Meat Loaf

Meat Loaf

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 30. Juli 2020, 11:22

Nachdem ich lange nur die ersten beiden Höllenfledermäuse und den einen oder anderen Videoclip von MEAT LOAF kannte, und mich bei unseren 70er-Charts die Herren Kollegen und Kameraden mit der Hymne schlechthin wieder an den Hackbraten erinnerten, hab ich medimopsender Weise kürzlich die Diskographie für kleinstes Geld assimiliert und jetzt wird die chronologisch abgearbeitet.

Da bei mir in sammlerischen Dingen bekanntlich seit ehedem das eherne und heilige Motto "alles oder nichts" gilt, war der Rest eine sich selbst füllende Friteuse, aber zum Glück für mich war der Schnitt im Preisbereich um 3,50 Euro. Jetzt also komplett was die Solo-Diskographie unter dem Banner MEAT LOAF angeht. Es fehlt nur das 1971er-Singer/Songwriter-Album "Stoney & Meatloaf", das dann mal eher für Ende Zwanzig aufwärts gehandelt wird.

Auf besonderen Wunsch von Marius sind hier mal die Eindrücke der ersten paar Alben, die ich bisher schon näher unter der Lupe hatte:


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"Bat Out Of Hell" (1977)

Dazu muss ich im Zweifel nicht viel sagen, denn die meisten kennen das Album und jeder kennt den ikonischen Titelsong. Mit Meat Loaf und Jim Steinman hat sich hier ein kongeniales Duo gefunden, und das Resultat ist ein Manifest, ein großer Vorgeschmack auf die Rockoper der 90er, der Bastard aus Rock und Lloyd Webber Musical, Paul O'Neill before Paul O'Neill. Es ist nicht nur der Titelsong grandios, sondern auch viele weitere Songs der Scheibe. Völlig zu recht eine der meistgespielten und meistverkauften Platten aller Zeiten.


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"Dead Ringer" (1981)

Aber mal ganz abgesehen von den Fledermäusen ist ja auch sonst längst nicht alles schwach, was der gute Mann und seine Zuarbeiter so verbrochen haben. Wenn die "Dead Ringer" (1981), dann steht die dem Debüt nicht viel nach. Nicht ganz so überbombastisch wie die erste Fledermaus, und hier und da mehr im Americana und im klassischen Rock'n'Roll verwurzelt ('I'm Gonna Love Her For Both Of Us'), aber ich kann solche Sache ja durchaus ab. Gigantisch ist das Titelstück mit dem überragenden Duett mit Cher (ja, genau die Cher!), zu dem es auch einen wundervollen Videoclip gibt. Wer diese Kurzfilm-Lovestory aus dem Jahr 1981 noch nicht kennt, der darf sich auf ein wenig klassische Schmachtfetzigkeit erster Kajüte freuen. Ladies & Gentlemen, in the white corner MEAT LOAF, and in the black corner CHER... https://www.youtube.com/embed/KSTIsZULYmY


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"Midnight At The Lost And Found" (1983)

Dieses Album, so hab ich gelesen, galt seinerzeit vielen als Enttäuschung und das kann ich ein Stück weit nachvollziehen. Ohne Stammkomponist und Produzent Jim Steinman, mit dem sich der Sänger ordentlich überworfen hatte, so dass man sich gar wechselseitig verklagte, war das Album "Midnight At The Lost And Found" für Meat-Loaf-Verhältnisse ziemlich "stripped down", was ja letztlich bereits das Cover-Artwork überdeutlich vorweg nimmt. Der wagnerianische Bombast fehlt fast komplett und die Theatralik ist deutlich zurück gefahren, dazu kommt eine recht trockene Produktion von Tom Dowd, ohne Grandeur und ohne Theaterdonner. Also eher Dreigroschenoper als Fliegender Holländer, wenn man so will? Jo, aber das meine ich nun durchaus positiv. "Midnight..." ist recht basischer Rock'n'Roll mit Singer-Songwriter-Einschlag, und es hat einige wirklich coole Songs, wie den Opener 'Razor's Edge' und das folgende Titelstück. Die Masse mochte das Album nicht, und nach zwei Charterfolgen, flog Meat Loaf zumindest in der US-Heimat aus den Billboard-Charts. Die deutschen Fans waren treuer.


