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von Holger Andrae » Sonntag 2. März 2025, 22:42
Damit Dein Thread nicht genau so verödet wie meiner, versuche ich hier jetzt mal am Ball zu bleiben.Ob das klappt, wird die Zeit zeigen. Auf jeden Fall ist dieser Thread ganz wundervoll.
Muss ich zu Psychotic Waltz irgendwas schreiben? Speziell zu diesem Album? Wohl nicht, ist es doch seit 30 Jahren mein Lieblingsalbum und beinhaltet es doch mit 'Butterfly' einen meiner beiden Lieblingssongs. Ich habe hier im Forum schon etliche Romane zu dieser Band verfasst, sodass ich mich jetzt sehr kurz fasse. Meilenstein und eines dieser Alben, bei denen für mich alles stimmt. Mit einigen Menschen dahinter habe ich immer noch losen Mailkontakt und es gibt ein klitzekleines bisschen Hoffnung auf ein weiteres Album, aber das ist alles Schnee von Übergestern. Habe mir letztes Jahr natürlich den Doppeldecker und das Vinyl nochmal geholt und kann nur sagen, die Begeisterung ist ungebrochen. Freut mich sehr, wenn das auch bei dir so ankommt. PS.Noch einmal 'Butterfly' live erleben ... *träum*
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von Holger Andrae » Sonntag 2. März 2025, 22:52
Fates Warning "The Spectre Within"
Natürlich ebenfalls formidabel, aber für mich anders als Psychotic Waltz, auch wenn die Bands gern in einen progressiven Topf geworfen werden. Bei Fates Warning hatte ich Anlaufschwierigkeiten. Die Maiden-artige Erstscheibe fand ich sehr gut, aber nicht überragend, da ich noch im Speed-Fieber war und dieses Album hatte ich lange Zeit nur als Tapekopie. Hier muss ich mal wieder sagen, dass es für mich offenbar schon ein himmelweiter Unterschied ist, auf welchem Medium ich Musik konsumiere. Diese Art von Musik funktioniert so richtig nur mit Textblatt und unterm Kopfhörer. Man muss sich darauf einlassen, sich damit intensiver beschäftigen bis man die Hooklines erfasst. Kann man bösartig "Schönhören" nennen, ist es vielleicht manchmal auch, aber irgendwie hat man selbst wohl Sensoren dafür, welche Scheiben eine Langzeitwirkung haben werden und welche nicht. Sicherlich ist dies alles von sehr subjektiven Faktoren beeinflusst und eventuell eine eigene Diskussion wert. Zum Punkt zurück: Erst mit dem Nachfolger bin ich zum Fan geworden. Da kam sicherlich auch das 16 Seiten Intreview im Giants Lore Fanzine dazu, welches mich damals dazu bewegte,es dem Schreibe Eddie Ambrozi gleich zu tun und das Album stundenlang unterm Kopfhörer anzuhören. Es war eine kurze Samstagnacht, nach welcher ich die Songs rückwärts mitsingen konnte ... wenn ich singen könnte. Al s"No Exit" kam war ich Feuer und Flamme, auch wenn ich dieses Album heute eher sperrig finde. Die Tour mit Sanctuary und Secrecy hat mir dann den Rest gegeben. Danach kam "The Spectre Within" auch endlich als Original in die Sammlung. Heute finde ich sie dem Nachfolger fast ebenbürtig, bin aber in den letzten Jahren zum Alder-Fan geworden.
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von Holger Andrae » Sonntag 2. März 2025, 22:54
Manilla Road
Jupp. Schwierig, welches der Alben aus diesem Zeitraum man wählen soll. "Open The Gates" ist eine erstklassige Wahl. Schade, dass Mark in der Neuzeit diesen unerträglichen Sound fahren musste. Da wäre viel mehr für mich drin gewesen, denn ein kleines bisschen Dynamik in den Songs schadet tatsächlich nicht. Dieses Problem haben wir auf diesem Album hier nicht.Ganz toll!
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von Pillamyd » Freitag 7. März 2025, 21:36
Holger Andrae hat geschrieben:Damit Dein Thread nicht genau so verödet wie meiner, versuche ich hier jetzt mal am Ball zu bleiben.Ob das klappt, wird die Zeit zeigen. Auf jeden Fall ist dieser Thread ganz wundervoll.
