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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Raphael Paebst » Montag 22. Mai 2017, 10:49
So, zurück vom Metal Keeper Fest aus Portugal und schwerstens begeistert.
Das Festival fand in einem kleinen Club mitten in den Industrieruinen des Hafens statt, verfallene Häuser rundum und ein Gebäude das von außen nicht viel besser aussah, aber innen in einen coolen Metal Club umgebaut wurde. Die Bands waren alle exzellenter Stimmung, Speeddemon spielten - nunja - Speed und Thrash Metal, Lizzies machten mit ihrem coolen Hard Rock / frühen Metal ne Menge Spaß, Ravensire zelebrieren den Epic Metal auf allerhöchstem Niveau und es ist mir ein Rätsel warum die Band noch nie auf Keep It True, Metal Assault, Harder Than Steel oder Headbangers Open Air spielen durft. Midnight Priest sind ja eine super Alternative für Fans der ersten beiden Maiden-Alben, Leather Heart lieferten eine solide Show mit leichter Priest-Schlagseite ab, bevor es dann im Finalen Dreierpack extrem episch wurde. Zunächst zeigte Ironsword vor heimischem Publikum, was für eine starke Einheit die Truppe im aktuellen Line-Up ist und spielte sogar einen neuen Song vom kommenden Album. Anschließend trat Dark Quarterer ausnahmsweise ohne Keyboarder Francesco auf, der wegen eines Trauerfalls zu Hause geblieben war. Dass man auch als Trio völlig perfekt eingespielt ist, versteht sich von selbst, die Band ist auf der Bühne eine echte Maschine, die wirklich immer eine unglaublich intensive Show abliefert. Zum Abschluss gab es dann mit Manilla Road das gwohnte Paket, wobei man der Band anmerkte, dass man insgesamt von der nun schon drei Wochen dauernden Tour körperlich etwas gezeichnet ist. Dennoch, gute Laune und die gewohnte Menge an Hits gab es bis vier Uhr morgens, bevor wir die Heimreise antreten mussten. Super sympathisches Festival und sollten die Pläne für 2018 nicht noch abgebrochen werden, plane ich eine Rückkehr nach Lissabon unbedingt ein.
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von Peter Kubaschk » Dienstag 23. Mai 2017, 10:31
Gestern Abend "An Evening with "Satellite Bay" by LONG DISTANCE CALLING" - erst das fast komplette Debütalbum gespielt (ohne die Gesangsnummer), danach noch mal etwas über eine Stunde ein wunderbares Best-Of-Programm mit u. a. 'Black Paper Planes', 'Apparitions', 'I Know You, Stanley Milgran', 'Metalsky Curse' etc.... war ganz grandios wieder Mal. Habe die Jungs jetzt in 10 Jahren auch 10x gesehen und es war immer fantastisch.
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von Peter Kubaschk » Dienstag 30. Mai 2017, 10:48
Gestener Abend RISE AGAINST im SO36. Zur Einordnung: üblicherweise spielt die Band mittlerweile im Velodrom (Kapazität: 10.000 Menschen), das SO36 hat vllt. 800 Plätze. Entsprechend war das nach 7(!) Minuten ausverkauft und im SO36 tropfte der Schweiß nur so von der Decke. Kein Wunder, bei draußen 30 Grad und einem vollgestopften Konzertsaal. Es war so feucht, dass eine Gitarrenseite riss.
Der Gig war dann 90 Minuten mit (meist) höchster Energie. Man hat gemerkt, dass die Band richtig Bock hatte mal wieder eine kleine Clubshow zu spielen und ihren Anfängen zurückzukehren. Immerhin war der erste Gig in Berlin ebenfalls im SO36. Drei neue Songs wurden vorgestellt, ein paar ganz olle Kamellen rausgeholt, dazu ein paar Hits und die obligatorische Akustikeinlage. Hat mächtig Spaß gemacht.
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von Skullkrusher » Dienstag 30. Mai 2017, 13:21
Von dem Konzert hab ich auch gelesen, mir war allerdings nicht bewusst, in welchen Größenordnungen die sonst unterwegs sind.
