BARREL - Triptych
Mehr über Barrel
- Genre:
- Heavy Metal / Kauz-Metal
- ∅-Note:
- 7.50
- Label:
- Eigenproduktion
- Release:
- 06.02.2026
- Cryptomnesia
- Prelude To The Fall Of Man
- Scavenger
- Sophia's Repentance
- Prelude To War
- Signs For Kings
- Dogma Denied
- War
- Ode To The Fallen
Insgesamt empfehlenswert, in der Kopfstimme aber gewöhnungsbedürftig.
Die EP mit dem expliziten Titel "Bullet With Your Name" der finnischen Traditionsmetaller BARREL, die im Jahr 2022 auf unsere Ohren traf, konnte mit ihrem Undergroundcharme überzeugen. Ein Jahr später erschien eine weitere EP namens "Unanticipated Confessions Of Love". Nun ist das Quintett aus Tampere mit dem Debütalbum "Triptych" am Start. Ein wenig wurde am musikalischen Ausdruck geschraubt, denn der Fünfer ist anno 2026 klar ambitionierter unterwegs. Nicht nur wird der Opener durch ein düster aufspielendes Cello und eine lateinische Rezitation eingeleitet, es finden sich auch kurze instrumentale Zwischenspiele ('Prelude To The Fall Of Man', 'Prelude To War') bzw. ein Outro ('Ode To The Fallen'), die sich als Soundtrack für Fantasy-Filme eignen würden.
Hatte ich im Gesangsbereich bei der EP noch Parallelen zu HELSTAR rausgehört, fordert der Wechsel in die Kopfstimme Vergleiche mit JUDAS PRIEST heraus. Kurze Growl-Einlagen gibt es ebenfalls. Es gab aber keinen Wechsel am Mikro, denn Valtteri wird weiterhin als Vokalist geführt. 'Sophia's Repentance' klingt zu Beginn noch am ehesten nach der ersten EP. Die unterschiedlichen Stimmlagen verleihen dem Gesangsvortrag etwas Dialogisches, wie wir es etwa von KING DIAMOND kennen. Das ist unterhaltsam und kurzweilig, für meinen Geschmack ist das Schneidende in der Kopfstimme allerdings ziemlich gewöhnungsbedürftig.
Das traditionelle Riffing und die melodischen Leads von BARREL sind aber eine feine Sache, und auch das Songwriting sollte True Metallern zusagen. Die Band schafft es, bei 'War', das es auf fast zehn Minuten Spielzeit bringt, die Spannung aufrechtzuerhalten. Die Breaks sitzen ebenfalls, so dass mit Ausnahme der erwähnten kleinen Einschränkung im Gesangsbereich "Triptych" empfohlen werden kann. Hätte die "mittlere" Stimmlage einen höheren Anteil gehabt, wären acht Punkte drin gewesen.
- Note:
- 7.50
- Redakteur:
- Jens Wilkens


