|
|
von cgrage » Samstag 2. März 2019, 21:03
Seit dem Release vor einer Woche habe ich mich durchaus intensiv mit der Scheibe beschäftigt. Komplette Durchläufe habe ich aber nur am Wochenende und heute Vormittag geschafft. Hui, da ist den Herrschaften ja mal ein richtig geiles Ding gelungen. Ich gebe zu, das ich mit einigen Sachen beim ersten Hören so meine Probleme hatte. Mittlerweile sind diese weggeblasen. Die drei Vorab-Singles sind ja mehr oder weniger schon Kracher. Wenn sie "Fall into the Light" als erstes rausgebracht hätten, hätte es vielleicht mehr Hype erzeugt, der mit Untehered Angels einen Dämpfer bekommen hätte. Paralyzed gefällt mir auch richtig gut. Ich könnte mir fast denken, das entweder Paralyzed oder Fall into the Light der SHowopener werden, Der Knackpunkt war bei mir Barstool Warrior. Bei dem Songtitel hab ich irgendwie andere Erwartungen gehabt. Nach einigen weiteren Durchläufen liebe ich den Track mittlerweile. Er hat so einen Vibe, der mich vom Gitarrensolo an The Best of Times und im Refrain an A Life Left Behind vom Astonishing Album erinnert. Den einzigen, klitzekleinen Kritikpunkt, den man anbringen könnte, ist der Fade-Out bei At Wit's End. Der Song hat ein schön bombastisches Ende verdient, welches man gut in die Ballade hätte übergleiten lassen können. Der Bonustrack macht auch jede Menge Spaß. Da haben sie einfach richtig mal die Sau rausgelassen. Fazit: Alles richtig gemacht. Die Scheibe ist vielleicht der beste Output der Mangini Ära. So kann man gerne bei einem neuen Label durchstarten.
-
cgrage
- Nackenbrecher
-
- Beiträge: 5587
- Registriert: Samstag 13. Februar 2010, 21:38
- Wohnort: Kiel
von cgrage » Sonntag 3. März 2019, 16:06
-
cgrage
- Nackenbrecher
-
- Beiträge: 5587
- Registriert: Samstag 13. Februar 2010, 21:38
- Wohnort: Kiel
von Havoc » Sonntag 3. März 2019, 16:51
Ich traue mich immer noch nicht so richtig was zum neuen Album zu schreiben. 
-

