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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Drumtier » Samstag 2. Januar 2021, 13:56
Ich habe mir gedacht, ich mache für meine Jahresliste diesmal auch einmal einen eigenen Thread auf. Sonst würde ich die Liste einfach so irgendwo posten und hier findet vielleicht ja doch jemand Inspiration, vielleicht alleine schon weil eine Liste mit 50 % Death Metal eine Sehenswürdigkeit ist, vielleicht weil auch andere Musik darin ist, die auf Wohlgefallen stößt. Außerdem schreibe ich schon seit Jahren kleine Posting zu meinen Top 10 auf Facebook und stelle die Musik möglichst kurz vor. Als Zweitverwertung kopiere ich euch das einfach dazu, auch wenn das natürlich am ehesten für Metal-Laien geschrieben ist und durchaus launischer, als ich eine nüchterne Musikbeschreibung sonst machen würde.
Aus Gründen leichterer Zitierbarkeit werde ich die Plätze auf einzelne Posts aufteilen, aber trotzdem jetzt alles auf einmal posten.
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von Drumtier » Samstag 2. Januar 2021, 13:56
10. Cytotoxin: Nuklearth / CD Nanu? Da pushe ich Cytotoxin jedes Jahr in dieser Liste, und kaum schaffen sie mit dem letzten Album so etwas wie einen Durchbruch, legen sie ein weiteres starkes Album nach und schaffen es nur knapp in die besten 10? Die Pandemie hat für viele Bands Aufnahmepläne verschoben, veröffentlicht hat gefühlt nur, wer wirklich fertig war, und damit erschien für mich weniger, aber dafür in höherer Qualität. Aber auch die besten Top 10 der letzten Jahre können den bandtypischen Tech Death, mit ein bisschen Grind und sehr viel Groove, nicht ganz verdrängen. Unter anderem, weil sie ihr Gespür für Melodien noch weiter verbessert haben. Man genieße das Solo ab 4:25 und hoffe, dass diese noch zu quarantänelosen Zeiten veröffentlichte „Festung“ bald nur noch als Erinnerung an damals dient. https://www.youtube.com/watch?v=22yONCl5aoI
Zuletzt geändert von Drumtier am Samstag 2. Januar 2021, 13:58, insgesamt 1-mal geändert.
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von Drumtier » Samstag 2. Januar 2021, 13:56
9. Katatonia: City Burials / CD Nachdem Katatonia 2017 eine vorläufige Pause angekündigt haben, war auch angesichts einiger Besetzungswechsel nicht ganz klar, ob es bei einer zeitlich begrenzten Pause bleiben würde. Aber sie sind zurück und es gibt wieder gewohnt guten melancholischen Rock, der mal proggiger, mal eingängiger serviert wird. Das Album ist zwar insgesamt etwas durchwachsen, aber im Opener beweisen sie, dass sie es nicht verlernt haben, Songs zu schreiben. Der dornige Beginn lässt nicht erkennen, worum es sich handelt, der schmeichelnde Pre-Chorus (2:45) zeigt, dass der Song eine Rose ist, die im zuckersüßen Refrain (3:01) endgültig aufblüht. https://www.youtube.com/watch?v=4jb7seDi6Co
Zuletzt geändert von Drumtier am Samstag 2. Januar 2021, 13:59, insgesamt 2-mal geändert.
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von Drumtier » Samstag 2. Januar 2021, 13:57
8. Akurion: Come Forth To Me / CD Der Bassist von Cattle Decapitation ist ja auch bei Cryptopsy tätig und davor in den vielfach vergessenen Neuraxis. Aus dieser Band haben sich er, der Gitarrist und der Schlagzeuger gefunden, um mit dem ehemaligen Sänger von Cryptopsy ein Projekt zu starten. Da der aktuelle Sänger von Cryptopsy der mit Abstand schlechteste ist, ist es schon eine Wohltat, den zweiten und zweitbesten Sänger mit dem Bassisten zu hören, aber es gibt mehr: Im ersten Song gibt es Gastauftritte vom ersten und besten Sänger von Cryptopsy, dem legendären Lord Worm, und vom nicht minder legendären Luc Lemay von Gorguts. Superstar-Alarm sondergleichen, aber obwohl der gebotene Death Metal durchaus gefällig ist, bleibt er doch etwas hinter den (sehr hohen) Erwartungen zurück. https://www.youtube.com/watch?v=j0E1T1rcwt8
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von Drumtier » Samstag 2. Januar 2021, 13:59
7. Profanity: Fragments Of Solace / CD Wenn sich eine Band seit fast 30 Jahren im Underground hält, kann das zwei Dinge bedeuten: gut, aber nicht gut genug, oder gut, aber durch andere Umstände an der großen Bekanntheit gehindert. Meist heißt es aber, dass engagierte Leute am Werk sind, die wissen, um was es geht. Letzteres ist hier sicher der Fall, denn der knochentrockene Technical Death stellt aktuelle Sachen von Suffocation aber locker in die Tasche. Apropos, neben vielen anderen bekannten Namen im Album hat auch Terrance Hobbs von ebendiesen Suffocation hier ein Gastsolo beigesteuert. https://www.youtube.com/watch?v=lYp1uE9VDd0
