Auch diese Band hat keinen eigenen Thread - erstaunlich, zumal sie ja eine der großen Acts im Death Metal ist. Oder aber, ich habe den Thread übersehen.
Bei mir laufen gerade die letzten Takte der Scheibe von 2018. Damit habe ich mich dann auch bei DEICDE einmal quer durch die Diskographie gehört. Musikalisch ist das Top! Textlich,aus meiner Sicht, Flop! Einzig die beiden Alben "Insineratehymn" und "In Torment In Hell" sind qualitative Ausrutscher. Die ersten vier Scheiben sind auf höchstem Niveau! Unter den Vier gefällt mir die "Serpents Of The Light" am meisten. Ich weiß, "Legion" und das Debüt sind Referenzwerke, was Florida Death Metal angeht. Aber Album 3 und 4 gefallen mir da besser. "Legion" gefällt mir dabei auch besser als das Debüt. Der Sound ist irgendwie heavier und zwingender. Dann kommen die beiden Aussetzer. "Insineratehymn" ist irgendwie völlig eindruckslos an mir vorbeigelaufen - völlig gesichtslos. Auf der "In Torment In Hell" gefällt mir wenigstens die zweite Hälfte, wobei der Sound ja auch nicht optimal ist.
"Scars Of The Crucifix" war dann in allen Hinsichten eine Weiterentwicklung. Das hat mir schon viel besser gefallen. Besonders "The Pentecostal" mit dem brillianten Klavier-Solo! Insgesamt ein gutes Album.
"The Stench Of Redemption" war dann das Album, das mich komplett abgeholt hat. Diese extreme Härte in Verbindung mit den unvergleichlichen Solo, die hier gezockt werden, ist eine Synergie, die ich in Zukunft nicht mehr missen will. Der Titeltrack, 'Crucified For The Innocence' und 'Homage For Satan' sind straighte Ohrwürmer. Der Nachfolger ist dann ein bisschen schwächer, bewegt sich trotzdem in den gleichen Sphären wie "The Stench Of Redemption.
"To Hell With God" fällt dann sehr, sehr Thrashlastig aus und bleibt trotzdem melodisch - tolles Album!
"In The Minds Of Evil" soll laut den Spotify-Aufrufen, das beliebteste Album der Band sein. Gut war es, aber auf jeden Fall nicht überragend. Ich frage mich auch, warum der Titeltrack der beliebteste Song von DEICIDE auf Spotify ist. Davon Abgesehen, ist das Album gut und besser als der Vorgänger.
Der 2018er-Output hebt sich dann vom Niveau von den beiden Vorgängern um einiges ab. Wieder einmal können die Jungs mit toller, melodischer Gitarrenarbeit und all den aggressiven Charakteristika punkten. Der Duo-Opener und die letzten vier Tracks sidn meine Favoriten.
Insgesamt gefällt mir die Spätphase also besser als die Frühphase, obwohl ich "Serpents Of The Light" im Gesamtranking wahrscheinlich auf Platz 2 setzen würde. Dafür sind dort der Titeltrack und 'At Father Bakers' einfach viel zu Gut. Außerdem gefällt mir der Sound auf dem Album aus der Frühphase am meisten.
