Musik und Emotion

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Musik und Emotion

Beitragvon Teichfrosch » Mittwoch 29. Dezember 2010, 15:36

Regina Löwenstein hat geschrieben:Das ist richtig männlich


Du meinst: das ist typisch männlich. In den Augen von Männern wollen nämlich alle Frauen die sich mal hübsch machen und was nettes anziehen Sex haben, und da gibt es auch keine Ausnahmen. Niemals. Richtig testosteron-männlich wäre es, wenn mir die inneren Werte egal wären, das wäre dann typisch und richtig männlich. ;)

Aber glücklicherweise bin ich weder typisch noch richtig männlich. Wie auch? Ich bin eine Amphibie!


Loenz hat geschrieben:Schön das der Thread nun endgültig Off Topic ist.


Und ich dachte schon ich wäre der einzige den das freut :dafuer:

Nein, mal ernsthaft: Back to topic!
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Re: Musik und Emotion

Beitragvon salisbury » Mittwoch 29. Dezember 2010, 16:49

Loenz hat geschrieben:Dabei hör ich ja im Gegensatz zu Regina und Jesus, ja eher Weichei Musik.


Ey und ich erst...

Teichfroch hat geschrieben:Aber glücklicherweise bin ich weder typisch noch richtig männlich. Wie auch? Ich bin eine Amphibie!


...und Jesus ist in Dich verliebt...sowas passiert dann halt.

Manchmal find ich Musik einach auch nur beruhigend, also die Emotion runterfahrend...
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Re: Musik und Emotion

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 30. Dezember 2010, 00:06

salisbury hat geschrieben:Ich finde es langsam langweilig, daß jeder interessante Thread letzendlich in einer Geschmacksdiskussion gipfelt :schade: . Und die ist schon seit 30 Jahren einfach fruchtlos.


Diskussionen über Musikgeschmack können real ja durchaus erheiternd sein, aber hier driftet es mir gerade zu sehr ab und vor allem auch am Thema vorbei. Nur, weil ich einen Song jetzt sehr gut finde, muss ich dabei jetzt nicht gleich emotional steil gehen. Da gibt es schon noch einen Unterschied, der die letzte Nuance zu einem ganz besonderen persönlichen Höhenflug auslöst. Sonst müsst ja automatisch jeder Song auf einem 10 Punkte Album ein emotionaler Gipfel sein. Ist es bei mir aber nicht.

Und Kotzen muss ich hier bei keiner Musik ... :narf:
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Musik und Emotion

Beitragvon Drumtier » Donnerstag 30. Dezember 2010, 01:07

Holger Andrae hat geschrieben:
salisbury hat geschrieben:Ich finde es langsam langweilig, daß jeder interessante Thread letzendlich in einer Geschmacksdiskussion gipfelt :schade: . Und die ist schon seit 30 Jahren einfach fruchtlos.


Diskussionen über Musikgeschmack können real ja durchaus erheiternd sein, aber hier driftet es mir gerade zu sehr ab und vor allem auch am Thema vorbei. Nur, weil ich einen Song jetzt sehr gut finde, muss ich dabei jetzt nicht gleich emotional steil gehen. Da gibt es schon noch einen Unterschied, der die letzte Nuance zu einem ganz besonderen persönlichen Höhenflug auslöst. Sonst müsst ja automatisch jeder Song auf einem 10 Punkte Album ein emotionaler Gipfel sein. Ist es bei mir aber nicht.

Zustimmung, Zustimmung, einfach nur Zustimmung. Hab mich deshalb auch recht schnell wieder aus dem Thread zurückgezogen, da is mir meine Zeit doch zu kostbar... :-S
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Re: Musik und Emotion

Beitragvon salisbury » Donnerstag 30. Dezember 2010, 01:23

Regina hat geschrieben:Nun - was muss Musik in euren Augen haben, um zu berühren? Welche Bands, welche Alben berühren euch auf einer elementaren Ebene, ganz unabhängig von Stil, Technik usw?


So war die Frage gestellt. Zwei Fragen, von denen ich nur die erste beantworten mag. Für die zweite gibt es den Top 100 Thread. Bis Salisbury allerdings bei seinen Top10 sein wird, ist's 2015... ;-)