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"Bad Attitude" (1984)

Des Hackbratens vierter Streich "Bad Attitude" hat nach dem etwas durchwachsen aufgenommen, aber ganz sicher nicht schlechten Drittling wieder ein deutlich stärkeres bzw. bandtypischeres Durchschnittslevel, finde ich. Zwar ist Steinman erneut nicht in größerem Stil an Bord - bis auf zwei Songs, 'Nowhere Fast' und 'Surf's Up', und die sind nicht mal die besten des Albums - was die übrigen Songs auch hier etwas rock'n'rolliger und weniger großspurig wirken lässt, aber die Produktion von Meat Loaf selbst mit Paul Jacobs & Mack ist vom Klangbild her einfach näher am Erwartungshorizont der Fangemeinde als beim Vorgänger. Grand Piano, Theaterdonner (buchstäblich!) ist geboten, es gibt Hall, es gibt Opern- oder zumindest Operettenfeeling, und die Songs sind an sich allesamt ziemlich eingängig. Meine Highlights sind das Titelstück, 'Modern Girl' und das finale 'Sailor To A Siren', das auch zu Chris DeBurghs harter Phase gepasst hätte. Das Album hat ein etwas poppiges Klangbild und nimmt irgendwie vorweg, was Judas Priest auf "Turbo" und Iron Maiden auf "Somewhere In Time" getan haben.


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"Blind Before I Stop" (1986)

Weiter geht's mit Meat Loafs "deutschem Album":

1986 hat sich MEAT LOAF für sein fünftes Album "Blind Before I Stop" in die Fänge des deutschen Starproduzenten Frank Farian begeben und das Ergebnis war und ist optisch wie klanglich und musikalisch eine ziemlich krude Kiste. Man merkt nun schon sehr deutlich, dass der gute Farian nun nicht der große Hardrock-Experte ist. Durch seinen experimentell-poppigen Produktionsansatz mit viel Synth, vielen Samples, und Full-On-80s-Pop-Attitude, und die zahlreichen Co-Songwriter, die sich Meat Loaf ins Boot geholt hat (nach "Midnight..." zum zweiten Mal in der Diskographie gar kein Jim Steinman am Start), ist das Album zudem stilistisch sehr abwechslungsreich, wenn nicht zerfahren.

Meat Loaf goes Boney M. oder gar time-warped Milli Vanilli? Nun, so krass ist es nicht, aber von Pop über Jazz, Funk, Saxophon-Soli und Soul bis hin zu World-Music-Anflügen findet sich alles mögliche auf dem Album, und der Sound ist mit Samples und dergleichen deutlich elektronisch angehaucht, aber es dürfen schon auch ausreichend Gitarren qualmen, um gerade so noch als härterer Rock durchzugehen, über weite Strecken zumindest, außer vielleicht bei der Love-Boat-mäßigen Ballade 'Man And Woman', die auch zu Elvis oder Israel Kamakawiwoʻole gepasst hätte. 'Standing On The Outside' fand im MIAMI VICE-Soundtrack Verwendung. Wie häufig gibt es hier und da Female Vocals, John Parr und Frank Farian höchstselbst dürfen beim ganz coolen Opener 'Execution Day' mal mitsingen.

Man liest, dass die Scheibe mittlerweile ein Kult-Following habe. Jo, weiß nicht... habe diese Kult-Follower noch nicht getroffen, aber schlecht geht natürlich schon auch anders. Ist halt erneut nicht der Rockopern-Bombast, den sich der "gemeine Meat Loaf Fan" regelmäßig wünscht.

Mir gefällt sie, aber ich bin dennoch sehr froh, dass sie nicht repräsentativ ist und sich schon bald wieder andere Töne einstellen sollten.



Ja, soweit erst einmal. Hoffe, die Eindrücke lesen sich interessant.

