Musikzeitschriften

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Nils Macher » Samstag 24. Dezember 2016, 14:48

Ich kann das beim DF ganz gut ausblenden, weil eben die Kernkompetenzen des Magazins erfüllt werden. Auch wenn es nach meinem Geschmack einen doppelt so großen "Under A Funeral Moon"-Teil geben könnte. Denn da sind die beteiligten Schreiber sehr zuverlässig, was meine Geschmackskongruenz bei Empfehlungen angeht. Das Legacy kann ich diesbezüglich mal so gar nicht ernst nehmen.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 24. Dezember 2016, 15:02

Ich wollt's auch lange ausblenden, aber inzwischen kann ich's einfach nicht mehr ertragen; im Heft selber fand ich es meist erträglich, aber wie diverse Protagonisten gelegentlich in Foren agieren, war dann für mich einfach der Punkt ohne Wiederkehr. Daher Konsequenz gezogen und gut ist, auch wenn die musikalische Themenauswahl an sich zu mehr als 90% meinem Geschmacksspektrum entsprach. Schade zwar, aber im Endeffekt vermisse ich tatsächlich doch nichts.
:dafuer:
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Nils Macher » Samstag 24. Dezember 2016, 15:19

Bezüglich der Politik im (Black) Metal? Oder einfach, weil einige Leute glauben, sehr viel Weisheit unters Volk bringen zu müssen?
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 24. Dezember 2016, 16:56

Politik. Allerdings nicht nur im Black Metal. Auch gegenüber anderen Musikern, wie z.B. Mustaine, Kasparek (wie von Thommy angemerkt) etc... Und davon abgesehen, die Attitüde gegenüber Leuten, die anderer Meinung sind. Finde ich relativ unerträglich.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Havoc » Samstag 24. Dezember 2016, 23:06

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Politik. Allerdings nicht nur im Black Metal. Auch gegenüber anderen Musikern, wie z.B. Mustaine, Kasparek (wie von Thommy angemerkt) etc... Und davon abgesehen, die Attitüde gegenüber Leuten, die anderer Meinung sind. Finde ich relativ unerträglich.


Das alles war evtl. auch einer der Gründe, warum es zum großen Knall im Rock Hard gekommen ist oder?
Ich bleibe jedenfalls beim Rock Hard. Es ist immer noch mein Heft. Trotz so mancher Sache die ich übertrieben finde. Aber man kann ja nicht alles gut finden.
Es geht mir da jedenfalls so ähnlich wie hier....solle ich mal mit dem RH oder mit powermetal brechen, dann ist der Ofen aus....Ersatz wird es dann nicht geben.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Nils Macher » Sonntag 25. Dezember 2016, 11:01

Beim RH finde ich leider immer weniger Dinge gut. Black Metal findet gar nicht mehr so statt, wie er mir taugt. In jedem Heft gefühlte zehn Seiten MAIDEN-History. Nächstes Jahr dann im Interview: der Cousin des Busfahrers von der Band, wo der verschollene Bruder Bruce Dickinsons gesungen hat, ehe er eine SAMSON-Coverband gegründet hat.

Das schöne am Online-Format ist ja, dass es erstens keine Platzbegrenzung gibt, sodass Nischenthemen halt genau so stattfinden, wie es ein Autor oder eben die Redaktion mag. Zweitens gibt es diese redaktionelle Leitlinie nicht, wie sie bei den Heften sauer aufstößt ("linker" Metal ist immer besser -> RH, "nur was wir sagen, ist echter Metal" -> DF).
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Siebi » Sonntag 25. Dezember 2016, 19:22

Beim RH sind die Onkelz, Guardian, Maiden, Wilsons 1000 Projekte oder Opeth immer ein Thema, erstgenannte für mich ein absolutes Nogo, dazu oft wenig, was mich interessiert. Das '86er Special der Dezemberausgabe ist gut zu lesen, weil ich zu der Zeit voll drin war, eine gelungene Retrospektive. Leider ist Else Stratmann heute von der Szene so weit weg wie 60 von der Bundesliga. Stefan Glas ist der Lichtblick, nur wegen der Undergroundrubrik ist mir das Heft den Preis nicht wert.

