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von Holger Andrae » Samstag 7. Oktober 2023, 22:34
Nils Macher hat geschrieben:hölgs #3 MINOTAUR - 'Tales of Terror' Geil! 80er Thrash-Demo, das so klingt als hätte es eine KREATOR/VENOM-Split so doll getrieben, dass HELLOWEEN und BATHORY sich noch kurz für den schlüpfrigen Höhepunkt dazu gesellt hätten. Ist schon ein wilder Ritt, den die Jungs da fabrizieren. Kannte ich bislang nicht, so ziemlich das Gegenteil von meinem Thrash-Song heute. Aber sehr unterhaltsam. Wenn es da etwas für anständiges Budget zu kaufen gibt, gucke ich mir das an.
Oha. Da hätte ich jetzt maximal mit einer belustigten Reaktion gerechnet. Die Beschreibung trifft es sehr gut. Weshalb ich schmunzeln musste bei der Wahl: Das sind drei Schulkameraden von mir, die danach beinahe bei Roadrunner gelandet wären. Ich war andauernd bei denen im Proberaum und später dann Fahrer/Roadie. War eine wilde Zeit. Der Schlagzeuger hat die Band bis vor kurzer Zeit weiter geführt, während Ulf und Zenk EROSION gegründet haben. Nach diesem wirklich tollen ersten Demo klang man immer mehr nach Kreator, weil Andi, der neue Sänger halt auch nach Mille klang. Die Jungs waren auf dem Rock-Hard-Sampler "Teutonic Invasion" und haben in sehr langen Abständen Alben auf unterschiedlichsten Labels veröffentlicht. In Südeuropa und Skandinavien sind die ziemlich angesagt. Leider war das live immer eine "wackelige" Nummer, deren Höhepunkt war, dass man in der großen Markthalle zu Hamburg als lokaler Support von Vendetta und Helstar spielen durfte. Bei diesem Auftritt ist Basser Marco dann frontal mit Instrument vor dem Bauch von der Bühne gefallen. Ham' wir gelacht. Kenneth Thiessen hat geschrieben:Hölg #3 MINOTAUR - Tales Of Terror
Das Intro erinnert mich irgendwie schon an MANOWAR, wobei ich finde, dass der Rest des Songs dann nicht ganz so dazu passt. Da hätte ich es beispielsweise lieber, wenn man direkt anfangen würde zu dreschen. Das ist natürlich sehr derber Thrash, den ich cool finde, da ich ja auch großer Fan der alten KREATOR und SODOM-Dinger bin. Aber zwischendurch wieder in Power Metalartige Gefilde zu wechseln, find ich jetzt nicht so nötig. Bin zwiegespalten.
Hahaha, ich mag den Song ja gerade deswegen. Die anderen Songs sind zumeist krachiger. https://www.youtube.com/watch?v=53dnHSHKXfw
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Kenneth Thiessen » Samstag 7. Oktober 2023, 22:37
Holger Andrae hat geschrieben:Kenni 1: Pofanatica - Jehova Fading Noch nie gehört. Die Gitarre ist schön saftig. Das rabiate Drumming blubbert mir etwas zu basslastig, da geht für mich die Dynamik flöten. Das ist wie Sunnn O))) in schnell. Nur Rhythmik, obendrein komme ich mit der gutturalen Wordwiedergabe nicht klar.
Jo, Dynamik wird bei denen nicht wirklich groß geschrieben, obwohl die in dem ein oder anderen Song immer mal wieder doomig-schlürfende Parts einbauen. Aber abgesehen davon ist das halt ziemlich stumpfer Old-School-BM amerikanischer Art, den die Band jetzt schon seit 1990 zelebriert. Nils Macher hat geschrieben:Kenne #1 PROFANATICA - 'Jehovah Fading'
An der Band scheiden sich bekanntermaßen die Geister. Instrumental wäre das sogar meine Baustelle, aber beim Gesang bin ich leider komplett raus. Kurzer Song, muss ich nicht nochmal hören.
Hatte mir auch schon gedacht, dass das dir instrumental gefallen könnte. Am Gesang scheiden sich dann wirklich die Geister. Ist halt ekliges Gerotze, was der Sänger da von sich gibt und ist halt nicht das typische Kreischen, das man ja im Black Metal meist antrifft.
