BLUE DEAL - Make A Change
Mehr über Blue Deal
- Genre:
- Blues Rock
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- DixieFrog
- Release:
- 24.10.2025
- Another Reason
- Bad Boogie Woman
- Easy To Hurt
- Get It Done
- Hell Valley
- Make A Change
- Greenland Shark
- Two Hearts
- Over Jordan
- Rent A Heart
- Storm Will Come
Southern Black Forest Blues Rock.
Aller guten Dinge sind drei! Schon zwei Mal konnten die vier Blues-Rocker von BLUE DEAL mit ihrem ehrlichen und abwechslungsreichen Gewand begeistern, ja sogar den German Blues Award für das beste Album gewinnen. Und nur zweieinhalb Jahre, nachdem "Can't Kill Me Twice" begeisterte, legen Joe Fischer - einst mit CADILLAC BLUES BAND unterwegs - nach und wissen wohl, was die Stunde geschlagen hat. Gilt das dritte Album meist als Wegweiser für die weitere Karriere, dürfte sich BLUE DEAL nach "Make A Change" eigentlich zurücklehnen und die Lorbeeren ernten. Denn das, was in den elf vorliegenden Stücken zum Besten gegeben wird, braucht sich vor der hiesigen Konkurrenz von Übersee definitiv nicht zu verstecken und überzeugt vom ersten bis zum letzten Ton.
Stilecht auf Vinyl darf man sich über Bandfotos als Artwork durchaus streiten und ja, hier dürfte das einzige Manko des neuen Albums liegen. Der Rest wiederum ist ein musikalischer Hochgenuss von Musikern, die über ihr Handwerk Bescheid und es sehr gut zu inszenieren wissen. Ein warmer, einladender Sound, das wohlige Kratzen der Schallplatte passt wie die Faust aufs Auge und ein Abwechslungsreichtum, das keine Wünsche offen lässt. Mal sorgen Orgel und rockigere Züge für das gewisse Classic-Rock-Flair südlicher Natur ('Get It Done', 'Easy To Hurt'), mal wird es herrlich funky und verspielt ('Bad Boogie Woman', 'Another Reason'). Bands wie LYNYRD SKYNYRD, URIAH HEEP, STATUS QUO oder ZZ TOP haben hier anscheinend einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Doch wer hätte geglaubt, dass ich diese Zeilen einmal schreibe, denn wirklich zur Gänsehaut kommt es bei balladesken und minimalistischen Tönen, bei denen die vier Ausnahmemusiker die großen Gefühle spielen lassen. Allen voran seien hier 'Over Jordan', 'Easy To Hurt' und vor allem 'Greenland Shark' erwähnt, die die Herzen berühren. Das schaffen auch Joe Fischer und Tom Vela mit Stimme und Gitarre.
Hier eine Mundharmonika und die Hammond-Orgel, dort Piano und sehr viel Boogie mit Southern-Rock-Flair - kein Stück gleicht dem vorangegangenen und dennoch trägt der komplette Elfer die Handschrift BLUE DEALs. Hat mir "Can't Kill Me Twice" schon mehr als gut gefallen, so haben die Süddeutschen nochmals einen regelrechten Push nach vorne gemacht. Zwar nicht in Artwork-optischer, aber definitiv in musikalischer Hinsicht - und rechtfertigen ihren Status, den sie sich in der deutschen Blues-Rock-Landschaft durch die beiden bisherigen Alben erspielt haben. Mit herausragenden Tracks wie 'Greenland Shark' und 'Over Jordan' kann man auch diesen Winter definitiv nichts falsch machen, wenn es wieder etwas wärmer in der Bauchregion werden soll.
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Marcel Rapp


