von Rüdiger Stehle » Dienstag 15. November 2011, 02:08
Dann noch einmal hierzu, beziehungsweise speziell zur DVD:
Objektiv ist zu sagen, dass zum einen der Sound ziemlich gut ist. Nicht rauschig oder undifferenziert, sondern im Rahmen eines Underground-Livemitschnitts aus dem Jahre 1984 wirklich sehr gut. Der Sound wurde vom Mischpult mitgeschnitten und ist daher wohl als das Optimale anzusehen, was für die Band damals und jemals möglich war.
Die Bildqualität ist zwar etwas schlechter, aber immer noch brauchbar. Es ist eine Amateuraufnahme aus dem Bereich von hinter dem Publikum, vermutlich auch im Mischpultbereich, allerdings von höherer Position, so dass keine Köpfe, Arme oder sonst was den Blick auf die Bühne behindern. Viel in der Totale gefilmt, aber auch mit gelegentlichen Zooms auf die einzelnen Musiker, vor allem auf Jerry Fogle, aber auch auf die anderen drei. Nicht immer kristallklar und superscharf, sondern mehr so die Marke 80er-VHS-Qualität, aber für einen Amateur-Mitschnitt wirklich mehr als nur in Ordnung. Auch die Lightshow und die farbigen Nebel kommen recht gut herüber. Auch alle Ansagen sind mit drauf. Da die Band nur Vorgruppe war, ist das Publikum ein bisschen steif, aber das ist ja sekundär. Am Ende gibt es doch noch ordentlich Applaus.
Daher würde ich sagen, dass die Aufnahme deutlich, - ja, wirklich sehr deutlich - besser ist als der OMEN-Mitschnitt aus der "Battle Cry"-Box von Metal Blade oder ein guter Teil des Materials auf der ersten HADES-DVD.
Rein subjektiv wird alles natürlich noch viel rosiger: Das Video ist für mich einfach toll. Zum einen, weil ich nach den bisher gesehenen Mitschnitten von anderen Gigs auf YouTube nie im Leben damit gerechnet hätte, dass es noch einen unveröffentlichten Mitschnitt in dieser Qualität gibt. Außerdem ist es einfach toll, diese Band live auf der Bühne zu sehen und zu spüren, wie authentisch und intensiv die Band die Stücke darbietet. Gerade auch, weil sich eben viele Details von den Studioversionen abheben und dadurch das Fogle auszeichnende "Jam-artige" Solieren gleich nochmal faszinierender ist.
Als Synthese aus objektiven Tatsachen und subjektiven Wahrnehmungen lässt sich wohl sagen, dass ich mir schon ziemlich sicher bin, dass kein überzeugter CU-Fan es bereuen wird, sich dieses Album ein zweites Mal in die Sammlung zu stellen. Wer das Album im Original noch nicht hat, der braucht eh nicht zu zögern.
Setlist:
- I'm Alive
- The Black Machine
- Master Of The Pit
- King Of The Dead
- Death Of The Sun
- Finger Of Scorn
- Frost & Fire
- Cirith Ungol
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38