Na ja...damit habe ich mich abgefunden. Ich freue mich aber natürlich immer noch auf Kommentare. Holger Andrae hat geschrieben:Man muss sich darauf einlassen, sich damit intensiver beschäftigen bis man die Hooklines erfasst. Kann man bösartig "Schönhören" nennen, ist es vielleicht manchmal auch, aber irgendwie hat man selbst wohl Sensoren dafür, welche Scheiben eine Langzeitwirkung haben werden und welche nicht. Sicherlich ist dies alles von sehr subjektiven Faktoren beeinflusst und eventuell eine eigene Diskussion wert.
Ich stimme dir zu, wenn du sagst, dass es ganz anders klingt, als PSYCHOTIC WALTZ. Bei FATES WARNING fehlt sicherlich der Zusatz US-Metal. Ich finde diese Kombi aus Verschachtelung und frei raus Riffing einfach unwiderstehlich. Den oben zitierten Teil von dir finde ich aber sehr interessant. Da muss ich noch einmal darüber nachdenken... Holger Andrae hat geschrieben:Muss ich zu Psychotic Waltz irgendwas schreiben?
Eigentlich nicht Ich werde die Tage noch einmal etwas zur "Mosquito" sagen. Vielleicht auch zu allen 3 Alben, die ich bisher kenne. Holger Andrae hat geschrieben:Schade, dass Mark in der Neuzeit diesen unerträglichen Sound fahren musste.
Ich kann das durchaus verstehen. Aber gerade im Beispiel aus unserem 00er Spiel, finde ich das in wirklich jeder Hinsicht sehr passend. Mir persönlich fehlt da ab und zu einmal die letzte Konsequenz im Songwriting. Gerade auf dem letzten Album der Band. Aber das ist eine andere Geschichte...
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von kingdiamond » Freitag 7. März 2025, 21:54
Pillamyd hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Damit Dein Thread nicht genau so verödet wie meiner, versuche ich hier jetzt mal am Ball zu bleiben.Ob das klappt, wird die Zeit zeigen. Auf jeden Fall ist dieser Thread ganz wundervoll.
Na ja...damit habe ich mich abgefunden. Ich freue mich aber natürlich immer noch auf Kommentare.
In die MARILLION hab ich letzte Woche mal reingelauscht. Der Funke ist immer noch nicht komplett übergesprungen, aber ich bin da bei der Band zuversichtlich, dass irgendwann der richtige Zeitpunkt kommt. Steter Tropfen und so… Die SEPULTURA ist auf jeden Fall gut, bin aber selber über die „Chaos A.D.“ und „Roots“ zur Band gekommen. Die früheren Alben wurden damals weniger im Freundeskreis gehört… wir sind dann eher dem Max C. bei SOULFLY gefolgt. War einfach mehr angesagt. Aktuell habe ich keine Lust auf beide. Bin immer noch im Thrash-Tief …vielleicht kommt ja mit der neuen MACHINE HEAD die Lust zurück.
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von Pillamyd » Freitag 7. März 2025, 22:47
Platz 32 Tom Waits | Bone MachineGenre: Experimental Rock/Singer-Songwriter VÖ: 1992Noch vor ein paar Jahren hätte hier an dieser Stelle das zweite Album gestanden. Ich habe vor allem immer die frühe Phase des Herren verehrt. Und mit den Jahren, dem Zuwachs der Sammlung, der Auseinandersetzung aller Alben, greife ich zu „Bone Machine“. Warum? Weil es für mich eins der puristischsten Alben ist die Tom Waits jemals gemacht hat. Und trotzdem schlägt er die Brücke von alt zu kauzig in absolut gekonnter Weise und fügt seinem Sound eine besondere Note bei. Denn weder zuvor noch danach, war sein mit den Jahren immer extremerer Gesang so vielseitig wie auf diesem Album und zugleich zugänglicher wie hier. Ich bin immer wieder fasziniert davon, wenn ich darüber nachdenke, was er für eine Entwicklung hingelegt hat. Jetzt schreibe ich weiter oben davon, dass er die Brücke von alt zu kauzig geschlagen hat und gehe nicht tiefer drauf ein. Es kann nur ein kurzes Beispiel geben: „Who Are You This Time“. Höre ich diesen Titel, so bekomme ich das gleiche Gefühl, wie damals, als ich „The Heart Of Saturday Night“ gehört habe. Seine gereifte Stimme trifft auf den klaren, warmen, minimalistischen Sound der frühen Tage. Mit dieser Art der Gesangslinien, hat er mich damals bekommen. Soul und Blues in einer ganz eigenen Interpretation. Diese Fähigkeit ist atemberaubend. Ich würde dieses Album als absoluten Türöffner für diesen Sound ausweisen. Wer mit Waits in seiner akustischen Experimentierphase noch nichts anfangen kann, weil das natürlich auf den ersten Hör außergewöhnlich und gewöhnungsbedürftig klingt, dem dürfte dieses Album Hilfe verschaffen. Hörbeispiele:Dirt In The GroundWho Are You This Time
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von Pillamyd » Samstag 8. März 2025, 10:08
kingdiamond hat geschrieben:Aktuell habe ich keine Lust auf beide. Bin immer noch im Thrash-Tief …vielleicht kommt ja mit der neuen MACHINE HEAD die Lust zurück.
