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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von salisbury » Sonntag 7. Juni 2026, 11:12
Dead_Guy hat geschrieben:Ich finde es nicht verwerflich wenn es zur Atmosphäre passt im Industrial z.B. passt es auch des Öfteren wenn die Stimme verfremdet wird und hier passt es für mich.
Genau das hab ich ja auch gesagt. Der Künstler wählt dieses Mittel "for a reason". Wenn ich damit nicht klar komme ist das allein mein Ding. 
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von frankjaeger » Sonntag 7. Juni 2026, 11:40
Nur für das Protokoll: Ich habe WORMLUST gehört. Zweimal - das erst und das letzte Mal. Und das, obwohl ich mit dem Schlagermetalkitsch von Shadowborne im Ohr rübergewechselt bin. Bis auf einige beinahe jazzige Passagen spricht mich da überhaupt nichts an.
GORGYRA ist dagegen hübsch. Aber auch auf Dauer recht langweilig. Das klingt, als ob es gut in ein Computerspiel als Hintergrundmusik passen würde. Ansonsten ist jeder Track für sich nett, aber am Stück ist das dann doch zuviel unheilschwangere Atmosphäre ohne Rumms. 'Amor Fati' ist noch am ehesten als Folk-Stück genießbar, aber selbst das wirkt mit etwas mehr als zwei Minuten schon überreizt.
Ich glaube, ich passe nicht zu deinen musikalischen Vorlieben.
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von Dead_Guy » Sonntag 7. Juni 2026, 12:03
Ich hätte ja echt gerne einen anderen Geschmack mit dem ich nicht ständig angeschaut werden würde als würde ich Kakao mit einem riesen Schuss Essig trinke und mit dem ich Zugehörigkeit hätte, aber so ist er halt und das sind halt die Sachen xie mir gefallen.
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von kingdiamond » Sonntag 7. Juni 2026, 12:15
Dead_Guy hat geschrieben:Ich hätte ja echt gerne einen anderen Geschmack mit dem ich nicht ständig angeschaut werden würde als würde ich Kakao mit einem riesen Schuss Essig trinke und mit dem ich Zugehörigkeit hätte, aber so ist er halt und das sind halt die Sachen xie mir gefallen.
Woran sieht man das denn? Naja, warum willst du denn unbedingt einen anderen Geschmack?! Man kann ihn doch auch erweitern bzw. versuchen etwas zu erweitern. Und ganz ehrlich, du bist doch schon recht breit aufgestellt. Also zumindest findest du doch in fast jeder Metal-Spielart Bands, die dir gefallen. Davon ausgehend, kann man ja noch viel entdecken, was einem vielleicht erst auf den 2. oder 3. Hör gefällt…
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 7. Juni 2026, 20:04
Dead_Guy hat geschrieben: Gorgyra - Hecate Wo andere sich aufs vervollständigen von Banddiskografien spezialisiert habe ich eher einen Sammlerdrang bei einzelnen Labels, Van Records zum Beispiel, aber auch Terratur Possessions oder jüngst I, Voidhanger, alles Labels wo ich aus Prinzip schon mal reinhöre und immer wenn ich was finde auch mitnehme. Und auch außerhalb der Gitarrenmusik habe ich so meine Lieblingslabel, zum Beispiel das Berliner Kleinlabel Detriti Records was sich auf minimalistische Elektro-Musik zwischen Wave, Post-Punk und Ostblock-Ästhetik spezialisiert hat. So waren beispielsweise Molchat Doma, Post-Punk aus Belarus, dort zu Hause bevor sie komplett durch die Decke gegangen sind und jetzt zurecht bei Sacred Bones untergekommen sind. Aber ich schweife ab. Das Berliner Duo hier ist dagegen in anderen Gefilden Zuhause und agiert irgendwo zwischen Wave, Neoklassischer Musik und barocker Romantik. Man hört