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von Holger Andrae » Samstag 7. Oktober 2023, 22:39
Nils Macher hat geschrieben:hölg #4 PRETTY MAIDS - 'City Light' Bei den Dänen habe ich die ersten beiden Alben im Schrank. Logisch, dass mir die Nummer hier auch super reinläuft. Riffing, Gesang, Feeling, alles auf höchstem Niveau.
Cool. Die EP lief hier rauf und runter und wird auch heute gern gehört. Da war mit 'Fantasy' auch schon der erste Song drauf, der auf späteres Material verweist. Kenneth Thiessen hat geschrieben:Hölg #4 PRETTY MAIDS - City Lights
Eine weitere dieser großen essenziellen Bands aus der Anfangszeit der 80er, von der ich bis gerade noch keinen einzigen Ton gehört habe. Bisher hielt sich mein Interesse für derartige Bands bis auf die Dinos (IRON MAIDEN, SAXON etc.) stark in Grenzen, da ich auch zurzeit in dem Bereich eigentlich nicht dabei bin neue Bands zu entdecken. Da treibe ich mich freiwilligerweise ja meist in extremen Genres herum, wobei der Song hier ganz gut ist, der bestimmt live auch gut Laune macht und einfach ein klassischer Heavy-Metal-Song ist, an dem nicht wirklich was auszusetzen ist. Guter, purer Heavy Metal!
Verstehe ich gut. Habe ja schon mehrfach geschrieben, dass ich heute nicht neu in diese Szene eintauchen möchte, weil man gar nicht weiß, was man anhören soll, wessen Tipps man testet, weil es einfach so viel gibt. Dann kommt ja noch hinzu, dass es eigentlich eine Traditions-Musik ist und man eventuell auch die alten Helden mal kennen sollte. Zeitlich unmöglich. Du machst das schon einen coolen Ohren-Spagat!
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Nils Macher » Samstag 7. Oktober 2023, 22:41
Holger Andrae hat geschrieben:Nils 4:Archive – Londinium In konspirativen Sitzungen schon mehrfach zu hören bekommen. Das ist zumeist sehr reduzierter Sound. Die Trip-Hop-Elemente ziehen mir natürlich die gerade nicht vorhandenen Schuhe aus. Trip Hop ist Krieg Ich nehme ein subjektive Parallele zu Björk wahr. Die bewundere ich, obwohl ich mit ihrer Musik gar nichts anfangen kann. Kreide auf Tafel. So schlimm ist es hier nicht, aber dieser Milchglas-Sound ist anstrengend für mich. Ich denke immer:" Es nehme mal jemand die Wolldecke aus den Boxen." Die Geräuschkulisse im Finale lässt im Kopfkino Experimente an Ochsenfröschen abspielen, bei denen man den armen Kröten die Nase zuhält und sie durch einen Trichter ausatmen lässt.
Haha, Ochsenfrösche. Ja du hast da spannende Assoziationen. Entspricht nicht meinen typischen Hörgewohnheiten, aber bei ARCHIVE klickt es irgendwie. Ich kann nicht erklären, wieso das so ist. "Trip Hop ist Krieg" ist ein toller Albumtitel! Kenneth Thiessen hat geschrieben:Nils #4 ARCHIVE - Londinium
Hier gefällt mir die Atmosphäre echt gut. Im ersten Teil des Songs die warme Frauenstimme mit den verhaltenen Streichern und den anderen Instrumentierungen. Dann kommt aus dem Nichts der Rap-Part, den ich auch ziemlich cool finde, wobei die Beats da auch schon modern produziert sind. Wenigstens klingt die Stimme des Rappers noch relativ oldschool. Sehr interessant, wird sich auf jeden Fall gemerkt, wobei die Frage natürlich besteht, ob die restlichen Songs der Band auch von diesem Wechsel zwischen singender Frauenstimme und der sprechenden Männerstimme geprägt sind?
Rosko John war früher als Rapper bei einigen Platten dabei, bin bei der Band aber auch nicht der größte Experte.
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von Nils Macher » Samstag 7. Oktober 2023, 22:43
Holger Andrae hat geschrieben:Nils 5: Savage Master –Mask Of The Devil Hihi, was soll ich dazu sagen. Rumpel as rumpel can be. Der Hype hat mich amüsiert. Live war das tatsächlich maximal unterhaltsam. Eine Band, die sich wunderbar vermarkten kann, mit Gabriel Management im Rücken nicht schwer. Ich behaupte, ohne diesen Rückenwind, würde das niemanden interessieren. Kann ich mir natürlich gut anhören, brauche ich aber nicht.