Havoc
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 23756
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 12:10
von Havoc » Montag 4. März 2019, 23:20
Ich denke es ist nun mal an der Zeit für ein paar erste Worte zu „Distance Over Time“. Nachdem ich vorab durchaus euphorische Kommentare lesen durfte war der erste Durchgang wirklich mehr als nur ernüchternd. Das ging mir bisher bei keinem DT-Album so. Aber es galt erst mal die Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu verfallen, da ja bekanntlich gerade im Progbereich viele Alben erst nach dem x-ten Durchgang so richtig zünden. Mittlerweile lief das Album mehrmals über offene und geschlossene Kopfhörer, direkt über die Anlage, im Auto und beim Joggen per MP3-Player. Die erste Enttäuschung hat sich zwar fast komplett in Luft aufgelöst, aber ich tue mich nach wie vor schwer mit dem Album. An den eher dumpfen Sound musste ich mich auch erst einmal gewöhnen. Nun gut. Dann mal zur Musik. Die ersten beiden Songs „Untethered Angel“ und „Paralyzed“ geben direkt die etwas härtere Richtung vor und klingen sehr typisch nach DT. Diese hätten beide auch gut auf „A Dramatic…“ Platz finden können. Vom Hocker reißen mich die Songs aber nicht wirklich. Der Beginn von „Fall Into The Light“ kommt mir sehr bekannt vor. Ich komme aber nicht drauf woher. Vielleicht von Judas Priest? Keine Ahnung. Insgesamt wird hier nun mehr gefrickelt als bei den ersten beiden Stücken. So richtig schlau geworden bin ich aus dem Song aber immer noch nicht. Dieser bietet sicher noch Wachstumspotenzial. In vielen Reviews wird eine Ähnlichkeit zu „Scenes From…“ attestiert. Das kann ich so nicht wirklich erkennen. Weiter geht es mit „Barstool Warrior“. Das ist der erste Song, welcher einen etwas ungewöhnlicheren Aufbau und wirklich tolle Melodien zu bieten hat. Der Beginn erinnert an „Falling Into Infinity“ und die Melodien gegen Ende erinnern mich auch stark an vergangenes DT-Material. Ich glaube an die „Six Degrees…“ bin mir aber nicht sicher. Dem bis hierhin besten Song folgt mit dem an „Train Of Thought“ erinnernden „Room 137“ der aus meiner Sicht wohl schwächste. Der Aufbau ist mir zu einfach. Das groovt mir zu gleichförmig vor sich hin. Hier hört man vielleicht am besten heraus, dass das Album sehr schnell geschrieben wurde. „S2N“ ist da doch deutlich besser. Besserer Aufbau, mehr DT-typisches Gefrickel und …ja…hört mal ganz genau hin….bei Zeitindex 4:01 sagt jemand nach der Instrumentalabfahrt relativ leise „Wow“!. Cooles Detail. Ich mag den Song. Mit „At Wit´s End folgt das längste Stück. Dieser Song war beim Erstdurchlauf mein Favorit. Der ist auch sehr stark, aber so mitreißende und geniale Momente wie sie auf Songs wie „The Count Of Tuscany“, „Breaking All Illusions“ , „The Illumination Theory“ und auch mehreren Parts des letzten Albums zu finden waren sucht man hier vergebens. Ausgerechnet die einzige Ballade „Out Of Reach“ gehört für mich mit zu den Highlights der Scheibe. Auf „Pale Blue Dot“ wird dann am Ende noch mal so einiges aufgefahren. Mike Mangini darf sich hier mal so richtig die Seele aus dem Leib trommeln. Und immer wieder wird die Richtung geändert. Für mich vielleicht sogar der beste weil auch ungewöhnlichste Song des Albums. So klang bisher noch kein Song im DT-Kosmos. Folgt noch der Bonustrack „Viper King“. Der macht schon durchaus Spaß, aber ich finde, dass dieser als Bonustrack die absolut logische Wahl war. Der klingt einfach etwas anders. Zu meinen Favoriten gehört er auch auf keinen Fall. So langsam ist es Zeit für ein Fazit. Tja. Was soll ich sagen…Stand jetzt würde ich kein Album außer „Falling Into Infinity“ dafür hergeben wollen. Das wäre also dann Platz 13 von 14 im internen Ranking. Das klingt erstmal katastrophal. So schlimm ist es aber gar nicht. Mir macht das Album ja schon sehr viel Spaß. Ich höre es unentwegt. Vielleicht wächst es auch noch weiter. Trotzdem bin ich mir schon jetzt sehr sicher, dass es sich hier eben nicht um ein großes Werk der Band handelt sondern eher um ein „Zwischenalbum“. Ich weiß, dass das bei weitem nicht jeder so sieht, aber für mich war „The Astonishing“ ein wirklich ganz anderes Kaliber. Durchdacht, genial komponiert und mit vielen richtig tollen Momenten. Da fällt „Distance Over Time“ schon deutlich ab. Ja. Es wirkt sogar sehr kalkuliert, denn hiermit sollen definitiv die „The Astonishing“-Enttäuschten zurück ins Boot geholt werden. Einfacher, härter, Bandtypischer! Durchaus gut und cool, aber leider nicht so wirklich der erhoffte Knaller!
-

Havoc
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 23756
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 12:10
von Peter Kubaschk » Montag 4. März 2019, 23:41
Hmm, beim Fazit gehe ich ungefähr mit, auch wenn ich es im internen DT-Ranking wohl auf #11 setzen würde (vor "Octavarium", "Dream Theater" und "The Astonishing"). Aber in vielen Teilen deiner Kritik bin ich dann wieder überhaupt nicht bei dir. Die Produktion finde ich total gut, dumpf ist da überhaupt nix, 'Paralyzed' ist dank des lahmen Refrains der schwächste Song auf dem Album, 'Viper King' wegen seines Mutes & seiner Individualität der Zweitbeste, 'Room 137' auch nicht langweilig, 'At Wit's End' wischt mit 'The Illumination Theory' den Boden auf und so weiter.
Außerdem ist "Falling Into Infinity" klar besser als "Distance Over Time". Schon wegen 'Peruvian Skies', 'Trail Of Tears', 'Lines In The Sand' oder 'Burning My Soul'.
-