Zu Frage 1: Nun, Musik berührt mich emotional, wenn sie mich an eine bestimmte Zeit erinnert, für eine bestimmte Phase im Leben steht, wenn man dabei an Personen denkt, an Orte, am bestimmte Begebenheiten. Mit Metallica hab ich Gitarre gelernt. Megadeth, Iron Maiden und Tiamat sind Jugend, Sommerurlaub mit meinem damals besten Kumpel. Paradise Lost und Queensryche meine erste Freundin, Marillion Amerika und New York, Cradle of Filth Diplomarbeit, und und und. Schwieriger ist die Frage, wie es ein Album überhaupt schafft, "Teil des Lebens" zu werden. Was muß Musik haben? Da das sehr schwer zu fassen ist, versuche ich, das Pferd von hinten aufzuzäumen: Ich stehe sehr auf Künstler, die darauf wert legen, IHRE Emotionen an den Hörer zu bringen. Die Künstler, die mich wirklich bewegen, haben alle was zu sagen, haben was loszuwerden, sehen ihre Kunst darin, das, was sie selbst zutiefst bewegt, an ihre Hörer zu vermitteln. Daniel Gildenlöw kann das gut. Warrel Dane. Rose Kemp. Nur Beispiele. Wenn Steve Hogarth sagt, daß er einige Songs jahrelang nicht live spielen wollte, weil es ihn so sehr berührt und er sich außerstande fühlt, das Abend für Abend durchzustehen, dann glaube ich ihm das. Man hört das einfach.
Tendentiell sind meine Antennen sind auf melancholische, eher ruhigere Musik gepolt, es darf metallisch sein, muß es aber nicht. Am besten ist eine Mischung aus etwas Chaos und Melancholie. Waltz. Civil Defiance. Lis Er Stille. A Dog Called Ego. Wieder nur Beispiele. Ich brauche auch oft keinen Sänger und finde die Musik trotzdem - vielleicht gerade deswegen - sehr bewegend. Caspian oder Mono. Am besten live. Da verlasse ich die Erde für eine Weile. Und es muß auch nicht zwingend traurig sein. Kate Bush kann beispielsweise wie keine andere die Schönheit der Natur besingen. Steve Morse spielt eine traumhafte Gitarre. Roine Stolt erzählt darauf richtige Geschichten. Ach, und ich bin harmoniesüchtig. Irgendwie muss die Musik die Situation, die sie beschreibt, akzeptieren, sie umarmen und liebgewinnen. Sie darf sich nicht darin verlieren. Oder anders gesagt, ich mag keine Bands, die nur anklagen ohne eine Lösung zu bieten, keine Bands, die nur dunkel und grausam sind ohne zu vermitteln, warum sie so sind. Ach ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll, vielleicht sollte ich mal nen Rhetorikkurs bei Regina machen...

So, die Frage ist nur unzureichend beantwortet und deckt nur einen Aspekt ab, weshalb ich die eine Musik gut finde und die andere nicht. Aber es ist der wichtigste. Hinzu kommen dann oft noch sekundäre Aspekte wie technisches Können einer Band, Sound, Artwork und Texte.

Genug.
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Re: Musik und Emotion

Beitragvon firestarter » Donnerstag 30. Dezember 2010, 02:26

Mann, Mann, Mann, was ist der Thread in die Hose gegangen....

Als ich das hier gelesen habe, schoß mir aber gerade vor Lachen der gerade getrunkene Sprudel aus der Nase wieder raus:

Drumtier hat geschrieben:Aber bei AC/DC hör ich ein Programm das heruntergespult wird um gefallende Musik zu machen. Emotion? Fehlanzeige!


So einen Unsinn zu AC/DC hab ich ja selten gelesen! *gröhl*
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Re: Musik und Emotion

Beitragvon salisbury » Donnerstag 30. Dezember 2010, 12:10

Firestarter hat geschrieben:Mann, Mann, Mann, was ist der Thread in die Hose gegangen....


Warum? Viele haben doch etwas Brauchbares zu dem - höchst interessanten - Thema geschrieben. Daß es einige nicht lassen können, dabei auf Bands, die sie nicht mögen, rumzuhacken, passiert halt...
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Re: Musik und Emotion

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 30. Dezember 2010, 12:13

Finde die Beschreibung von Salisbury übrigens höchst interessant.



Aber ich glaube, der wichtigste Punkt bei allen ist doch: Was verbinde ich persönlich mit einer Band, einem Song, einer Scheibe? Natürlich kann einen auch vieles begeistern, berühren, aufrütteln, was man nicht mit Momenten, Zeiten oder Personen verknüpft, aber mir fallena uch sofort Songs ein, die ich mit Beziehungen verbinde, Alben, die ich in bestimmten Jahren oft gehört habe, Momente, in denen mich ein Ohrwurm gar nicht mehr losgelassen hat.
Das Hauptvehikel für Emotionen in der Musik ist für mich allemal die damit verbundene Erfahrung. Ein Album, das auf der Abschlussfahrt durchlief oder bei der Abivorbereitung ist auf jeden Fall immer etwas prägenderes als eins, dass ich zwar ebenfalls sehr geil (oder sogar noch besser) finde, aber nie so mit bestimmten Momenten verknüpfen konnte.
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Re: Musik und Emotion

Beitragvon salisbury » Donnerstag 30. Dezember 2010, 12:26

Wie gesagt, Jhonny, diese Frage zu beantworten,könnte eine Diplomarbeit in Psychologie sein. Irgendeiner hier ist studiert doch sowas, warst Du das, Jhonny? Wie kommt die Musik in Dein Hirn und wie schafft sie es, sich dort festzubeißen. Und warum schafft das andere Musik nicht. Gibt es da irgendeinen gemeinsamen Nenner? Irgendeine...Formel?
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Re: Musik und Emotion

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 30. Dezember 2010, 12:27

Ich studiere Evangelische Theologie... meine Magisterarbeit ist wohl eher im dogmatischen oder kirchenhistorischen Bereich zu suchen :)


Auch wenn das sicher ein sehr spannendes Thema für eine Arbeit an der Uni wäre...
Als langjähriger Besucher des musischen Gymnasiums haben wir uns damit leider nie beschäftigt. Das wäre da aber auch durchaus was für den Lehrplan gewesen!
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