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von Drumtier » Samstag 2. Januar 2021, 14:00
6. Odious Mortem: Synesthesia / CD Was wir gerade über den Underground gelernt haben, trifft auch hier zu. Eine Band, die die zweite Welle des Technical Death Metal mitgeformt hat, war dann nicht aktiv genug, um die Lorbeeren einzuheimsen. Umso größer war die Freude, als sie plötzlich ihr erstes Album nach 13 Jahren ankündigten. Unberührt von diversen Genreentwicklungen ziehen sie weiterhin ihr Ding durch und liefern supertechnischen Death Metal, der im Gegensatz zu vielen Kollegen auch die nötige Aggression nicht vermissen lässt und in den Soli durch melodisch-virtuose Gustostückerl garniert wird. https://www.youtube.com/watch?v=8q-FXZcHMUE
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von Drumtier » Samstag 2. Januar 2021, 14:01
5. The Ocean: Phanerozoic II: Mesozoic | Cenozoic / CD The Ocean haben sich in den vergangenen 20 Jahren vom Geheimtipp zu einer der bekanntesten Band im Post Metal hochgespielt. Das gelang ihnen durch einen kreativen Mix aus Härte und Melodie, verschiedenen, oft ungewöhnlichen Instrumenten und interessanten inhaltlichen Themen. Diesmal geht es vordergründig wieder um das klassische Metal-Thema der Erdzeitalter. Nach dem ersten Teil des Phanerozoikums folgen hier Teil 2 und 3. Damit sind wir der Gegenwart angekommen, das Thema für das nächste Album bleibt also spannend. Die Dinosaurier sterben bekanntlich am Ende der Kreidezeit aus, also bei 9:51. Und ja, der Sänger von Platz 9 taucht hier noch einmal auf. https://www.youtube.com/watch?v=BPMrwSwl8is
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von Drumtier » Samstag 2. Januar 2021, 14:01
4. Nocte Obducta: Irrlicht (Es Schlägt Dem Mond Ein Kaltes Herz) / CD Jedes Album seit der Rückkehr von ihrer kurzen Pause wird in irgendeiner Form als Rückbesinnung auf die goldenen Nektar-Alben angepriesen. Hier trifft das aber tatsächlich zu. Waren die letzten Werke mal punkiger, mal avantgardistischer, mal rotziger, wird hier alles in liebgewonnener Manier kombiniert. Wieder tiefer im Black Metal verwurzelt, aber nicht roh und ungestüm, sondern warm, harmonisch und durchdacht. https://www.youtube.com/watch?v=Ge_79s6NlHs
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von Drumtier » Samstag 2. Januar 2021, 14:02
3. Ulcerate: Stare Into Death And Be Still / CD Technical Death Metal teilt sich für mich in zwei Spielarten: Technik durch Rhythmus und Technik durch Geschwindigkeit. Erstere wird derzeit angeführt von Gorod, die wir hier schon wiederholt auf Platz 1 hatten. Für zweitere stelle ich hiermit Ulcerate an die Spitze. Als langjähriger Geheimtipp gaben sie dem Genre wichtige Impulse, wie sie Atmosphäre und Einflüsse von Post Metal einfließen ließen, aber trotzdem mit einer einzigartigen Wucht vorgehen. Die Musik insgesamt ist zweifellos brutal, aber es lohnt sich genauer hinzuhören. Der Gesang ist in seiner Monotonie fast schon emotional und instrumental gibt es kaum besseres, hochtechnisch, unheimlich präzise und facettenreich. https://www.youtube.com/watch?v=3ae_gLvYlpY
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von Drumtier » Samstag 2. Januar 2021, 14:03
2. A.A. Williams: Forever Blue / CD Wir kommen zum größten musikalischen Kontrast zwischen zwei Plätzen, seit ich diese Listen führe. Letztes Jahr gab ich euch zur EP den Tipp, auf das folgende Debüt-Album zu achten, um rechtzeitig zum zwangsläufig erwarteten Hype dabei zu sein. Der Hype ist real, der Hype ist da, seid ihr es? Keine Angst, ihr könnt noch zusteigen. Es gibt dieses Phänomen von Künstlern, die keinen Metal machen, aber vorrangig von Metallern gehört werden. Ich kann dieses Phänomen nicht allgemein erklären, aber diese junge Dame überzeugt mit ihrer schlichten, traurigen Musik und einer fabelhaften Stimme. Leise zu singen ist ja nicht einfach, und mit welcher Kontrolle sie dabei die Höhen trifft, ist hörenswert. Das Vibrato, die brüchig-emotionale Stimme, das ist so gewollt und das wirkt. Auch das Songwriting, die Songstrukturen, die Reihenfolge der Songs, sogar die Gastauftritte, das ist angenehm durchdacht. Da sie zuletzt noch mit Cult of Luna auf Tour war, machen hier zwei der Sänger mit. Der schreiende macht diesen Song ab 2:26 zu Post Metal, Fans nicht schreiender Musik beachten bitte nur die Musik davor, die dem Rest des Albums entspricht. Aber wieder schön mitgedacht, dreimal singt sie die Zeilen ab 3:30 alleine fertig, beim vierten Mal brüllt er mit. Das wirkt. https://www.youtube.com/watch?v=Q8-hR8J2Ess
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