Mehr dann demnächst in diesem Theater.
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Re: Meat Loaf

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 30. Juli 2020, 11:59

Bonus:

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TED NUGENT "Free For All" (1976)

Ach ja, eins habe ich glatt vergessen, denn als "Bat Out Of Hell" noch in der Vorbereitungsphase war, hat sich Meat Loaf ein wenig Geld dazu verdient, und fünf der Stücke auf Ted Nugents Zweitlingswerk "Free For All" eingesungen. Onkel Teds Zweite ist insgesamt ein großartiges Album, nicht nur, aber auch wegen Meat Loaf. Vor allem aber deswegen, weil es ein paar der besten Songs der Nugent-Story aufzubieten hat (was liebe ich 'Writing On The Wall', das Titelstück oder 'Street Rats' und 'Dog Eat Dog') und die Leadvocals eben so vielseitig sind, dadurch, dass drei tolle und sehr charakterstarke Sänger zu hören sind - Ted selbst (der Titelsong), ex-und-wieder-und-ex-und-wieder-Stammsänger Derek St. Holmes (3 Songs) und eben Meat Loaf (5 Songs). Gerade nachgelesen: Meat Loaf hat für seinen Beitrag zu dem Album von Produzent Tom Werman (mit dem St. Holmes wohl primär im Clinch lag) tausend Dollar bekommen, also für das Arrangement der Gesangslinien für "seine" 5 Songs und deren zweitägiges Einsingen im Studio.

Für the Nuge' so gesehen ein feines 1976-Schnäppchen, das ein gutes Jahr später so nicht mehr möglich gewesen wären. Schön auch, dass sich hier zwei der richtig großen US-Hardrock-Ikonen der ersten Generation mehr oder minder zufällig auf einer Scheibe gefunden haben, die beide ihr Wurzeln im klassischen Rock'n'Roll und Blues und Folk haben.
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Re: Meat Loaf

Beitragvon cgrage » Donnerstag 30. Juli 2020, 16:34

Rüdiger Stehle hat geschrieben:"Bad Attitude" (1984)

Zwar ist Steinman erneut nicht in größerem Stil an Bord - bis auf zwei Songs, 'Nowhere Fast' und 'Surf's Up', und die sind nicht mal die besten des Albums...

Der Song geht ja auch nur im Original von Fire Inc.

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Re: Meat Loaf

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 30. Juli 2020, 18:42

Hmm... Original? Sind ja beide aus dem Jahr 1984. Da hat Jim Steinman seine Komposition halt von zwei Künstlern interpretieren lassen, was bei ihm ja absolut Standard ist.

Bin aber auch der Meinung, dass der Song zu FIRE INC. besser passt als zu MEAT LOAF. Passt besser zum Spirit der "Band" bzw. der Sängerin. Wobei die Meat-Loaf-Version schon auch cool ist. Bob Kulick an der Gitarre.

Hier gibt's viele interessante Details zum Film, zum Soundtrack, zum Steinmann, Fire Inc. und Meat Loaf:
http://colinkellymusicinreview.blogspot ... -what.html
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Re: Meat Loaf

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 30. Juli 2020, 22:30

Ähnlich wie zur ersten Fledermaus schreibe ich auch hier nicht allzu viel, denke ich:

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"Bat Out Of Hell II: Back Into Hell" (1993)

Nach den nicht unspannenden, aber zweifellos manche Fans überfordernden stilistischen und kompositorischen Wirrungen der vergangenen Jahre tat MEAT LOAF kommerziell und in Sachen Selbstfindung die 7-Jahre-Pause nach "Blind Before I Stop" irgendwie gut, mag man denken, denn offenbar besann man sich auf das, was zieht, und das ist ein Teamwork mit Jim Steinman mit all der Großspurigkeit, all dem Bombast, all der Theatralik der ersten Flugratte. Ein Full-On-Steinman, Komposition, Arrangements, Produktion, da bleibt kein Auge trocken. Die Songs sind bei allem Kitsch und mancherlei grotesker Lyrik auch absolut super, dazu ein Artwork von Michael Whelan. Jo, was will man mehr. Kommerziellen Erfolg? Den gab es in Kübeln, auch wenn Label und Umfeld das nicht erwartet haben. Wir bewegten uns Anfang der Neunziger eben trotz Alternative und Black Metal schon voll auf das Rockopern-Zeitalter zu.

