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von Regina Löwenstein » Dienstag 11. Januar 2011, 00:57
Nu aber nicht so fleißig mit dem Entzaubern, Jhonnyboy. Das Faszinierende an Nirvana ist für mich, wie viel Tiefe und Emotion hinter der scheinbaren Belanglosigkeit steckt. (und nein, das ist kein Mythos, das ist spürbar und nachvollziehbar) Irgendwie hat es diese Band geschafft, die Maschine auszutricksen und so viel in populäre Musik zu packen. Da hört man diese scheinbar heiteren, frechen Songs - und spürt trotzdem die Trauer dahinter und kann nachvollziehen, warum sich Cobain umgebracht hat. So geht es mir zumindest ...
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von Jhonny » Dienstag 11. Januar 2011, 01:00
Nun gut, Regina, dir sei die Freude an den Emotionen des Herrn Cobain gegönnt Für mich einfach nur ein (nicht mehr unter uns) wandelnder Beweis, dass Erfolg allein nicht glücklich macht, und eine tragische Gestalt - aber kein tragischer Held. Dafür fehlt dann doch das Positive an ihm.
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von salisbury » Dienstag 11. Januar 2011, 01:03
Ich find die "tragischen" Gestalten im Rockbusiness auch in einem hohen Maße faszinierend. Nehmt nur Jeff Buckley. Kenn ihr seine Geschichte? Ähnelt etwas der seines Vaters, Tim...
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von Jhonny » Dienstag 11. Januar 2011, 01:03
War das der Typ, der ertrunken ist?
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von salisbury » Dienstag 11. Januar 2011, 01:05
Genau der. Mit 26. Oder 28. Keiner weiß so recht, wie und warum. Seine Musik ist so voller...Traurigkeit. Unterschwellige Traurigkeit aber. Wie bei Nirvana.
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von salisbury » Dienstag 11. Januar 2011, 01:08
Und hey, Jhonny. Natürlich ehre ich auch die Soundgardens und Pearl Jams und Temple of the dogs. Hab sie alle im Orginal in meinem Regal. Alle haben ihre Berechtigung und keine ist nun "besser" oder "schlechter". Jedenfalls nicht für mich.
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von Jhonny » Dienstag 11. Januar 2011, 01:10
Die Musik von ihm kenne ich kaum, kann das also nicht beurteilen.
Es ist immer ein Unterschied: Stirbt jemand tragisch, durch Krankheit oder Unglück? (Cliff Burton z.B.) Dann finde ich die Leute oft auch faszinierend, da man sich immer fragt, was sie noch hätten machen können.
Oder: Stirbt er durch Drogen, durch Suizid, durch Verwicklung in Schlägereien, durch Alkohol? Dann ist mein Respekt meist eher geschmälert, denn ein Musiker, der in der Öffentlichkeit eine bedeutende Rolle spielt hat genau so eine Vorbildfunktion wie ein Sportler, ein Politiker oder ein Schauspieler.
Am schönsten ist es dann doch, wenn ein Musiker mit über 60 nach einem Leben verdient die letzte Ruhe erhält - wie Johnny Cash oder jetzt Dio. Da ist der Tod dann zwar auch traurig, aber die hatten dann auch wirklich ein Leben hinter sich, indem sie viel bewegt und ihr Potenzial ausgenutzt haben.
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von Jhonny » Dienstag 11. Januar 2011, 01:11
salisbury hat geschrieben:Und hey, Jhonny. Natürlich ehre ich auch die Soundgardens und Pearl Jams und Temple of the dogs. Hab sie alle im Orginal in meinem Regal. Alle haben ihre Berechtigung und keine ist nun "besser" oder "schlechter". Jedenfalls nicht für mich.
schee... die Temple Of The Dog Scheibe will ich irgendwann auch noch, und weitere Soundgarden. Ob ich von Pearl Jam noch mehr als das Debüt brauche, weiß ich aber noch nicht.
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von Regina Löwenstein » Dienstag 11. Januar 2011, 01:13
Ich finde, du siehst das zu einseitig. Klar, Suizid und Drogen sind schlecht und sollten nicht zuhause nachgemacht werden von den Kinners. Aber kann man nicht auch durch Freitod - okay, das ist ein morbider Gedanke - gewissermaßen ein Zeichen setzen? Cobains Tod war, wie sein Leben, wie seine Musik (wobei sie ja ironischerweise zum Produkt wurde) ein Protest gegen den Mainstream. Das bleibt in den Köpfen. Und genau da fragt man sich doch: Warum haben die Künstler das getan? Was hat sie soweit gebracht? Ich denke nicht, dass es bloß an mangelnder Selbstdisziplin liegt, dass sie den Drogen etc. verfallen.
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von salisbury » Dienstag 11. Januar 2011, 01:19
Reggy hat geschrieben:Aber kann man nicht auch durch Freitod - okay, das ist ein morbider Gedanke - gewissermaßen ein Zeichen setzen?
Hmm, ich weiß nicht. Muß darüber nachdenken. Warum gibt es Märtyrer? Wie muß man draufsein, um einer zu werden? Freitod gegen Kommerz und Reichtum? Irgendwie doof. Aber realistisch. Im arabischen Raum gehen viele junge Menschen in den Freitod für ihre Religion und wollen dabei möglichst viele mitnehmen. Hmm...
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