von Rüdiger Stehle » Freitag 5. März 2021, 21:27
Den Rezensenten "kenne" ich von einem kurzen Gastspiel in einem der Foren. Ich glaube es war im SMB, bin mir aber nimmer sicher. Grundsätzlich mag ich solches Geschwurbel gar nicht ungern, weil ich diese gekünstelte Bardensprache recht cool finde, und ich bin da tatsächlich mal ganz kurz am Überlegen gewesen, ob ich auch öfters mal jegliche Bodenhaftung verlieren sollte, um ins poetische Huldigen zu verfallen. Was mich dann wieder geerdet und nüchtern gemacht hat, waren seine fein eingewobenen Seitenhiebe auf klassische Rezensionsarbeit, die er ja quasi anmaßend zu finden scheint. Da sehe ich nun die Krux daran. Was will Rezension vor allen Dingen? Die eigene Eloquenz in ergebener Huldigung des Werkstücks demonstrieren, oder vielleicht doch ein paar Infos herüber bringen, die dem Hörer wenigstens ansatzweise vermitteln, was auf ihn zukommen könnte. Muss jeder selber wissen. Trotzdem ist so etwas bisweilen schön zu lesen.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38