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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von salisbury » Dienstag 31. Mai 2016, 00:02
So, ich hab den lieben Siebi ja zwischenzeitlich schwer abgehängt, doch er kam mit einem klasse Finish in Ziel wärend ich hier auf der Stelle getreten bin. Doch bei mir wartet ganz am Ende eine ähnlich transzendentale Nummer eins wie im zuckerfreien Nebenthread und bis dorthin gibt es auch noch ein paar tolle Scheibletten, die mir gar Höchstnoten entlockt haben. Für Platz 5 bleib ich im Lande. Es geht nach Dresden. Klar, wer das ist, oder? WUCAN - Sow The Wind   Erstmal ein Toast auf das häßliche Cover. Warum hab ich Geier mir ausgerechnet DIESEN Tonträger auf LP besorgt? Vielleicht, weil ich ansonsten keinen Makel in der Musik finde. WUCAN ist einfach 1000 pro meins. Alles. Sound geht nicht besser. Leicht angezerrt die Gitarre, so kann nur einer spielen, der ganz genau weiß, was er tut, denn er jeder Vergreifer tut hier weh wie eine Strafe. Dieser junge Mann hat aber dafür die Hände. Von vielen Kritikern wird ja heute jede Band unter Generalverdacht der Trendhopperei gestellt, wenn er mit 70ies-Sounds aufwartet, vor allem wenn eine hübsche Sängerin mit dabei ist, die zufälligerweise auch noch Elin Larsson von den BLUES PILLS ähnlich sieht. Und ich finde es immer wieder unfair. Vielleicht fehlt denen ja die Empathie, aber ich bilde mir ein, dass jeder Ton von WUCAN aus Überzeugung und Liebe zur Musik gespielt wird. Allen voran Francis Tobolsky agiert hier als Dreh- und Angelpunkt und sie ist meines Erachtens eine Vollblut-Musikerin, die eine große Karriere vor sich haben könnte. Nicht norwendigerweise mit WUCAN, denn gerade live wird deutlich, dass sie auch für sich steht. Sie singt nicht nur, sie spielt auch Gitarre, Querflöte, Themerin und macht Percussions. Dazu eine einmalige Gestik und Mimik. Eine Freude, ihr zuzusehen und sicherlich auch mit Potential für große Bühnen. Zudem ist ein Mensch, der Kritik sehr persönlich nimmt und gerne auch mal zurückschreibt, wenn ihr was nicht passt. So gesehen bei so einigen Facebook-Kommentaren oder auf den Musikerreviews-Seiten. Den Verriss von Rensen im Rock Hard hat sie auf den Konzerten ihren Fans vorgelesen. Jaja, ein junges Mädchen, ein Heißsporn, mit Herz und Seele dabei, so Leute braucht die Szene. Wenn ihr sie auf die Palme bringen wollt, schreibt doch mal auf die FB-Page, dass WUCAN nach BLUES PILLS klingt (das böse Blautier konnte sich aber nicht verkneifen, hier ein bischen nachzustichlen ---> Review) und ihr Flötenspiel von Ian Anderson inspiriert sei, hihi. Übrigens, wer das behauptet, hat tatsächlich die Musik nur mit einem Ohr gehört. Musik: King Korea, Father Storm. Wer Bock hat, sucht noch 'Wandersmann', dem besten aber auch längsten Song.
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von salisbury » Dienstag 31. Mai 2016, 21:03
Die nächste Scheibe werde ich definitiv keine 500 Mal hören, denn sie schlägt mir immer sehr aufs Gemüt Platz 4: GOLD - No Image  Instrumental ist sie kalt, ruppig, unschön. Ganz ganz anders als der warme, nette Vorgänger "Interbellum", eine zunächst unterschätzte Soundcheck-Entdeckung, die später zum Dauerbrenner wurde. "No Image" hat mich aber sofort in seinen Bann gezogen. Sängerin Milena Eva versucht, so scheint mir, jegliche Emotion aus ihrem Gesang heraus zu nehmen und trifft mir damit tief in den dunklen Teil der Seele. GOLDs Videos stellen in ähnlicher Simplizität wie die Musik alle Abartigkeiten der degenerierenden Menschheit dar. Zum Beispiel Servant. Auch was bei And I Know Now passiert, ist Alltag im den USA. Vielleicht nicht nur da. Etwas anders ist ' The Controller, für Epileptiker aber sicher nicht ganz ungefährlich. Das ist jetzt KEIN Spaß. Mich wundert auf jeden Fall nicht, dass das Album im Soundcheck extrem kontrovers gehört wurde. Ich verstehe jeden, den die Mucke tierisch nervt. Und jeden, der das "Vollzotz" findet. Nur, "langweilig" geht mir überhaupt nicht ins Verständniszentrum. Peter. Zumindest für mich gab es 2015 kein Album, dass mich so sehr emotional einnimmt und aufsaugt. Doch, natürlich gab es eines, to be discussed later... 