Hype ist hier definitiv der korrekte Begriff. Laut MS habe ich das Ding im Plattenladen eingetütet und retrospektiv halte ich das eher für einen Spontankauf mit zu vielen Euros im Geldbeutel. Habe ich danach selten gehört. Kenneth Thiessen hat geschrieben:Nils #5
SAVAGE MASTER - Mask Of The Devil Irgendwo zwischen klassischem Heavy Metal und Thrash Metal befinden sich SAVAGE MASTER. Die Stimme find' ich jetzt nicht ganz so ansprechend, obwohl da schon Aggression drin ist. Aber das klingt für mich wie eine Kleinkind-Version von Dave Mustaine. Vielleicht kann man sich daran auch gewöhnen, denn musikalisch ist das nicht schlecht - besonders die melodischen Leads und Soli in der zweiten Hälfte des Songs.
Auf Mustaine wäre ich nicht gekommen 
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von Kenneth Thiessen » Samstag 7. Oktober 2023, 22:49
Nils Macher hat geschrieben:Kenni #2 SPELLING - 'Boys at School'
Künstlerin kenne ich nicht. Kurzer Eindruck und Recherche: Dunkler Kammer-Pop, irgendwo zwischen GOLD (oder wie auch immer die sich jetzt schreiben), SOPHIE HUNGER und SOAP & SKIN. Da ich Alben aller drei genannter Bands besitze, ist klar, dass mir das hier auch gefällt. Das gewisse Etwas fehlt mir hier aber noch, vielleicht gibt es das ja bei einem anderen Song oder Album von SPELLING. Landet auf der Beobachtungsliste!
Die drei von dir genannten Bands kenn' ich nicht. Aber der Song 'Boys At School' stammt in der Originalversion von dem Album "The Turning Wheel", das innerhalb der Diskographie der Künstlerin das symphonischste und orchestralste Werk ist. Das Debüt "Pantheon Of Me" ist noch etwas schroffer, progressiver, experimenteller und KRAFTWERK-iger, während der Zweitling "Mazy Fly" dann schon etwas poppiger und melodischer ist. Holger Andrae hat geschrieben: Kenni 2:Spelling –Boys At School Ebenfalls noch nie gehört.Ui, das fängt toll an. Sehr gefühlvolles Piano und ein wundervoll hauchende, tiefe Frauenstimme. Die minimale Steigerung mit sanften Beats gefällt mir dann ebenfalls ganz ausgezeichnet. Auch die spartanische, aber gleichzeitig stimmungsvolle Instrumentierung ist sehr schön. Ist das am Ende eine Violine oder doch die Gitarre? Egal, es ist wunderschön. Wahrscheinlich ein Album zum Abtauchen?! Das wird auf jeden Fall näher ergründet. Toller Tipp! Ach, wo kommt es her? Ha, Bay-Area
Bei den Instrumentierungen bin ich mir nicht ganz so sicher, weil die damit schon viel rumspielt, aber dennoch eine klare, nachvollziehbare, warme Atmosphäre erschafft. Dazu kommt noch ihre facettenreiche Stimme, die sich wirklich je nach Stimmung des Songs wunderbar verändern kann. Dazu fällt mir immer wieder das mantrische und von der Atmosphäre fast doomige 'Cherry' ein, in der ihre Stimme noch einmal komplett anders klingt. Hier in der Neuaufgenommenen Version: https://www.youtube.com/watch?v=UMa19fg ... =SPELLLINGIn diesem Jahr kam übrigens eine Rerecording-Album raus, in dem ein paar der Songs der ersten drei Alben neu aufgenommen wurden. Darunter ist auch 'Boys At School', der in der neuen Version so klingt: https://www.youtube.com/watch?v=w1g6zei ... ling-Topic.
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von Kenneth Thiessen » Sonntag 8. Oktober 2023, 20:30
Nils Macher hat geschrieben:Kenni #4 VALINOR - 'Shores of Valinor' Bekommt natürlich wegen des Namens schon einen positiven Vermerk im Klassenbuch. Klanglich dann irgendwo zwischen Black-Metal-Einmannprojekt und Rollenspieler-Synthiekram. Bisschen Power Metal dabei und fertig ist der griechische Klang-Mantikor. Bonus für die Nischigkeit,da wundert es mich schon, was Kenni da so für obskures Zeug in der Sammlung hat.