*aufdiezungebeiß* Zu SEPULTURA: SOULFLY haben mich nie interessiert. Das war musikalisch nie so richtig meine Baustelle. Man kann natürlich darüber diskutieren, inwieweit das eine oder das andere besser war. Das ist aber wahrscheinlich genauso mühselig wie die Diskussion um Max Cavalera. Ich finde die Alben nach "Roots" mindestens mal interessant. Mit "Dante XXI" wieder sehr gut und danach zeigte die Formkurve ständig nach oben. Ich finde es sehr schade, dass nach der großartigen "Quadra" schluss sein soll. Aber bei der ausgedehnten Abschiedstour gibt es immer noch Hoffnung. Immerhin gibt es von einem Gewissen Kisser ja doch auch schon Überlegungen um einen gemeinsamen Auftritt mit den Cavalera Brüdern. Was man daraus alles spinnen könnte. Immer dieser Gossip 
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von kingdiamond » Samstag 8. März 2025, 11:39
Pillamyd hat geschrieben:*aufdiezungebeiß* Anlassbezogen hör ich ja auch „klassischen“ Thrash - CATBREATH, EXODUS, DEATH ANGEL liefen alle erst… wenn es läuft ist es auch immer gut, aber es packt mich derzeit auch nicht so, dass ich da von alleine auf „Entdeckungsreise“ gehe. Ist aktuell nur Nebengenre bei mir. 
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von Holger Andrae » Donnerstag 13. März 2025, 00:10
New Model Army:
Eine Band, bei der ich in letzter Zeit wieder verstärkt lausche. Bin immer noch lange nicht so komplett wie ich gern wäre und eigentlich erst durch den Erwerb der Sullivan-Soloscheibe "Surrounded" wieder an die Klasse der Band erinnert worden. In den Texten finde ich mich ziemlich oft wieder, so war 'Better Than Them' lange Zeit ein mit selbstreflektiertem Augenzwinkern mitgesungener Song "unserer Clique" in den 90ern. Drei Mal jede Woche in der gleichen Bar/Kneipe auf dem Kiez, immer wieder über Leute abgelästert. Eine oberflächliche Zeit, wie ich heute gern sage, aber irehndwie auch herrlich unbeschwert. Aber es geht hier ja dieses Album, welches ich ebenfalls ganz toll finde. Diese Mischung aus Punk-Attitüde, etwas Folk und Indie-Rock geht mir immer sehr gut rein. Das formidable Live-Album Raw Melody Men ist ebenfalls sehr zu empfehlen.
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von Holger Andrae » Donnerstag 13. März 2025, 00:16
Marillion:
Da war das noch meine Band. Texte zum Versinken und Songs zum Schweben. Aber es war ein Weg zu eben diesen Erkenntnissen, denn es war anders als "Fugazi", meinem absoluten Marillion-Favorit. Irgendwie direkter, irgendwie auch düsterer, aber gleichzeitig auch eingängiger. Verwirrende Beschreibung? Ja, allerdings. 'White Russian' ist nicht nur ein Getränke-Favorit von mir. Das wusste ich damals aber noch nicht. Da gab es Bier, Apfel/Vodka und Schwarze Schweine. Ja, Alk-Legasthenie, ich weiß. Ich lamentiere hier schon wieder dünnen Sinn, entschuldige, aber diese Musik macht mich redselig. Das Album ist jetzt mal wieder heraus gezogen zum abendlichen Genuss demnächst. Vielen Dank für diese Anregung.
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