Gruppe 11:
Blöde Gruppe, fast alles gut und toller. Da fällt die Reihung sehr, sehr schwer.
RUNNING WILD - The Rivalry
=> Jo, wie sehr ich diese Band liebe, weiß ja nun jeder. "The Rivalry" ist dann wohl die letzte Scheibe der großen Ära, als RW noch eine richtige Band war. Für mich schon einen Tick schwächer als die Alben davor, aber immer noch wahnsinnig gut, und das Titelstück gehört natürlich zu den Highlights. Danach kam dann die Sasso-Ära. Ihr wisst: Auch da mag ich RW noch immer sehr, aber ja, "Rivalry" war schon noch mal ein anderes Kaliber.
BLIND GUARDIAN - Beyond the Ice
=> Auch wenn ich von RW an sich der noch größere Fan bin als von BG, wären die Wächter hier trotzdem mit jedem Song der "Follow The Blind" ganz klar auf der Eins, wenn der betreffende Kamerad nicht die Frechheit gehabt hätte, ein Instrumental zu wählen. Das tut man doch nicht! Nicht, wenn ich mitspiele...

Trotzdem prominent platziert, weil wir hier eben doch noch in der Phase der ganz großen Teutonenstahlklassiker sind und ich mich nicht überwinden kann, den Song nicht als Repräsentanten eines großen Albums zu sehen. Obwohl es das verdammte Instrumental ist... Wer macht denn so etwas? Ihr seht mich fassungslos.

- Aber vielleicht kann ja so wenigstens der Holg mal einen blinden Wächter goutieren, wenn er Hansi nur buzzern hört.
PARADOX - Product of Imagination
=> Das Steinhauer-Debüt. Natürlich toll in Tüten. Einer der wirklichen Qualitätsgaranten im deutschen Thrash Metal. Leider habe ich da bisher auch nur die ersten beiden Alben. Muss ich mal ändern.
ANGEL DUST -To Dust You Will Decay
=> Volltreffer, natürlich. Deutlich anders als das Debüt, das Romme geprägt hat. Hier zieht S.L.Coe die Strippen + Assmuth + Banx. Etwas technischer und verspielter. Sehr schönes Album und genauso gut wie der Erstling, trotz der Stilverschiebung.
DEPRESSIVE AGE - The Light
=> Wie schon bemerkt: Tolle Band, viel zu sehr übersehene Band. Spannender Song, toll arrangiert. Vielseitig, technisch, verkopft und doch einschmeichelnd.
PINK CREAM 69 - Gods Come Together
=> Die postderische Phase der Kremigen habe ich bisher nicht intensiver verfolgt, aber mir ist natürlich bekannt, dass die Band immer noch sehr gut ist. Der Song bestätigt das. Muss ich mal irgendwann weiter machen. Ist ja vieles günstig zu bekommen.
SUDDEN DEATH -Dust In The Wind
=> Das ist natürlich genau mein Teutonenbrot. Habe ich als Original nie erwischt; den Rerelease auf Golden Core habe ich bei Neudi mitbekommen, aber mir bisher noch nicht zugelegt. Sollte ich wohl auch haben, ja. Zwar schon irgendwie ein bisschen "hinter Liga"... aber darauf stehe ich in manchen Genres ja sehr... so auch hier.
So, und nun kommen die Sachen, die man (als Rabe) nicht kennt...
SCENE X DREAM - Dream Away
=> Oha. Cool. Toller Basssound, manchmal knapp too much, aber hey, ich liebe "The Lord Of Steel (Hammer Edition). Toller Sänger. Habe ich 0,0 auf dem Schirm gehabt, die Band. Doch, macht Spaß, wenn auch vielleicht einen Tick fluffig und funky für mich. Daher kommt' nicht an den alten Eisenhauern vorbei, obwohl es eine absolut positive Überraschung ist.
Und am Ende wird's dann doch noch haarig... Dickes Sorry an Eike und Olli, aber da sind meine Scheuklappen dann doch noch zu gut festgezurrt.
MAROON - And If I Lose, Welcome Annihilation
=> Brrr... in den Versen ziemlich grausiger, melodiebefreiter Brüllwürfel-Metalcore. Im Refrain-Bereich kommt - nahezu obligatorisch für das Genre - ein Stück weit die Schweden-Schule durch. Das ist dann angenehm, rettet den Song aber auch nicht, vor allem, weil er dann auch schon aus ist, wenn er gerade besser wird. Schade.
SELIG - Ich geh' nochmal spazieren
=> Ja... jetzt wird's ganz schwierig. Ich glaube, das ist tatsächlich bisher der Song, der mir am wenigsten gefällt, in diesem Turnier. Das bereitet mir körperliches Unwohlsein. Ich mag nichts daran. Ich mag die Stimme nicht, die Elektronika, die Loops nicht, das Gezogene, Gequälte, Nölende, den Ausdruck, die Ästhetik... alles ganz fremd und dabei leider nicht anziehend oder spannend für mich, wie manch anderes Fremdatige. Sorry, da kriege ich eine ziemlich unwohlige Gänsehaut.

alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38