Montag:
GLORIOR BELLI "The Great Southern Darkness"
→ Diese Franzosen fühlen sich immer noch Louisiana verbunden. Serviert mir mein Jambalaya mit Ziegenblut!

FARSOT "Insects"
→ Nach französischem Black Metal kann man auch deutschen hören. Da behaupte noch einer, es mangele an Völkerverständigung zwischen Froschfressern und Krauts. Dabei wurde doch oft genug bewiesen, dass man zusammen viel mehr Krieg ist...

ASCENSION "Consolamentum"
→ Heil Dir, Morgenstern, wir bringen Dir den Kopf des Nazareners!

CHAOS INVOCATION "In Bloodline With the Snake"
→ Grimmig und riffig.

EVANGELISTA "In Animal Tongue"
→ Paranoide Fieberträume schizophrener Geister.
Dienstag:
NJIQAHDDA "The Path of Liberation From Birth and Death"
→ Hirnverknoting Progressive Epic Technical Black Metal Psychedelia. WEAKLING on acid meets a stoned DEATHSPELL OMEGA. Das Ganze wird gewürzt mit ausschweifenden folkigen Lagerfeuer-Parts, elektronischen Loop-Landschaften, 'nem Schuss Ambient, einer Prise ESOTERIC und ein paar GORGUTS-Riffs. Runde Mischung, aber etwas zu langatmig geraten.

TOM WAITS "Bad as Me"
→ Tönt hübschig, doch im Vergleich zu "Real Gone" oder "The Black Rider" wirkt die erste Hälfte eher zahnlos. Ab dem Titeltrack kommt das Album in Schwung. Oder nach der Hälfte bin ich einfach nur empfänglicher dafür. I'm slow, ya know. Mit 'ner Flasche Whisky in der Hand und 'ner dicken Zigarre im Mundwinkel wirkt das Album vielleicht ganz anders.

ISLAND "Orakel"
→ Störrisches und kantiges Geschrubbe mit progressiven Tendenzen. Begeistert allerdings nicht durch die Bank weg. Dafür lässt es mich bisher doch etwas zu selten aufhorchen. Doch was nicht ist, kann ja immer noch werden.

JEFF BUCKLEY "Grace"
→ Das ist ja unerhört gut!

SLOWDIVE "Pygmalion"
→ Immer wieder ein Hochgenuss, zu dem man den Abend ganz gemütlich mit ein paar Bieren ausklingen lassen kann.
Mittwoch:
NOCTE OBDUCTA "Verderbnis"
→ Ananas ist Krieg! Nicht nur erinnert das Cover an eine kulinarisch verbesserte Version von "Transilvanian Hunger" - mit 'nem Schuss MISFITS, der wohl den Punk repräsentieren soll, welchen man z.B. bei 'Niemals gelebt' heraushören kann: Auch musikalisch orientiert man sich etwas mehr an der "Schwarzmetall" und ihrer Hommage an das klassische... äh, nun ja, Schwarzmetall halt. Mir kommt die wiedergefundene Trveness gelegen, da die Band ja genug Alben mit plüschigen Gothic-Einflüssen u.ä. gemacht hat. Da darf es ruhig mal wieder klassischer, grimmiger und frostgebissener sein. Der kleine Seitenhieb gegen ihren "Freund" Kanwulf ist auch recht amüsant.

THY CATAFALQUE "Rengeteg"
→ Irgendwie hatte ich gehofft, dass Tamás sich nun endlich einen echten Schlagzeuger leisten kann. War wohl nichts, denn hier tönen die gleichen Drumsamples wie auf dem Vorgänger. Seasons of Mist ist wohl ein knauseriges Label. Das Album ist jedenfalls eine konsequente Fortsetzung von "Róka Hasa Rádió": Gewaltig, spacig, folkig, avantgardistisch und ohne eindeutige Genrezugehörigkeit. Einfach nur Metal in seiner freisten Form. Flieg, Metal, flieg! Du bist frei! Lebe, Jazz, leeeebee! Halt, das war die falsche Band. Vergesst das mit dem Jazz.

ESOTERIC "Paragon of Dissonance"
→ Von Sekunde eins an vertrautes Territorium. Evolution im Schneckentempo, aber eben auch spürbare Progression über die Grenzen des Metal hinweg und hin zu Infernal Psychedelic Mushroom-Induced Extreme Soundscapes ov Doom. Aus dem tiefsten Schlund der Hölle klagen die Seelen der auf ewig Verdammten und strecken ihre Hände dem fahlen Schein des Lichtes entgegen, welches sie nie erreichen werden... Woah, dude! That was, like, totally deep, bro!
Freitag:
ESOTERIC "Paragon of Dissonance"
→ Doom.

THE GAULT "Even as All Before Us"
→ Gloom.

PJ HARVEY "Let England Shake"
→ Boobs.

SONGS: OHIA "Ghost Tropic"
→ Die mahnende Stimme in meinem Kopf.
Samstag:
ESOTERIC "Paragon of Dissonance"
→ Krach statt Frühstück. Dafür gab's später Brunch mit Sauer-Scharf-Suppe und vegetarischen Frühlingsrollen.

ASCENSION "Consolamentum"
→ Wer gerne WATAIN, DEATHSPELL OMEGA und SECRETS OF THE MOON hört, sollte dem Album dringend ein Ohr leihen. Auch wenn's Deutsche sind.

CHAOS INVOCATION "In Bloodline With the Snake"
→ Rüdiger, Y U NO have bought album yet?

ORANSSI PAZUZU "Kosmonument"
→ HAWKWIND und BERGRAVEN jammen zusammen, an der Gitarre hilft Robert Smith aus. FAUST stellen noch ein paar Drogen zur Verfügung und heraus kommt etwas, das man bedingt noch als Black Metal bezeichnen könnte. Mit DARKTHRONE hat's aber ungefähr so viel gemein wie die neue ESOTERIC mit CANDLEMASS. Fett dröhnender Stoner-Bass und spacige Gitarreneffekte beschwören die 70er. Knarzt und rumpelt schön altmodisch und bekifft; gerne auch mal repetitiv hämmernd, bis man selbst in irgendwelche kosmischen Sphären abdriftet. Da Überlichtgeschwindigkeit nun keine Hürde mehr ist, lässt es sich zu diesen Klängen mal nebenbei schön das Universum erforschen. Der Weltraum - unendliche Weiten: Dies sind die Abenteuer des orangefarbenen Pazuzu, der viele Lichtjahre von der Erde entfernt unterwegs ist, um fremde Welten zu entdecken, unbekannte psychoaktive Pflanzen und neue Pilzzüchtungen. Der orangefarbene Pazuzu dringt dabei in Galaxien vor, die nie ein orangefarbener Pazuzu zuvor gesehen hat... Muss noch jemand dabei an das Haustier von Prof. Farnsworth denken?