Videoclip zu 'I Would Do Anything For Love': https://www.youtube.com/watch?v=9X_ViIPA-Gc
Videoclip zu 'Objects In The Rear View Mirror': https://www.youtube.com/watch?v=3jPMv9zJ1LE
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Re: Meat Loaf

Beitragvon Drumtier » Freitag 31. Juli 2020, 23:06

Na wenn schon sonst nicht viel los ist im Forum und ich ein bisschen füllbare Zeit habe, hören wir halt einmal in diesen Meat Loaf rein. Den Namen kennt man ja, aber wer oder was das ist, weiß in Wahrheit niemand. Dementsprechend gehör ich auch gleich einmal nicht zu jenen meisten die "Bat Out of Hell" kennen. Zumindest hätte ich den Song nie bewusst gehört. Das hab ich jetzt nachgeholt und kann ab jetzt zumindest sagen, ihn gehört zu haben. Dass ich jetzt nicht loslaufe und einen Großeinkauf veranlasse, sollte jedoch auch niemanden überraschen.

Lovestory, Schmachtfetzen, Duett mit Cher?! Ja aber sicher doch! Ebenfalls nie (bewusst) gehört, aber deine euphorisierenden Worte kommen nicht von ungefähr. Großartig und ich vermute, das einzige Werk, das je gleichzeitig einen Grammy und einen Oscar gewonnen hat! Und das zu Recht!

Als Abschluss habe ich dann noch etwas Neues gelernt. "I would do anything for Love" kennt man ja, aber Hand aufs Herz, wer von euch hat gewusst, dass das von Meat Loaf ist? Überrascht mich nicht, ich auch nicht! Aber gut, jetzt weiß ich das und somit kannte ich ja doch zumindest ein Lied von ihm. Grad noch einmal angehört, ja, schon nett, hätt ich zwar nie in einem Metalforum erwartet, aber gibt definitiv Schlimmeres. Außerdem hab ich jetzt noch nebenbei die Objekte im Hinterspiegel laufen gehabt, ob ich das vielleicht auch kenne. Tu ich nicht, aber ebenfalls ganz formidable, wenn auch harmlose, bekömmliche Unterhaltung.
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Re: Meat Loaf

Beitragvon Eike » Samstag 1. August 2020, 01:45

Ähm, mal auf den Text geachtet?
Objects... packt mich auch 27 Jahre später noch wie damals.
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(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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Re: Meat Loaf

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 2. August 2020, 12:26

Drumtier hat geschrieben:Na wenn schon sonst nicht viel los ist im Forum und ich ein bisschen füllbare Zeit habe, hören wir halt einmal in diesen Meat Loaf rein. Den Namen kennt man ja, aber wer oder was das ist, weiß in Wahrheit niemand.

Ist das ein Generationending? Möglich oder? Ich hab jedenfalls kürzlich einen Clip gesehen, der von 1960-2019 die bestverkaufenden Künstler dargestellt hat als dynamische Graphik. Mir ist dann aufgefallen, dass unter den im letzten Quartal gelisteten meistverkaufenden Künstlern 3/2019, nur ein einziger Künstler war, von dem ich schon einen Song gehört hatte, und von den anderen hatte ich größtenteils noch nicht einmal deren Namen gehört. Mir zwar zum Beispiel völlig neu, dass es einen Menschen gibt, der Drake heißt, und DER Topseller des Jahres 2019 gewesen sein soll. Meat Loaf kam in der Graphik auch recht oft vor, aber nur bis Mitte der Neunziger.

Dementsprechend gehör ich auch gleich einmal nicht zu jenen meisten die "Bat Out of Hell" kennen. Zumindest hätte ich den Song nie bewusst gehört. Das hab ich jetzt nachgeholt und kann ab jetzt zumindest sagen, ihn gehört zu haben. Dass ich jetzt nicht loslaufe und einen Großeinkauf veranlasse, sollte jedoch auch niemanden überraschen.

Nö, das überrascht nicht. Selbst *ich*, meines Zeichens Exzess-Komplettist sowie Stahl- und Felsmusikarchivar, habe nach dem Erstkontakt mit MEAT LOAF stattliche 32 Jahre gebraucht, um diesen Großeinkauf zu bewerkstelligen.

