Ich war lang nichtmehr dabei, daher von mir mal noch ausführlichere Kommentare:
MAYHEM (9,0) ist für mich wie für die Gesamtheit die ganz klare Nummer Eins, weil...einfach selbst hören warum
Norwegen ist auch auf Platz 2, allerdings mit ganz anderem Stoff. "Pitfalls" von LEPROUS (8,5) hat mich gefordert und hat dann mehr und mehr gefallen. Ich finde sie stimmungsmäßig auch ziemlich dunkel, sehr einnehmend gesungen und gespielt.
Dann kommt eine große Phalanx an Achtern unterschiedlichster Stile, von denen ich keines dem anderen gegenüber abheben konnte. Das RAY ALDER-Album gefällt mir besser als die letzten 10 Jahre FATES WARNING und alles drumrum. ECLIPSE befriedigt meine BEYOND THE BLACK/KISSING DYNAMITE-Ader, sauberer Melodic Rock, die ANGEL WITCH habe ich in den letzten Jahren lieben gelernt und klingt wie sie klingen soll, DENIAL OF GOD ist ein wenig die blackmetallische Antithese zu MAYHEM, spartanisch, atmosphärisch und sehr melodisch. War in der Tat ne Überraschung für mich. Die ALTER BRIDGE finde ich auch etwas schwächer, allerdings finde ich immer noch wenig zu meckern (außer dem Klang), Hits sind da ganz sicher auch drauf.
Knapp dahinter mit 7,5 dann FLYING COLORS, VERHEERER und MOON CHAMBER. Letztere sollten mit ja aufs Ohr geschneidert sein, Melodic Metal mit guten Frauengesang, gefällt mir auch sehr, aber hat eben auch beschaulichere Passagen. VERHEERER ist bei mir sehr gewachsen, das ist rasender Blackmetal mit etwas weniger transparentem Klang wie MAYHEM, aber gerade die ersten beiden Lieder blasen mich echt nieder, das ist wirklich großartig. Danach experimentieren sie mir aber zu sehr und verfallen in ein paar kleine Längen. Irgendwie ist FLYING COLORS dasselbe in Prog, super Start mit MUSEigen Hits, zwischendurch zuviel Neal-Morse-Prog-Gedudel, das ich gar nimmer so gern hören will.
VELVET VIPER und VANDEN PLAS lagen auch gut im Ohr, ohne restlos zu überzeugen. ORODRUIN hat nen tollen Retro-Klang aber es fehlt insgesamt etwas für Blautier-Hype. Vielleicht die Sängerin?

. VOYAGER ist in der Redaktion sehr beliebt, ich musste aber auch ne Weile kämpfen, um das gut zu finden. Ganz gewöhnt habe ich mich noch nicht an den Luftikus-Djent mit A-HA-Refains. Ganz ähnlich geht es mit LACUNA COIL. Insgesamt finde ich es gut, aber für mehr gibt es zu viele Störfaktoren. Gut war auch noch SCREAMER, schöner Schwedenmetal mit Melodie, aber der allerletzte Biss, den die Truppe live hat, fehlte mir.
Das war schon echt viel Gutes! Das Mittelfeld war dann erstaunlich dünn. MISTER MISERY fand ich okay, nix wirklich Besonderes aber die Kollegen haben das echt böse abgestraft. Live vor BEYOND THE BLACK hat es ordentlich gerockt. PSYCHOPUNCH, joa, bin ja kein Punkrocker, aber das war schon gut hörbar. Selbes gilt für STEEL ASSASSIN. Netter True Metal. LIFE OF AGONY ging auch in Ordnung, der letzte Song ist gar super, insgesamt war mir das aber zu spröde.
Kommen wir in den Keller. PHIL CAMPELL und seine Altstar-Kollektion fand ich tatsächlich langweilig. Und während der Black Metal es mir diesmal echt besorgt hat, gibt mir Death Metal, diesmal in Form von ENTRAILS rein gar nix. Das lebt nur vom fetten Sound, sonst...? Ähnlich anstregend UNE MISERE. Für 1-2 Lieder ja, aber dann...
Es geht aber schlimmer. SAVAGE MASTER wird komplett gekillt durch den Gesang. Das macht mich sogar wütend. Nicht-Singen-Können als Kult? Ohne mich. Schlimmer war aber tatsächlich TOXIC HOLOCAUST. Krächziges Geschrammel ohne jede Musikalität, jedenfalls ging diese ganz weit an meinem Ohr vorbei.
Joa, that's it

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