release:
- 20.03.2026
- Spirit Junkie
- Ashes
- EYE (Even You Escape)
- Bend The Snake
- Clocktowers
- Curse The Reflection
- Genesis
- Dark Mother
Viel liebgewonnene Heavy-DNA zusammengebraut zu einem schlüssigen Gesamtsound.
Die Band CLOCKTOWERS wurde erst im Jahr 2022 in Cincinnati gegründet, doch die gemeinsame Geschichte des kreativen Duos, das aus Tarek Puska (Gesang) und Dakota Logan (alle Instrumente) besteht, geht schon einige Jahre weiter zurück, wo sie in anderen Bands gemeinsam ihren musikalischen Träumen nachjagten. Ihren Heimathafen haben die beiden aber nun unter diesem neuen Banner gefunden und möchten laut eigener Aussage mit dem Album "Genesis" zeigen, dass es auch anno 2026 noch einen Platz für gute, handgemachte und harte Rockmusik in der Szene gibt. Nun, angesichts vieler spannder Newcomer, die sich nicht um glattpolierte Mainstream-Sounds scheren, hätte ich daran gar nicht gezweifelt, aber eine weitere Band kann ja auch auf keinen Fall schaden.
Musikalisch macht das Duo im Opener 'Spirit Junkie' ihrem selbstverordneten Motto auf jeden Fall schon einmal alle Ehre, denn hier wird ein musikalisches Gebräu erschaffen, das sich wohltuenden bei den Klassikern der Rock- und Metalszene bedient, dabei aber auch dank modernem und sehr wuchtigem Sound nicht nach einem reinen Retro-Trip klingt. Viel mehr schnappen sich die beiden Amerikaner alles, was in den Achtzigern und Neunzigern populär war und münzen es in einen sehr erdigen Sound um, der ganz besonders an der Gitarren-Front mit tollen Riffs und starken Soli überzeugen kann. Dazu kommt die charismatische und angenehm herbe Stimme von Fronter Tarek, der hier eine prägnante Hookline im Refrain serviert und die Eröffnungsnummer so zu einem mehr als gelungenen Einstand formt.
So ist es auch im weiteren Verlauf der Spielzeit schwierig, die Einflüsse der Amerikaner klar zu benennen, gehen diese doch teilweise praktisch fließend ineinander über. So gibt es etwa mal ein Riff mit mächtig SABBATH-DNA zu hören, dann ist der melancholische Unterton des Gesangs plötzlich eine klare Referenz zu TYPE O NEGATIVE-Großtaten, während ein leicht theatralisch-hymnischer Unterton auch an Kollegen wie GHOST denken lässt. Wird schlussendlich in 'Bend The Snake' etwas geradliniger gerockt, dann hört man schnell auch mal ein paar Bezüge zu KISS. Doch bevor man sich auf den prägnanten Rock des Songs einschießen kann, bekommt CLOCKTOWERS schon wieder die nächste musikalische Kurve und findet sich beim starken 'Curse The Reflection' in Prog-Untiefen wieder, die sogar QUEENSRYCHE ganz stolz gemacht hätten. Ja, nicht jede Komposition ist so zwingend wie der Eröffnungstrack oder die epische Bandhymne 'Clocktowers' ausgefallen, aber wirkliche Ausfälle sucht man eben auch vergeblich, was man den Album als große Stärke anrechnen muss.
Entsprechend ist CLOCKTOWERS dann auch ein Album, das man schwerlich eine speziellen Zielgruppe ans Herz legen kann. Viel mehr dürfen hier alle Freundinnen und Freunde des Heavy Metals und Hard Rocks einmal ein Ohr risikieren, denn die Wahrscheinlichkeit, dass sie Referenzen zu den eigenen Lieblingsbands finden, ist sehr groß. Wenn es beim nächsten Mal dann noch ein paar Volltreffer mehr zu hören gibt, stehen dem Duo sogar noch höhere Punkteregionen offen, wobei es auch mit "Genesis" schon zu starken acht Zählern reicht.
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Tobias Dahs