Das DF deckt vieles meines Musikgeschmacks ab, das politische Element empfinde ich nicht so wie Rüdiger oder blende ich aus, weil ich vielleicht eher links denn alles andere bin. Trotzdem sehe und höre ich einiges anders als das Heft und ihre Protagonisten, siehe High Spririts, Dark Forest oder diese Mainstreambösen von Watain. Aber was weiß ich schon. Im Forum finde ich einiges dämlich, anderes okay, egal ob das Beiträge eines Redakteurs als Privarperson oder Vertreter oder ein anderes Forumsmitglied sind. Geht mir überall so, nur mit dem Unterschied zu früher, dass ich mich nicht mehr genötigt fühle, dagegen zu schwimmen, wo ich weiß, es bringt eh nichts, also warum Zeit und Nerven vergeuden. Siehe auch das SMB und der geflohene Holländer, dessen Meinung ich nach wie vor nicht vertrete und widerspreche, ihn aber als Person respektiere.

Wenn jemand einen Abgang macht, ist das immer gebongt, ist persönlich motiviert, alles gut. Das teilweise theatralische Stilelement und einhergehende Beileidsbekundungen nehmen oft groteske Züge an.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 25. Dezember 2016, 21:43

Siebi hat geschrieben:Siehe auch das SMB und der geflohene Holländer, dessen Meinung ich nach wie vor nicht vertrete und widerspreche, ihn aber als Person respektiere.

Siebi, genau das ist der Punkt, der mich in der Folge exakt dieser Aktion dann doch vollends vom DF und vom DFF vertrieben hat. Nämlich dass ich speziell bei dem Protagonisten, der im SMB den Hauptanteil am Konflikt hatte, grundsätzlich nie so etwas wie Respekt gegenüber dem Diskussionspartner wahrnehme. Nicht bei Diskussionen um Musik und halt noch viel weniger bei Debatten mit politischem Einschlag. Und zwar ganz gleich, ob das Gegenüber ein kritischer Leser ist, der etwas am Inhalt auszusetzen hat, oder ein "Dissident" im Forum, der nicht ganz dem dortigen politischen Mainstream entspricht, oder ein eigensinniger Musiker, wie der Rolf oder der Dave. Außer man hat einen besonderen Draht zu einem solchen problematischen Musiker; dann darf er natürlich auch mal ein bisschen eigensinnig, oder rechtstolerant, oder gewalttätig sein. Mir ist das einfach zu viel Hybris, zu wenig Respekt, zu viel Mit-zweierlei-Maß-Messen und zu wenig Bescheidenheit im eigenen Benehmen. Klar, auch hier kann man nicht das ganze Magazin über einen Kamm scheren, und der Mehrheit der Protagonisten hatte ich nie was anzukreiden, aber wenn halt die lautesten Schreier im Markt so wahrzunehmen sind, tue ich mir schwer. Aus den Gründen hat mich das Rock Hard zweimal als Leser verloren, und jetzt ist das eben beim DF auch passiert. Ist nicht schlimm, denn das DF kann sicher gut ohne mich als Leser leben, und ich auch ganz ordentlich ohne das DF. Das Forum fehlt mir ein bisschen, da waren viele coole Leute unterwegs, sowohl auf der Musikebene, als auch auf der Politdiskussionsebene, bei denen ich trotz aller Unterschiede der Überzeugungen stets viel Respekt wahrnehmen konnte. Aber da bin ich des Kampfes irgendwie inzwischen überdrüssig und müde. Einerseits kann ich bestimmte Thesen halt nicht unwidersprochen stehen lassen; andererseits stresst es mich so sehr, wenn dann Leute unfreundlich querschießen, dass ich mich da immer mehr ausgeklinkt habe. Aber wenn dann solche Koffer kommen, wie in der SMB-Debatte, dann ist's für mich halt Zeit für die Reißleine. Schade finde ich es trotzdem, denn - wie du sagst - die Themenauswahl war gut, und mit der "wahrmetallischen Attitüde" habe ich ja nun auch nicht so das Problem wie etwa Peter oder Thommy. Aber - und das ist ja hinlänglich bekannt - mit Respektlosigkeit im Umgang tue ich mir halt irrsinnig schwer. Manche mögen ja respektlose Schreiber besonders gerne... sollen sie haben.
:subber:

Vielleicht müsste ich auch das mit dem Zwang zum Dagegenschwimmen in Angriff nehmen, damit ich das lockerer angehen kann, aber ich weiß nicht, ob ich das hinbekomme.
;-)
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Siebi » Sonntag 25. Dezember 2016, 22:10

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
Siebi hat geschrieben:Siehe auch das SMB und der geflohene Holländer, dessen Meinung ich nach wie vor nicht vertrete und widerspreche, ihn aber als Person respektiere.

