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von Teichfrosch » Mittwoch 24. August 2011, 17:36
Nö, da hast du mich falsch verstanden. Deine Meinung hat genauso ein Recht wie (fast) jede Meinung und ich respektiere sie, aber ich würde niemals denken dass du die instrumentelle Seite auch so richtig schlimm und furchtbar findest. Dass dir die Musik nicht taugt ist nur natürlich, denn der Gesang ist nahezu permanent präsent und ist einfach garnicht dein Ding, aber ich könnte schwören dass du das instrumentelle bei weitem nicht so furchtbar fändest wenn es mit einem anderen Sänger vertont wäre. Die Instrumente haben eigentlich einen ziemlich progressiven Klang, erinnert mich zumindest immer sehr stark an LONG DISTANCE CALLING, und du kannst mir nicht erzählen dass du bei denen genauso schreiend davon rennst...? Wenn doch, dann habe ich dich einfach ganz, ganz falsch eingeschätzt. So oder so, mit "typischer" Hardcoreinstrumentierung haben ESCAPADO nicht viel zu tun, typisch ist da hauptsächlich der Sänger, und ich glaube der verdirbts für dich so dass du den Rest garnicht hören kannst oder willst. Darauf bezieht sich das "danebenhören", und das bezieht sich eben darauf dass ich denke dass du den Klang ohne Sänger garnicht so schlimm fändest. Vielleicht würdest du ihn nicht lieben, aber solche Sätze würden dir wohl auch nicht rausrutschen wie mit "Rasenmäher" :> Langweilig ja, vielleicht auch etwas fußpilzig oder zu schrammelig, aber so grauenhaft fändest du das nicht. Glaube ich zumindest. Verstanden? 
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von salisbury » Mittwoch 24. August 2011, 17:52
Na, zumindest stimmt's für mich, was Du sagst, Frosch. Ich fand wirklich, das (ESCAPADO) fing cool an, dann kam der gesang, den ich aber nicht prinzipielle oder komplett ablehne. Ich mag das sogar, wenn eine Postrockband nach langem Aufbau und Steigerung ihre Energie mit wütendem Grbrüll entlädt.  Da kommt sowas voll geil. Wie bei Callisto oder ISIS. Ist mir halt einfach im Metalcore-kontext etwas zuviel Screamo am start und da komm ich ned so mit. Ich glaub auch gar nicht, daß das so die große "Empfindungs"-Musik ist. Nur weil man Aggro Mucke hört ist man doch nicht gleich aggro drauf und empfindet aggro. Und Exodus findest Du, Herr Thunder auch gut obwohl das ziemlich aggressives Geschrei ist und der Sänger sogar die Massen zur aggressiven Aktionen währends des Konzertes auffordert. Where is the difference?
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von Teichfrosch » Mittwoch 24. August 2011, 18:34
Naja, da ist schon ein gehöriger Unterschied rauszuhören, EXODUS schreien schon sehr metallisch während ESCAPADO einen typisch-heiseren Fronter haben. Ansonsten... bzgl. "steigern und entladen": ESCAPADO machen das auch, nur eben viel kompakter und nicht doomig. "Petenwell", der von mir verlinkte Song beispielsweise, hat auch am Ende einen wunderbaren, höchst emotionalen Ausbruch. Es wird halt vorher auch geschrien wie verrückt, da überhört man diese Feinheiten ohne etwas Erfahrung auf dem Sektor gerne mal. Ist ja auch nicht schlimm, muss euch keineswegs gefallen, aber diese Steigerungen und furchtbar schönen Höhepunkte gibt es selbst im schlimmsten Brüllcore, auch schön zu hören bei Ocean Of Apathy der großartigen AUGUST BURNS RED. Manche sind warscheinlich noch geschädigt aus dem Feuchtbiotop 1.0, aber wer sich traut darf gerne mal darauf achten wie phänometastinial hier das Ende gelungen ist. Wer da beim besten Willen keine Steigerung, keinen Klimax und keine Entladung von aufgestauter Spannung erkennt den muss ich wohl für taub halten 
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von salisbury » Mittwoch 24. August 2011, 19:24
Teichfrosch hat geschrieben:Naja, da ist schon ein gehöriger Unterschied rauszuhören, EXODUS schreien schon sehr metallisch während ESCAPADO einen typisch-heiseren Fronter haben.