Bei mir standen gestern mal wieder Die Toten Hosen auf dem Programm, diesmal in Magdeburg, ebenfalls im "kleinen" Rahmen (Halle mit etwa 7000er Kapazität). Das war ein Stück weit Warm-Up für die Konzerte bei Rock am Ring / im Park am Wochenende, insofern war die Setlist recht hitlastig ohne große Überraschungen. Neu im Set waren natürlich einige Lieder von "Laune der Natur", bei denen die Band auch erst noch ein Gespür entwickeln muss, was davon live funktioniert, und was eher nicht. Vom Vorgängeralbum sind dafür bis auf "Altes Fieber" und (natürlich) "Tage wie diese" alle Songs rausgeflogen. Die Band hat richtig Lust wieder zu spielen und auch das Publikum war nach zweijähriger Bühnenabstinenz sehr motiviert - alles in allem eine schweißtreibende Veranstaltung für alle Beteiligten. Bei den Temperaturen auch kein Wunder.
Im Winter kommt dann die Hallentournee, bis dahin ändert sich das Set ja vllt noch ein wenig.
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von Nils Macher » Mittwoch 7. Juni 2017, 23:47
Ich komme gerade aus dem sehr kuscheligen Don't Panic in Essen, wo NAƉRA, SAQRA'S CULT und MISÞYRMING zur Audienz geladen hatten. Ich bin wegen letztgenannter Band vor Ort, nach dem starken Debüt hat man ja schon viel über die Live-Künste der Band vernommen.
Die jungen Isländer eröffnen also für sich selbst, denn die Bands sind bis auf den zusätzlichen Sänger bei NAƉRA in identischer Besetzung unterwegs. Mit einem ganz interessanten, aber wenig spektakulären Streifzug durch verschiedene BM-Gefilde beginnt der Reigen und für ein paar Momente habe ich arge Befürchtungen, dass später bei MISÞYRMING nicht der erhoffte Wahnsinn einsetzen wird, weil das gerade auf der Bühne Dargebotene doch etwas holprig rüberkommt. Doch wie ich mich täuschen sollte ...
SAQRA'S CULT kloppt mit Weihrauch-Level 11 ein sehr ordentliches Programm runter, dem man definitiv französische und polnische Einflüsse attestieren kann. Habe direkt mal die CD mitgenommen, um das noch genauer zu beleuchten. Tolle Band, mal wieder ein Qualitäts-Signing von Marius' Amor Fati Productions.
Ja und dann treten diese Jungspunde wieder auf die Bühne, die den Abend zwar motiviert, aber nicht komplett überzeugend begonnen haben. Was soll ich sagen? Dieser Auftritt ist der Wahnsinn! Durch die fehlende Distanz zu den Musikern (ich stehe keinen Meter vom Mikroständer entfernt) wirkt der atmosphärisch dichte Black Metal natürlich ungemein stärker als auf Tonträger. Wie versiert die Musiker tatsächlich sind, merkt man beim deutlich anspruchsvolleren Songmaterial dieser Formation schnell. Der Gesang ist eine Klasse besser und insgesamt spielt sich hier ein junges Quartett direkt in die BM-Oberliga.
Nach nicht einmal 60 Minuten Headliner-Slot trotte ich emotional völlig erschöpft zum Merch-Stand, um mich mit T-Shirt und CD einzudecken. Für 15 € Eintritt und weitere 25 € Merch hatte ich einen wahnsinnigen Spaß.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 8. Juni 2017, 00:03
Ich muss auch mal wieder auf ein BM-Konzert oder besser, ein echtes kleines BM-Festival wie einst das Folter Records Open Air; bei einem solchen war ich seit 1995 nimmer. Das ist ziemlich doof. Mein Konzertschwerpunkt ist viel zu sehr 80s-Metal-lastig. Nicht, dass das nicht geil wäre, aber die Auswahl ist inzwischen schon sehr einseitig. Aber dort hängen halt all die Leute herum, die ich gerne auf Festivals treffe... 
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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von Nils Macher » Donnerstag 8. Juni 2017, 09:10
Bei mir verteilt sich das ganz gut, dieses Jahr war ich bei DREAM THEATER, HAKEN, SWANS, auf dem Acherontic Arts Festival und gestern auf dem Gig. Da ich nicht nur BM-Bands mag, die spieltechnisch und kompositorisch auf EMPEROR-Level unterwegs sind, ist das oft ein schmaler Grat zwischen stumpfem Gerödel und atmosphärischer Ekstase.