Peter Kubaschk
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 21959
- Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 10:16
von salisbury » Montag 4. März 2019, 23:46
Wie sich die Zeiten ändern. Was war ich Anfang, Mitte und auch noch Ende der 90iger heiß auf diese Band. Heute bin ich zufrieden, wenn ich das neue Album irgendwann dann auch mal höre. Was aber nicht sein muß. Sorry. Unkonstruktiv. Weiter hören. 
Realer Name: Thomas Becker
-

salisbury
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 22816
- Registriert: Samstag 10. April 2010, 15:52
- Wohnort: München
von Havoc » Montag 4. März 2019, 23:59
Peter Kubaschk hat geschrieben:...auch wenn ich es im internen DT-Ranking wohl auf #11 setzen würde (vor "Octavarium")
Ich weiß...insbesondere bei "Octavarium" liegen wir ja weit auseinander. Die Neue kommt da bei mir nicht mal in die Nähe. Bei "Octavarium" fließt alles so genial ineinander...davon höre ich bei der Neuen nix. Die Produktion finde ich total gut, dumpf ist da überhaupt nix
Hier bin ich auf einem guten Weg. Aber am Anfang dachte ich echt...was ist das? Regler weiter hoch und so weiter. Vor allem schien mir auch LaBrie zu leise abgemischt. Am Beginn des ersten Tracks ist das aber auch eher nicht so toll gemacht. Viele sagen ja was von wärmerem Sound. Vielleicht bin ich auch einfach ein Fan steriler kalter klarer Produktionen. Irgendwer hat mal den Sound von "The Astonishing" kritisiert. Ich finde den z.B. super. 'Paralyzed' ist dank des lahmen Refrains der schwächste Song auf dem Album.'
Den fand ich am Anfang sogar auch am schwächsten. Aber er ist gewachsen. Besser als "Room 137". Aber keine Offenbarung. 'At Wit's End' wischt mit 'The Illumination Theory' den Boden auf und so weiter.
Äh. Nein. Gerade am Ende ist der so dermaßen emotional toll...da kommt nix ran von der Neuen. Aber ich bin eh im Laufe der Zeit zu einem kleinen heimlichen Fan des 2013er Albums geworden. Auch vom Sound. Außerdem ist "Falling Into Infinity" klar besser als "Distance Over Time".
Ich werde das Album demnächst noch mal auflegen müssen, wenn ihr euch alle so dafür ins Zeug legt. 
-

Havoc
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 23756
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 12:10
von Havoc » Dienstag 5. März 2019, 00:06
Fakt ist halt, dass es das erste Album ist, seit ich Fan bin (also seit dem 2007er "Systematic Chaos") welches nicht spätestens nach dem 2. oder 3. Durchlauf einschlägt wie eine Bombe...und ich einfach denke...sie haben es wieder getan...das ist die genialste Band der Welt! 
-

Havoc
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 23756
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 12:10
von Peter Kubaschk » Dienstag 5. März 2019, 00:11
Havoc hat geschrieben:Außerdem ist "Falling Into Infinity" klar besser als "Distance Over Time".
Ich werde das Album demnächst noch mal auflegen müssen, wenn ihr euch alle so dafür ins Zeug legt. 
Ja, die ist bei mir über die Jahre echt gewachsen. Nur 'New Millenium' finde ich auch heute noch als Einstieg komplett fehl am Platz. Ansonsten sind halt die beiden Balladen vielleicht eine Spur zu schmalzig und 'You Not Me' etwas arg glatt, der Rest ist aber ziemlich top. Mein DT-Ranking wäre wohl mittlerweile etwa so: 01. WDADU - 12/10 02. SFAM - 11/10 03. I&W - 10/10 04. ToT - 9 05. A - 8.5 06. FII - 8.5 07. ADTOE - 8.5 08. BC&SL - 8.5 09. 6DOIT - 8.0 10. SC - 8.0 11. DoT - 8.0 12. O - 7.5 13. DT - 7.5 14. Ast - 6.0
-

Peter Kubaschk
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 21959
- Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 10:16
von Peter Kubaschk » Dienstag 5. März 2019, 00:12
Havoc hat geschrieben:Fakt ist halt, dass es das erste Album ist, seit ich Fan bin (also seit dem 2007er "Systematic Chaos") welches nicht spätestens nach dem 2. oder 3. Durchlauf einschlägt wie eine Bombe...und ich einfach denke...sie haben es wieder getan...das ist die genialste Band der Welt! 
Das Gefühl hatte ich erstmals bei "Falling Into Infinity", denn die "Awake" fand ich zu Beginn auch total super, wenn auch schwächer als die ersten beiden Alben. Die hat aber über die Jahre ein wenig verloren (von ursprünglich 9-9.5 auf 8.5-9.0
-

Peter Kubaschk
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 21959
- Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 10:16
Zurück zu Prog / Rock / Hard Rock
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.deTime : 0.117s | 12 Queries | GZIP : Off
|
|