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von salisbury » Dienstag 31. Mai 2016, 21:12
Ach, noch eine schöne Sache zu GOLD, die mich sehr gefreut hat. Für das Review bekam ich eine Message von der Band: "Dear Thomas, thanks for the profound and well crafted review. Very refreshing to see someone projecting our almost abstract creations onto his own life. You understand us very well! Will you be coming to one of our shows in Germany this week?" Schade, dass sie nicht nach München kamen... 
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von salisbury » Donnerstag 2. Juni 2016, 23:37
Nun steigen wir aufs Treppchen. Wie so oft mit Bands, die ich am Anfang des Jahres nicht auf dem Schirm hatte. Die Nummer drei allerdings war Anfang 2015 meine heißeste Favoritin auf Gold, stellte sie doch schon 2014 mit großem Abstand die Nummer eins. Auf geht's ans andere Ende der Welt. Platz 3: DARKYRA BLACK - Fool   Die Dame ist dem Forum wohl durch meine konstante Nerverei eh schon bekannt. Sie ist meine große Favoritin im Symphonic Metal und ich habe in München ein Konzert für sie organisiert. Es wurde aber nichts, weil sie an Krebs erkrankt ist. Sie hat ihre erste Phase Chemo jetzt hinter sich, hat keine Haare mehr, ist aber sonst den Umständen entsprechend guter Dinge. "Fool" wurde schon im April 2014 aufgenommen, es hat sich aber ewig gezogen bis August 2015 endlich endlich die Musik auch bei mir war. Die Messlatte war natürlich immens hoch, doch "Fool" ist ein brilliantes Album, ist mit bestem Sound ausgestattet und ist an allen Ecken und Enden ein High-End-Produkt. Wie sehr mir das Album gefällt, habe ich versucht, auch in Worte zu fassen. Ich würde auch kaum etwas ändern, ausser dass der Zahn der Zeit dann doch die "Primi inter pares"-Songs noch mehr herausgeschält hat. ProxTube-Benutzer können sich hier Truth Or Dare, Desparation und Of Fools And Gold anhören. Der Zahn der Zeit hat auch gezeigt, dass ich auf Dauer doch das Debüt "Dragon Tears" einen Ticken lieber habe. Es ist experimenteller, weniger "perfekt" und wie Darkyra sagt, "very moody". Wer mehr über diese Frau, ihre Einstellung zur Musik und ihre musikalische Vergangenheit wissen will, darf gerne das ausführliche Interview lesen.
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von salisbury » Samstag 4. Juni 2016, 23:37
So, auf meinen Platz 2 haben sich Schafi und Siebi ja schon ganz besonders gefreut, deshalb tatataaa, groß und in voller Pracht Platz 2: BEYOND THE BLACK - Songs Of Love And Death   Den Mund haben wir uns ja schon alle hier zerfusselt, die Geschichte ist bekannt (Wacken/Elephant Music). Zu bieten hat die Band auch für jeden was. Sie dient z.B als guter verbaler Fußabtreter für Wetterein gegen pöhse Kommerzmusik und den schlimmen Sumpf der modernen Musikindustrie. Jaja, das Leben ist eben hart aber ungerecht. Ein Traum ist dieses Leben allerdings für die kleine Jenny Haben und ihre Jungs. Und jeden Fan, der ihren Weg begeistert mitgeht. Ich höre ' In The Shadows' und die Welt ist um mich herum ist vergessen. Diese Musik ist Glück. Letztens live auf dem Rockavaria war das so gut wie nie zuvor. Dieser Sound, diese Stimme. I am in love with this band. So landet also diese Fernseh-Band noch vor meiner geliebten DARKYRA? Ja. Landet sie. Ich habe einfach 2015 (und 2016) kein Album öfter gehört. Da sind NUR Hits drauf. Hallelujah mit dem "Fear Of The Dark"-Gedächtnisriff. Drum rum Bombast gebaut, einfach, effektiv. Wumms, Treffer in linke obere Eck. Oder ' Drowning In Darkness', rumms, Treffer rechts oben. Menschen regen sich darüber auf, wie bei BEYOND THE BLACK die Songs entstehen und entwickeln die wildesten Fantasien. Was rauskommt ist eine Hitmaschine, bei der alles stimmt. Jenny, ein unwiderstehliche Sängerin, Nils Lesser, eine großartiger Nachwuchs-Klamper (diese Soli!!!) , Christo, der Animateur, die Frohnatur mit dem Powersound. Blautier hat sich vorgenomen, dieser Band zu folgen, sie wachsen zu sehen, wenn möglich persönlich zu treffen (sind ganz tolle Menschen!) und...na, mal sehen. Ich glaube, die gibt's auch in 20-30 Jahren noch. Ach ja, DER Song, der auch ferner Zukunft vielleicht "Klassiker" genannt wird, ist Running To The Edge. Was gefällt mir so daran? Ich fühle mich bei dieser Musik stark, motiviert, Bäume auszureißen, kräftig, unbesiegbar. Ich bin drauf und dran, dieser Band Rüdiger-Treue zu schwören  . In meine neue Top100-Liste hab ich das Album schonmal gewählt.  .
