Retrograde&Anterograde

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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon salisbury » Donnerstag 13. Januar 2011, 20:38

Hm, keine Ahnung ob der Holg hier noch reinguckt wegen Song 6 :schade: . Wenn die Beschreibungen hier komplett sind, geb ich nochmal nen Hinweis...
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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 13. Januar 2011, 22:26

holg hätte gern noch einen winzigen Tipp.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon salisbury » Donnerstag 13. Januar 2011, 22:29

Holg hat geschrieben:holg hätte gern noch einen winzigen Tipp.


Reggy?
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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon Regina Löwenstein » Donnerstag 13. Januar 2011, 22:36

Die Lyrics muten, gerade in dem schwebenden Chor-Part, recht esoterisch/metaphysisch an, etwas von "inner truth", "cryptic/critic? views" usw...
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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon salisbury » Donnerstag 13. Januar 2011, 22:44

[quote=Reggy]Die Lyrics muten, gerade in dem schwebenden Chor-Part, recht esoterisch/metaphysisch an, etwas von "inner truth", "cryptic/critic? views" usw...[/quote]

Is nicht so weit weg. Bissl Weltraum könnte dabei sein. Is aber nicht Heart of cygnus. Man könnte vielleicht etwas Rush hören und zeitlich isses in etws mit Ugly Kid Joe kongruent.
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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon Regina Löwenstein » Donnerstag 27. Januar 2011, 17:58

So, damit das blaue Tierchen nicht seine Öhrchen hängen lässt, hab ich Faulpelz endlich das Schluss-Quadrupel analysiert. Ein paar Tipps zu den noch offenen Sachen wären super!

3/2

11:
Mal wieder wohlig-melancholische Akkorde, sehr weich und verträumt durch die Produktion, das schlichte Motiv plätschert unter unserer Luftmatratze dahin wie ein kühles Gewässer. Besonders wird diese Nummer durch die zwar vertraut wirkende, aber bei genauem Hinhören sehr ungewöhnliche Sängerin: Die Stimme hat etwas Androgynes, finde ich, nicht im Sinne von Mannsweib-Gegröle, sondern durch die vollen, tiefen Töne, die ihr ebenso gelingen wie zartere Klänge – so kriegt das vielleicht Rose Kemp hin. Die Dame erfreut sich ja recht großer Beliebtheit hier, und ansonsten kenne ich mich mit weiblichen Sängerinnen nicht so besonders gut aus.

12:
Kenn ich, kenn ich! Die Band mag ich selbst sehr gerne, hätte auch fast dem Peter was von ihnen auf den Sampler gepackt, es mir aber doch anders überlegt. Anekdoten eröffnen mit rockig-abgedrehtem Drumming, das ein wenig ins Jazzige überschwappt, um dann langsamer, treibender zu werden. Sensibel und klagend stimmt der Sänger seine Vocals an, unterlegt von melancholischen Streichern und zartem Klimpern. Kraftvoll und intensiv bei den Übergängen, danach wieder mal, ruhig-schwebend, mal rockig – in diesem Song steckt so viel drin! Ganz feine Wahl, Tommy. Das ist Prog, wie ich ihn liebe!

13:
Ziemlich nahtlos geht der Vorgänger in diesen Song über. Kompliment, du hast wirklich ein Händchen für Übergänge. Mal wieder einen klanglichen Urlaub gönnt uns diese akustisch-rockige Nummer mit fremdländischem Gesang. Bei dieser warmen Stimme stelle ich mir einen melancholischen Südländer vor, der gefühlvoll die Gitarrensaiten zupft … hach … Nichts, was ich mir gezielt privat anhören würde (um den Frosch mal zu zitieren), aber für die Dauer des Liedes lasse ich mich gerne von den Klängen verzaubern. Schlecht ist das nicht, und trotz recht bekannter Elemente nicht poppig-oberflächlich.

14:
Minimalistische Klänge unterlegen einen (Funk-?)Dialog und schweben langsam in den Vordergrund, bis wehmütige Streiches vollends in die dichte Atmosphäre einhüllen. Verhalten hallendes Drumming, dazu immer wieder die Sprachsamles, das Ganze gleitet bald in Richtung Postrock. Kenne ich vermutlich sogar, sowas kann ich aber meistens eher schlecht einordnen. Ich tippe mal auf Mono, weil das hallende Drumming und die zittrigen Riffs, diese unglaublich intensive Steigerung bei fortschreitender Dauer die Handschrift dieser Japaner tragen. Perfekt lässt sich dieser Track beschreiben, indem ich einmal mehr unsere allseits geliebte Amphibie bemühe: Das ist der Inbegriff von „hübschig“.

Schlussbemerkung: Das war sehr lehrreich und hat Spaß gemacht, vielen Dank für dieses liebevoll zusammengestellte Samplerpaar! Und sooo ein Weichei bist du gar nicht, auf dem ersten Sampler findet sich doch genug rockiges Zeug. Wobei mir irgendwie der zweite Sampler fast schon besser gefällt. Da hat sich die Prog-Ausbildung bei Loenz wirklich gelohnt.
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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon Loenz » Donnerstag 27. Januar 2011, 18:47

Bei Nr 13 würde ich ja trotz Reginas Assoziation mit den Südländer auf die Schweden Landberk tippen. Das würde auch passen nach Anekdoten, 2 mal Schwedischer Progressive Rock der 90er. Da ich mich mit Salisbury ja hier im Forum auch schon mal über Landberk unterhalten habe, schätze ich mal das er etwas vom Album Riktigt Äkta verwendet hat.

Bei Lied Nr. 14 hab ich mal komplett keine Ahung. Da kann ich nicht weiter helfen.
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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon Loenz » Donnerstag 27. Januar 2011, 23:09

Durch Zufall hab ich übrigens gerade erfahren das Cats in the Cradle von Harry Chapin ist. Mit unnützen Wissen protze. ;-)
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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon salisbury » Freitag 28. Januar 2011, 02:06

Na, dann wären wir ja jetzt komplett :) Das Lesen der Kommentare hat mir genauso viel Spaß gemacht wie das Zusammenstellen des Samplers. Und Du warst eine dankbares Wichtelopfer. In Kürze werd ich dann Retrograde nochmal zusammenfassen und Deine Beschreibungen kommentieren. Welche Songs fehlen jetzt noch? Songs 6 und der letzte, denk ich? Mono ist es nicht, aber stilistisch sehr nahe dran. Theoritisch können Holg, Rüdiger und Peter bei allen ausstehenden Somgs helfen.
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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon salisbury » Freitag 28. Januar 2011, 02:07

Loenz hat geschrieben:Bei Nr 13 würde ich ja trotz Reginas Assoziation mit den Südländer auf die Schweden Landberk tippen. Das würde auch passen nach Anekdoten, 2 mal Schwedischer Progressive Rock der 90er. Da ich mich mit Salisbury ja hier im Forum auch schon mal über Landberk unterhalten habe, schätze ich mal das er etwas vom Album Riktigt Äkta verwendet hat.


Da hat der Loenz ja mal SOWAS von recht :grins: . Welcher Song? Dann hats Du auch gleich meinen Landberk-Lieblingssong.
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