Siebi, genau das ist der Punkt, der mich in der Folge exakt dieser Aktion dann doch vollends vom DF und vom DFF vertrieben hat. Nämlich dass ich speziell bei dem Protagonisten, der im SMB den Hauptanteil am Konflikt hatte, grundsätzlich nie so etwas wie Respekt gegenüber dem Diskussionspartner wahrnehme.
...

Im SMB kam der Konflikt durch die Aussage eines Musikers, die für mich kein Gesetz ist, die er haben darf genau wie man andere Meinungen vertreten darf. Respektlosigkeit? Naja. Meiner Meinung nach wurde da zuviel unter Usern, die sich kennen, hochgebauscht. Vom Flüchtenden wurde für mich wiederholt derselbe olle Politkram und Mitleidssermon des "Unbequemen" bemüht. Pfft, ich kann auch ohne solche Aussagen oder Foren allgemein gradaus denken. Fand ich komisch. Wie das mitleidige Geheul vieler User, dass er nun weg sei, noch komischer. "United we stand" bzw. diese Art "blinde" Loyalität unter dem Deckmantel "im Metal ist alles erlaubt" halte ich da eher für befremdlich. Gut, vielleicht fehlt mir hier die sonst bei Freunden vorhandene Empathie bei solcher Art Reaktionen.

Trotzdem finde ich das SMB gut, welches aber noch nie heilig oder gar meinungsprägend oder gar besser als andere Metalforen war/ist. Da tummeln sich abseits der Politik sehr eloquente Muskliebhaber, das mag ich nach wie vor. Das DF lese ich gerne, das DFF bietet derzeit nicht mehr viel neues zu Musik, von daher ist Posten eher rückläufig. Die meisten Themen sind halt nun durchgekaut, vieles wird nur durch Aufzählen gelistet.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 25. Dezember 2016, 22:42

Für mich war der Stein des Anstoßes an sich die Aussage des threadstartenden Schreiberlings, dass sich der nun absentierte Kamerad doch für seine politischen Gedankengänge möglichst einen eigenen Thread nehmen möge, in dem ihm dann der A. und der H. ausgiebig Beifall klatschen können. Das ist für mich respektloses Keilen gegen gleich drei Leute auf einmal; vor allem im Bezug auf mich selbst aus meiner Sicht auch ohne Not und ohne Anlass. Mag sein, dass ich da dann ein wenig dünnhäutig reagiere, aber ich hab jetzt ewig lange und viel in deren Forum geschrieben und meines Erachtens nachhaltig bewiesen, dass ich trotz meiner nicht immer konsensfähigen Positionen nicht als Troll aufgetreten und vor allem immer anständig mit allen Leuten dort umgegangen bin. Das entsprechende Feedback habe ich von den zahlreichen Diskussionspartnern und -Gegner auch immer wieder bekommen. Da empfinde ich solche Faux pas dann als äußerst unschön. Es passt für mich zum Eindruck, den ich vom Protagonisten seit jeher habe. Wenn man dann selber auch noch ins Visier gerät, wird's halt arg schwierig.

Egal, ich bin nicht nachtragend, so dass es gut sein kann, dass ich mir das Heft bei konkretem Interesse irgendwann wieder kaufe. Ins Forum werde ich aber wohl nicht mehr gehen, denn ich unterstelle ob des Vorfalls im SMB, dass ich den dortigen "Powers that be" nicht willkommen bin und fühle mich da jetzt auch fehl am Platze, wenn die Mächtigen dorten so agieren.

Das SMB mag ich nach wie vor gerne. In der Szene bewege ich mich seit spätestens 2003; seit dem ersten KIT. Man kennt und schätzt sehr viele der Leute seit langen Jahren persönlich, man freut sich immer wieder, sie zu treffen. Auch wenn ich nicht immer alle Phänomene dort nachvollziehen kann, so werde ich dem Board vermutlich nicht ganz den Rücken kehren, so lange es und ich da sind.
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