"Bat Out Of Hell" (den Song) in den 43 Jahren seit seiner Veröffentlichung nicht gehört zu haben, ist indes schon eine wackere Leistung, wenn man zumindest entfernt mit Rockmusik Kontakt hat. Aber wie gesagt, ich muss da ruhig sein, denn ich lebe in Sachen Populärmusik ja durchaus auch gerne unter einem Stein und habe Musiker wie Amy Winehouse, Coldplay, Drake, Miley Cyrus oder Koryphäen wie Mario Barth und dergleichen mehr auch nur kennengelernt, weil jemand in einem Metalforum über sie geschrieben hat.

Lovestory, Schmachtfetzen, Duett mit Cher?! Ja aber sicher doch! Ebenfalls nie (bewusst) gehört, aber deine euphorisierenden Worte kommen nicht von ungefähr. Großartig und ich vermute, das einzige Werk, das je gleichzeitig einen Grammy und einen Oscar gewonnen hat! Und das zu Recht!

Als Abschluss habe ich dann noch etwas Neues gelernt. "I would do anything for Love" kennt man ja, aber Hand aufs Herz, wer von euch hat gewusst, dass das von Meat Loaf ist? Überrascht mich nicht, ich auch nicht! Aber gut, jetzt weiß ich das und somit kannte ich ja doch zumindest ein Lied von ihm. Grad noch einmal angehört, ja, schon nett, hätt ich zwar nie in einem Metalforum erwartet, aber gibt definitiv Schlimmeres. Außerdem hab ich jetzt noch nebenbei die Objekte im Hinterspiegel laufen gehabt, ob ich das vielleicht auch kenne. Tu ich nicht, aber ebenfalls ganz formidable, wenn auch harmlose, bekömmliche Unterhaltung.

Schön, dass es dir doch so gut gefällt, das Zeug.

Die Überraschung, es in einem Metalforum zu erfinden, erschließt sich mir indes nicht so ganz, weil es ja doch sehr klar Hardrock oder zumindest weitgehend härterer Rock'n'Roll ist, was Meat Loaf spielt. Für mich hat das, was Meat Loaf macht, jetzt ganz ohne Witz und Polemik, mehr mit dem gemein, was ich persönlich unter "Heavy Metal" verstehe, als Bands wie Slipknot oder Korn oder Killswitch Engage. Und das jetzt ohne jene Bands schlecht machen zu wollen, aber es ist einfach das ästhetische Konzept, das für mich in deren Genesis mit den Wurzeln des Metal im klassischen Rock gebrochen hat. Vielleicht ticke ich da komisch, aber ja, ich hab Mayhem und Cannibal Corpse tatsächlich näher an Meat Loaf als ich sie an Caliban oder Ektomorf habe. Strange world...

Aber macht ja nichts: Überrascht oder nicht, schön, dass du dir die Zeit fürs Hineinhören genommen hast. Danke dafür und natürlich fürs Feedback.
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Re: Meat Loaf

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 2. August 2020, 12:50

Ach ja, nett auch, dass der "T-1000" (Robert Patrick) im Videoclip zu "Rear View Mirror" mitspielt.
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Re: Meat Loaf

Beitragvon Jhonny » Montag 3. August 2020, 13:24

DRAKE hat übrigens die meisten US-Top-10-Hits... aller Zeiten.
Er liegt damit vor MADONNA, den BEATLES, RIHANNA, MICHAEL JACKSON, STEVIE WONDER, MARIAH CAREY, ELTON JOHN, JANET JACKSON, ELVIS PRESLEY, TAYLOR SWIFT und LIL WAYNE. Da dürfte Rüdiger zumindest die meisten vom Namen her kennen ;-)
113 Top-40-Singles sind auch ungetoppt. Ebenfalls DRAKE (auf Platz 2 LIL WAYNE, dann folgt ELVIS PRESLEY, TAYLOR SWIFT, NICKI MINAJ, ELTON JOHN, KANYE WEST, EMINEM, und - Achtung - der GLEE Cast...).

224 Songs in den US-Top-100-Single-Charts ist auch ungetoppt. Das ist aber schwer mit "früher" zu vergleichen, da bei Albenreleases ja die Song-Streams zählen und ein Top-Album von aktuellen Künstlern dann natürlich gleich mal 10 Songs in der Top 100 platzieren kann. Das klappt sicher nicht in der Top 10, aber die Top 100 ist da schon anfällig.

Alle diese und viele weitere nutzlose Infos gibts hier:
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Billboard_Hot_100_chart_achievements_and_milestones
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