Na, aggro sind irgendwie aber doch beide. Teichfrosch hat geschrieben:Ansonsten... bzgl. "steigern und entladen": ESCAPADO machen das auch, nur eben viel kompakter und nicht doomig. "Petenwell", der von mir verlinkte Song beispielsweise, hat auch am Ende einen wunderbaren, höchst emotionalen Ausbruch. Es wird halt vorher auch geschrien wie verrückt, da überhört man diese Feinheiten ohne etwas Erfahrung auf dem Sektor gerne mal. Ist ja auch nicht schlimm, muss euch keineswegs gefallen, aber diese Steigerungen und furchtbar schönen Höhepunkte gibt es selbst im schlimmsten Brüllcore, auch schön zu hören bei Ocean Of Apathy der großartigen AUGUST BURNS RED. Manche sind warscheinlich noch geschädigt aus dem Feuchtbiotop 1.0, aber wer sich traut darf gerne mal darauf achten wie phänometastinial hier das Ende gelungen ist. Wer da beim besten Willen keine Steigerung, keinen Klimax und keine Entladung von aufgestauter Spannung erkennt den muss ich wohl für taub halten :
Ach, ja logisch lässt sich Musikgeschmack eben nicht beschreiben. Und sicher haben AUGUST BURN RED und Konsorten ihre musikalische Klasse, sonst würde es nämlich kein Frosch hören. Was manche Metalcorebands an ihren Instrumenten veranstalten, ist nicht mehr feierlich, da schlackerst mit die Ohren  ...
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von Teichfrosch » Mittwoch 24. August 2011, 19:48
Schön dass wir uns einig sind. Und jetzt schau ich mal was ich in den nächsten Tagen an blautiertauglicher Musik finden kann, und für den Maddin soll auch was dabei sein.
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von Martin van der Laan » Mittwoch 24. August 2011, 21:28
@Sally: Den Unterschied zwischen (alten) EXODUS und Metalcore lass dir mal von Holg erklären, der kann das (noch) besser. Und auch warum er die aktuellen Performances von EXODUS weniger mag... @Teichy: D'accord im wesentlichen. Du sagst ja schon selbst, dass bei ESCAPADO der "Sänger" ziemlich dominant ist, so dass die Begleitmusik unter Wert verkauft wird. Umso schlimmer eigentlich... Und ja, ich finde LONG DISTANCE CALLING ganz gut. Aber längst nicht so brilliant wie einige andere hier. Es geht nicht um aggressiv oder nicht aggressiv - ich mag auch viele Death Metal-Grunzer und Thrash-Schreihälse; aber eine bestimmte Form des leicht hysterischen, heiseren Brüllens assoziiere ich immer sofort mit Straßenkampf oder Familiendrama (und nicht mit Musik), darauf kann ich gar nicht. Dass es nicht um das Aggro-Level geht, beweist wohl, dass ich mir sowas wie THE RED CHORD schon ab und zu mal gerne anhöre. Antman
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von salisbury » Mittwoch 24. August 2011, 22:36
Martin van der Laan hat geschrieben:@Sally: Den Unterschied zwischen (alten) EXODUS und Metalcore lass dir mal von Holg erklären, der kann das (noch) besser. Und auch warum er die aktuellen Performances von EXODUS weniger mag...
Ach, echt, da gibt's n Unterschied? Is mir ja noch nie aufgefallen  . Dennoch emfinde ich bei Musiken als aggressiv. Aber diese Tatsache, schreibst Du ja selber, macht es nicht aus. Also sind wir wieder beim Gesang. Das alte Lied. Es gibt eben kein Instrument, das so sehr Sympathie oder Antipathie hervorruft, wie die menschliche Stimme. Art, Ausdruck, Klangfarbe, das muß halt passen. Ich denke nicht, daß Frogman an Familiendramen denkt, wenn er Metalcore hört, sondern einfach großen Spaß an der Energie und Intensität der Musik hat. Wie Holg bei alten Exodus. Nanu, schon wieder ne Gemeinsamkeit  .
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von Martin van der Laan » Mittwoch 24. August 2011, 23:16
Vielleicht wurde ich als hyperaktives Kind ja früher zu viel angeschrien, wer weiss... 
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von Teichfrosch » Sonntag 28. August 2011, 20:09
Gallowbraid - Ashen Eidolon (2010) Hab ich nicht gesagt ich will was finden was Sally und MVDL gefällt? Haha, verarscht  Naja, vielleicht gefällts euch ja trotzdem, ist nämlich sehr, sehr gut. Klingt wie AGALLOCH. Total toll. Kurze Forenrecherche ergab dass zumindest Flauschi das Ding kennt und schätzt. Warscheinlich auch Graf Zahl, aber diesbezüglich gab die SuFu nix her. Wie dem auch sei, GALLOWBRAID spielen einen Darkmetal/Blackmetal/Doommetal/Folkmetal Bastard der wirklich sehr an AGALLOCH erinnert. Atmosphärisch dicht, Tracks mit Überlänge, tragische und schöne Melodien und Keifgesang - wem jetzt das Wasser im Mund zusammenläuft der sollte dringend reinhören. Übrigens auch ein sehr zur Musik passendes Cover, da weiß man direkt woran man ist Ashes Eidolon - der Titeltrack.
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von Jesus » Sonntag 28. August 2011, 20:11
Die ist knuffig. Hab ich auch. Hätte ich aber auch in niemandes Topliste erwartet. 'Oaken Halls of Sorrow' läuft bei mir hin und wieder.
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