Zur Klarstellung wollte ich noch erwähnen, dass sich dieses Demo bisher nicht in meiner Sammlung befindet. Wie kurz vor Beginn der Runde geschrieben, habe ich mir bei der Songauswahl komplett freie Wahl gelassen und dann diesen Song sozusagen als Antwort auf den MINOTAUR-Song von Holg gewählt, den ich ähnlich zerstückelt und aus extrem unterschiedlichen Parts zusammengebaut empfand. Holger Andrae hat geschrieben:Kenni 4: Valinor – Shores Of Valinor Oha. Ganz andere Baustelle. Stampf Metal. Mit einem Schlagzeug aus der Dose. Klanglich wie ein Demo und dabei charmant rudimentär. Viel gewollt, manches noch nicht ganz gekonnt. Der Facettenreichtum in diesem einen Song ist schon sehr beachtlich. Auch im Gesang. Falls das immer der gleiche Mensch sein sollte, Hut ab! Manchmal muss man schon schmunzeln, aber das macht nichts. Unterhaltsam.
Unterhaltsam ist der Song in jedem Fall, da nach ein paar relativ normalen Death/Thrash-Riffs auf einmal dieses ultrakitschige Keyboard plus Klargesang kommt. Ich habe die Band mal gefunden, als ich auf der Suche nach epischem Death Metal war. Aber so ganz das, was ich wollte war auch VALINOR nicht. Schmunzeln muss ich bei der Band auch immer wieder.
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von Kenneth Thiessen » Sonntag 8. Oktober 2023, 20:45
Holger Andrae hat geschrieben:Kenni 5 : Reverorum Ib Malacht – No Death Uppsala, was ist das denn? Zähflüssig, dröhnend, mit einem an Laibach erinnernden Drumsound. Der Sänger hat offenbar den Mund voller Erbsensuppe. Plötzlich eine ganz andere Gesangsstimme, die so gar nicht zum Rest passen will und dann auch noch Tempoerhöhung. Leider ist das nervige Getriggere des Schlagzeug so dominant, dass alles andere dahinter verschwindet. Dann gibt es gefühlte drei Stunden nur noch Geräusch. Ist das ein vertontes David-Lynch-Gedicht? Nun spricht jemand unverständliche Psalme. Was mich bei solcher Musik beinahe ärgert: Weshalb diese beschissene Klangqualität, wenn man so viele Ideen umsetzen will und niemand irgendwas verstehen kann. Dann lieber Obituary, die früher gar keine Texte geschrieben haben. Nee, nicht nochmal.
Ich kann das schon gut nachvollziehen, dass man von dieser Art von Soundgestaltung genervt ist. Wenn man das Ding zum ersten Mal hört, geht da schon viel einfach unter, was man mit besserer Qualität noch besser hätte heraushören können. Wenn man sich aber mal mit den anderen Alben der Band beschäftigt hat, merkt man, dass das soundtechnisch in der Diskographie sogar noch schlechter geht und von Durchlauf zu Durchlauf erschließt sich einem sowieso noch die ein oder andere Facette. Ist halt viel schwerer und zermürbender sich hier etwas zu erschließen, als bei einem vernünftig produzierten Album, das man sich erarbeiten muss. Mir macht das aber Spaß, mich mit der Band auseinanderzusetzen. Da habe ich beim diesjährigen Album "Kyrie Eleison" auch erstmal einige Runden gebraucht, bis da irgendwas hängengeblieben ist. Nils Macher hat geschrieben:Kennis #5 ist ein ganz kurzer Song von REVERORUM IB MALACHT. Band kenne und mag ich, aber obwohl ich da auch etwas im Regal habe, bin ich noch nie ganz tief abgetaucht in das Werk der Truppe. Gehört für mich in die Schublade "Wirkungs-Black-Metal". Denn wenn wir mal ehrlich sind, ist Songwriting keine Dimension, an die sich die Schweden erinnern möchten. Trotz vieler elektronischer Spielereien und sonstiger Klangeskapaden geht das hier in vielen Kreis als trve durch. Mir eigentlich wumpe, denn es werden stets Grenzen ausgelotet. An der Stelle mit Frauengesang und Nähmaschinen-Drums habe ich tatsächlich die Anlager noch ein bisschen weiter aufgedreht ... die Sogwirkung ist einfach enorm. Was mir aber auch hier wieder sauer aufstößt, ist die Veröffentlichungspolitik. Mal gibt es alle Medien, dann nur Digital oder nur Vinyl. Ich hätte gerne einfach eine schnöde CD, danke. Song läuft jetzt weiter, ich setze inzwischen "Not Here" auf den Einkaufszettel.