des Öfteren sehr gut raus das die Band bestens vertraut mit dem Schaffen von Dead Can Dance vertraut ist, gerade beim zweiten Stück ''Athena'' könnte man fast von dreist sprechen, aber es ist auch gut umgesetzt, von daher sehe ich da keinen Anlass zur Kritik. Es gibt aber auch genügend Unterschiede, man ist minimalistischer, die feierliche Stimmung die die Briten häufig inne haben gibt es nicht und alles ist ein wenig abweisender und düsterer. Auf Synthieflächen erklingen altertümliche Instrumente und entweder sphärischer oder exzentrischer Gesang, an vielen Stellen bin ich mir aber auch gar nicht sicher ob das was im Hintergrund stattfindet eine Stimme oder auch das Keyboard ist. An machen Stellen kriegt der Gesang gar einen leichten operetten Touch und wenn in ''Amor Fati'' ein Chor angestimmt wird kommen die Einflüsse aus der Kirchenmusik am deutlichsten zu Tage und sorgen für den barocken Flair der sich neben einer düster-romantischen Stimmung, die auch was vom ursprünglichen Gothic hat, durchs gesamte Album. Musik die sich bei einem schweren Rotwein vorm Kamin am besten macht. Randnotiz: Für CD-Liebhaber ist das Label nichts, da alle Veröffentlichungen entweder auf tape oder Vinyl kommen, diese sind sehr minimalistisch gehalten und kommen meist mit einer speziellen Farbgebung daher und haben so einen Wiedererkennungswert. https://detritirecords.bandcamp.com/alb ... h_rank%3D2
Die Kamin- und Rotwein-Assoziation kann ich durchaus nachvollziehen. Das Gehörte ist Musik, die ich mir durchaus zum Schreiben an meinem Buch, zum Pfeiferauchen und dergleichen anhören kann, weil sie eine wohlige, mystische, düstere Stimmung zu erzeugen vermag, die ein Versinken in Stimmungen verstärken kann. Du beschreibst sie als reduziert, als minimalistisch, in düsterer Stimmung agierend. Die Attribute sind treffend. Das erste Stück ist mir persönlich etwas zu mono-motivisch, musikalisch wie gesanglich. Das zweite Stück indes öffnet sich thematisch, motivisch weit mehr, arbeitet stärker mit melodischen Hooks, und ist variabler arrangiert. Das gefällt mir sehr gut. Ebenso gut gefällt es mir ganz grundsätzlich, wenn sich Künstler kitschfrei mit Motiven des europäischen Heidentums auseinandersetzen, was eine große Rolle dabei gespielt hat, dass ich mich letztlich auch gewissen Sachen aus dem Dark Wave, Neo Folk und Ambient geöffnet habe, die eigentlich "not metal enough" für mich sind. Das dritte Stück könnte auch auf einer der Ambient-Scheiben von Herrn Cachet stehen, ist aber durch den Einsatz echter Instrumente und größerer Dynamik auf jeden Fall spannender gehalten, als die meisten Ambient-Werke des Wahlfranzosen. Dass die Vocals/Chöre primär chorale Vokalakrobatik auf dem a-Phonem darstellen, die zwar sehr schön klingt, aber artikulierte Lyrik vermissen lässt, ist für mich immer ein kleiner Downer, weil ich zum intensiveren Befassen einfach gerne verstehbare Worte im Gesang habe. Das insoweit aus der Reihe fallende "Amor Fati" gleicht das jedoch ein wenig aus, auch das, wie von dir erwähnte, durchaus barock anmutende 'Lux Aeterna' ist anders. Gleichwohl ist das Musik, die sich wunderbar hören lässt, um einen eigenen Kreativprozess zu flankieren, oder - wie du sagst - einen Abend spirituell ausklingen zu lassen. Addendum: Keine CDs zu pressen, ist natürlich immer falsch, sagt der passionierte CD-Sammler. 
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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