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von Holger Andrae » Sonntag 5. Juni 2016, 00:52
Nur mal so am Rande: Man kann die Musik von Beyond The Black auch ganz einfach ohne Hintergedanken nicht gut finden.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von salisbury » Sonntag 5. Juni 2016, 01:16
Holger Andrae hat geschrieben:Nur mal so am Rande: Man kann die Musik von Beyond The Black auch ganz einfach ohne Hintergedanken nicht gut finden.
Du meinst, einfach nur so nicht gut finden? Also anhören und ganz frech nicht gefallen lassen. BEYOND THE BLACK? Nee, Holg, ich glaub das ist...das geht nicht. Man kann kann doch nicht nur einfach so...nein. Also theorethisch ja aber praktisch...? Sehr schwer vorzustellen... 
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von Holger Andrae » Sonntag 5. Juni 2016, 10:38
salisbury hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Nur mal so am Rande: Man kann die Musik von Beyond The Black auch ganz einfach ohne Hintergedanken nicht gut finden.
Du meinst, einfach nur so nicht gut finden? Also anhören und ganz frech nicht gefallen lassen. BEYOND THE BLACK? Nee, Holg, ich glaub das ist...das geht nicht. Man kann kann doch nicht nur einfach so...nein. Also theorethisch ja aber praktisch...? Sehr schwer vorzustellen... 
Das ist wie mit Helene Fischer. Gute Sängerin, aber im Endergebnis totale Scheiße und ein Livekonzert von ihr erinnert auch mehr an eine Modenschau. Millionen Leute finden das toll, ein paar Menschen mit komischen Ohren nicht. Die Welt dreht sich trotzdem weiter.
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von salisbury » Sonntag 5. Juni 2016, 17:43
Ja, die schöne Fischer's Leni. Keine Ahnung, vielleicht hat sie ja auch gute Songs. Ich kenn nur den Hit. Das ist halt Partymusik. So wie 'Warriors Of The World'. Oder 'Sword & Tequila'. Ich find es sowieso etwas seltsam, dass man als Metaller Schlager und Pop so verabscheut. Beides sind benachbarte Stile mit kompositorischen Überschneidungs-Stellen. Verpass 'In Union We Stand' einen anderen Sound und eine weichere Stimme (Text kann bleiben) und schon haste nen Schlagersong fürs Wies'n-Zelt. Wir nähern uns der Nummer eins und einer Frau, die mindestens genauso gut singen kann wie die Fischer, ob ihr's glaubt oder nicht! 
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von Drumtier » Sonntag 5. Juni 2016, 18:01
GOLD wirken sehr spannend, sowohl musikalisch als auch das was ich von den beiden Videos gesehen hab BEYOND THE BLACK: Ich wurde gewarnt, aber furchtlos wie ich nun einmal bin, stelle ich mich der Gefahr und höre rein. Es war ja von Helene Fischer die Rede, ist zwar schon was anderes, aber auch das hier ist ja nichts anderes als Popmusik mit anderem Instrumentarium. Die Gesangslinien, Melodien, Songstruktur, das hat man alles so täglich im Radio auch. Den Gesang finde ich bei weitem besser als das woran ich mich von RHAPSODY erinnere, die Keyboards kleistern geschickt jede Nuance und Emotionalität zu, den Refrain kann man mitsingen noch bevor das obligatorische Prechorus-Break vorüber ist. Tut keinem weh, dem einen gefällts, dem anderen nicht. Mir gefällts übrigens nicht 
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