CHAOS OVER COSMOS - The Hypercosmic Paradox
Mehr über Chaos Over Cosmos
- Genre:
- Prog Metalcore
- ∅-Note:
- 2.00
- Label:
- Eigenvertrieb
- Release:
- 15.12.2025
- Nostalgia For Something That Never Happened
- When The Void Laughs
- Event Horizon Rebirth
- The Cosmo-Agony: Requiem
- The Fractal Mechanism
Wenn der Philipp zappelt!
Als das neue Album von CHAOS OVER COSMOS zur Besprechung anstand, stand dort etwas von Progressive Metal. Mit diesem Bandnamen und dieser Stilbeschreibung bin ich also mit bestens gelaunten Ohren und hoffnungsfroh, eine mir bis dato unbekannten Band in mein Herz schließen zu können, an "The Hypercosmic Paradox" heran gegangen.
Schon während des ersten Anhörens bin ich bereits beim ersten, toll betitelten Song 'Nostalgia For Something That Never Happened' so sehr genervt, dass ich mich frage, was ich da höre. Die Recherche ergibt, dass es sich bei CHAOS OVER COSMOS um ein Soloprojekt des polnischen Musikers Rafael Bowman handelt. Seine Definition von progressivem Heavy Metal weicht allerdings sehr weit von der meinigen ab, wobei ich jetzt kein Urteil darüber fällen möchte, wessen Definition richtiger ist.
Der gute Mann spielt Gitarre, Keyboards und ist außerdem für Programming zuständig. Bereits hier ahnt der mitdenkende Leser, wo die musikalische Reise hinführt. Genau, es ist sehr elektronisch und die Gitarre klingt wie auf vielen modernen Veröffentlichungen. Alles ist sehr höhenlastig und vermutlich darf man dies hier allein aufgrund des von Gastsänger Taha Mohsin beigesteuerten Gesanges mit dem Zusatz "Core" versehen. Auch nichts, was meine Ohren zwingend glücklicher stimmen würde.
Was mich aber wirklich an den Rand des Abschaltens führt, ist diese wirklich dauerhaft hektisch herum zirpende, rhythmisch völlig nervende Gepiepse. Würde man einen Sack voller Tischtennisbälle auf die Saiten eines Pianos fallen lassen und sie einfach minutenlang wild auf den hohen Notensträngen herum springen lassen, der Effekt wäre nicht anders. Dazwischen gibt es dann Autoscooter-Rhythmen und Keyboardauslegeware, die man auf jeder 80er-Kirmes schon schlimm fand.
Ich werde jetzt nicht mehr zu dieser Veröffentlichung schreiben, denn ich verstehe diese Musik ganz einfach nicht. Die vergeben Note ist, wie immer bei uns, komplett subjektiv und spiegelt natürlich das musikalische Können nicht wider. Mein emotionales Ohr ist mit dieser Klangwelt leider überfordert.
- Note:
- 2.00
- Redakteur:
- Holger Andrae