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von cgrage » Donnerstag 22. Juni 2017, 05:25
Kieler Woche, das bedeutet Segeln, Volksfeststimmung und meistens schlechtes Wetter. Von letzterem sind wir, merkwürdigerweise, bisher verschont geblieben. Im Rahmen des Volksfestes haben auch diverse Radiosender Bühnen aufgebaut, wo dann abends diverse Acts auftreten. Während der öffentlich rechtliche NDR in diesem Jahr mehr mit den neuen deutschen Künstlern Werbung macht, schlagen die privaten Radiosender RSH, delta radio und Radio BOB, die sich eine Bühne teilen, dann doch eher härtere Töne an. Nachdem am Dienstag schon MADSEN ordentlich Lärm gemacht haben, hielt die deutsche Metalqueen DORO Hof. Da der Veranstaltungsort nur ca. 30 Minuten Fußmarsch von meinem zu Hause entfernt liegt, habe ich mich entschieden, ihr meine Aufwartung zu machen. Ich wurde nicht enttäuscht. Geboten wurde ein ca. 80 Minütiger Auftritt gespickt mit den größten Hits. Raise your Fist, Burning the Witches, East meets West, Earthshaker Rocks, True as Steel. Natürlich durfte auch die Wacken Hymne We are the Metalheads nicht fehlen und natürlich gab es auch Für Immer und eine Coverversion von Breaking the Law. All we are wurde von ihrer Band durch das Intro von Metallicas For Whom the Bell tolls eingeläutet. Da konnte man schon nicht groß meckern. Frau Pesch hat alles gegeben um die, teils ziemlich stark alkoholisierte, Masse anzuheizen. Auch wenn ich dann bei ihren Animationsversuchen dachte, das es eher wie ein Kopfsprung ins Schwimmbecken aussieht
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von cgrage » Dienstag 4. Juli 2017, 05:16
Am Sonntag habe ich die Blues Pills in Kiel gesehen. Die Zeitreise begann schon mit dem Support Act DeWolff aus Holland. Und die haben schon gut vorgelegt. Die Stimmung war nach deren Auftritt schon richtig gut. Als dann der Mainevent des Abends die kleine Bühne enterte, kehrte leichte Ernüchterung ein. Währed der Sound bei DeWolff noch akzeptabel war, wurde es bei den Blues Pills arg übersteuert und wurde besonders in den richtig lauten Momenten richtig breiig. Die Tatsache führte dazu, das einige Besucher den Gig vorzeitig verlassen haben. Das tat der Stimmung allerdings keinen Abbruch. Als Zugabe wurde eine Cover-Version von Jefferson Airplanes "Somebody to Love" gebracht. Ich glaube, seit Jim Carrey in "Cable Guy" habe ich den Song nicht mehr so geil gehört.
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von Chavo89 » Dienstag 4. Juli 2017, 16:19
Ich war am vergangenen Wochenende auf dem Hörnerfest in Brande-Hörnerkirchen und wenngleich das Wetter (30 Stunden Regen ohne Pause) schon nicht so richtig optimal war, der Sound vor der Bühne war noch viel schlimmer. Wenn man bei SKYCLAD nur Gesang, Geige und Bass hört, mag das noch gerade so gehen, bei EINSIFERUM oder SKÀLMÖLD wird es dann aber sogar schon schwierig, einzelne Songs zu erkennen. Da gaben wir uns doch glatt lieber meinem kleinen Ghettoblaster unter dem Pavillon her. Ist ein schönes Festival, weil so gemütlich klein und wegen des Falafelstands, aber der Sound war echt unter aller Kanone. Dass in der letzten Nacht dann mir zwanzig und meinem Kumpel 150 Ocken aus den Portemonnaies, die in den Zelten lagen, während wir schliefen, gestohlen wurden, hinterlässt auch noch einen irgendwie bitteren Nachgeschmack. Naja, war trotzdem ne schöne Zeit, auch wenn die Musik eher aus der Konserve kam als von der Bühne.
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