Ich wusste erstmal nicht, ob dir der Song gefallen würde, da ich mir nicht ganz sicher war, wie du zu diesem recht ausgeprägten Industrial-Touch des Songs stehen würdest. Freut mich aber zu hören, dass es dir gefällt, da die Schweden für viele ja auch die Grenze zur Unhörbarkeit immer wieder überschreiten. Die Veröffentlichtungspolitik ist auch ein Aspekt, der mich an der Band stört. Das letzte Album, das auch auf CD erschien, war die "Im Ra Distare Summum Soveris Seris Vas Innoble", die bei uns ja leider ziemlich schlecht weggekommen ist, ich aber schon ganz gut finde. Von den sieben folgenden Alben sind ja zwei nichtmal physisch erschienen, was ich im Falle von "Aieganzes Aigonzis: Angels Of God" sehr, sehr schade finde, da die ein ziemlich heftiger Industrial Black Metal/Noise/Techno-Brocken ist, den man sich auch erstmal erarbeiten muss. Die "Svag I Döden" dürfte dir sicherlich auch gut gefallen, da dort der Industrial-Anteil etwas zurückgefahren ist und einem symphonisch-epischen Ansatz weicht, der aber absolut nicht kitschig ist, sondern sich immer noch in den Grenzen des Bandsounds befindet, aber von den neueren Alben der Band wahrscheinlich den klarsten Sound hat. Zu den restlichen Scheiben schreibe ich mal bei Bedarf und Interesse auch was. Da ist die "Not Here" nur die Spitze des Eisberges dessen, was sich da noch in der Diskographie der Schweden alles verbirgt.
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Kenneth Thiessen
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von Jhonny » Sonntag 8. Oktober 2023, 21:26
Ich lese das hier übrigens immer alles super gerne nach! Auch wenn ich es oft nicht schaffe, das zu kommentieren habe ich viel Freude am mitlesen 
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Jhonny
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von Nils Macher » Montag 9. Oktober 2023, 12:32
Kenneth Thiessen hat geschrieben:Ich wusste erstmal nicht, ob dir der Song gefallen würde, da ich mir nicht ganz sicher war, wie du zu diesem recht ausgeprägten Industrial-Touch des Songs stehen würdest. Freut mich aber zu hören, dass es dir gefällt, da die Schweden für viele ja auch die Grenze zur Unhörbarkeit immer wieder überschreiten.
Die Veröffentlichtungspolitik ist auch ein Aspekt, der mich an der Band stört. Das letzte Album, das auch auf CD erschien, war die "Im Ra Distare Summum Soveris Seris Vas Innoble", die bei uns ja leider ziemlich schlecht weggekommen ist, ich aber schon ganz gut finde. Von den sieben folgenden Alben sind ja zwei nichtmal physisch erschienen, was ich im Falle von "Aieganzes Aigonzis: Angels Of God" sehr, sehr schade finde, da die ein ziemlich heftiger Industrial Black Metal/Noise/Techno-Brocken ist, den man sich auch erstmal erarbeiten muss. Die "Svag I Döden" dürfte dir sicherlich auch gut gefallen, da dort der Industrial-Anteil etwas zurückgefahren ist und einem symphonisch-epischen Ansatz weicht, der aber absolut nicht kitschig ist, sondern sich immer noch in den Grenzen des Bandsounds befindet, aber von den neueren Alben der Band wahrscheinlich den klarsten Sound hat. Zu den restlichen Scheiben schreibe ich mal bei Bedarf und Interesse auch was. Da ist die "Not Here" nur die Spitze des Eisberges dessen, was sich da noch in der Diskographie der Schweden alles verbirgt.
Mir gefällt das Zeug halt, aber ich finde die Band weder historisch noch persönlich so relevant, dass ich mich da kostentechnisch aus dem Fenster lehnen oder leidenschaftlich hinter dem Backkatalog her sein würde. Wenn mir etwas über den Weg läuft, kaufe ich sicher noch etwas.
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