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von salisbury » Freitag 6. November 2015, 22:14
Siebi hat geschrieben:Was macht Dich denn so sicher, dass ein "Altherrenverein" aus den USA, der dank Lebenssituation ohne finanziellen Ausgleich gar keine zusammenhängende Europa-Tour spielen kann, so super bei einem Battle Beast- oder anderem "uncoolen" Publikum ankäme? Rainer Spekulatius, ick hör Dir trapsen.
Genau der und kein anderer  . Plus Bauchgefühl. Ich schätze auch, Du kennst die Situation der Musiker besser als ich. Klingt, als wären das a wegerl die Loser-Typen oder täuscht das?
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von Siebi » Freitag 6. November 2015, 22:25
salisbury hat geschrieben:Siebi hat geschrieben:Was macht Dich denn so sicher, dass ein "Altherrenverein" aus den USA, der dank Lebenssituation ohne finanziellen Ausgleich gar keine zusammenhängende Europa-Tour spielen kann, so super bei einem Battle Beast- oder anderem "uncoolen" Publikum ankäme? Rainer Spekulatius, ick hör Dir trapsen.
Genau der und kein anderer  . Plus Bauchgefühl. Ich schätze auch, Du kennst die Situation der Musiker besser als ich. Klingt, als wären das a wegerl die Loser-Typen oder täuscht das?
Was heißt Losertypen? Die werden von zwei oder drei Promotern hier in Europa hofiert und dann denkt der Ami für sich, hey, ich bin der Superstar. SPV/Steamhammer is' irgendwie auch ein undurchsichtiger Vertragspartner. Da machen andere Labels mehr Wind. Nur zu warten, dass die finanziell goldenen Angebote ins Haus flattern, nein, das ist dann eben Sabaton und Co., denn die ziehen Leute, die haben sich eine Fanbase über Jahre aufgebaut. Jag Panzer veröffentlicht alle Jubeljahre, löst sich auf, dann will Harald wieder, dann mag der Tafolla nimmer und wieder von vorn. Merkst was? Loser? Nein, denn die können spielen. Denke, eher planlos.
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von salisbury » Freitag 6. November 2015, 22:33
Siebi hat geschrieben: Jag Panzer veröffentlicht alle Jubeljahre, löst sich auf, dann will Harald wieder, dann mag der Tafolla nimmer und wieder von vorn. Merkst was? Loser? Nein, denn die können spielen. Denke, eher planlos.
Nee, mit "Loser" mein ich nicht die Spiel-Klasse. Ich halte die Band ja für spielerisch grandios. Ich meinte schon das, was Du beschreibst. Nicht wissen, was man will, denken, man wäre der tolle Hecht und der Erfolg käme zugeflogen, und nix passiert. Ja genau, planlos. Also irgendwie unkoordiniert, verstrahlt, verstritten...verloren 
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von Holger Andrae » Freitag 6. November 2015, 22:37
Auch hier bin ich beim Siebi. Diese permanente "es gibt uns, es gibt uns nicht, oder doch nur für eine Reunion oder vielleicht nur auf Platte, oder so" ist leicht nervig.
Ob Jag Panzer etwas von einem Supportslot bei Sabaton haben würde, weiß ich nicht. Möglich und ich würde es der Band gönnen. Realistisch betrachtet glaube ich aber eher, dass die schlau gebügelten Big-Jim-Metaller im Vorprogramm von Santiano oder Boss Hoss noch größer werden würden.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von salisbury » Freitag 6. November 2015, 22:44
Holger Andrae hat geschrieben:Auch hier bin ich beim Siebi. Diese permanente "es gibt uns, es gibt uns nicht, oder doch nur für eine Reunion oder vielleicht nur auf Platte, oder so" ist leicht nervig.
Haha, zumindest einen Aspekt haben sie anscheinend schon von den ganz Großen gelernt  . Aus Reunion-Touren kann aber nur Erfolg schlagen, wenn es eine Karriere davor gibt, aber die haben sie wohl verschlafen. What a waste of talent...
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von Rüdiger Stehle » Samstag 7. November 2015, 01:09
Ich finde das Theater auch absolut nervig, aber das ändert auf der anderen Seite rein gar nichts an meiner Einstellung zur Band.
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von Raphael Paebst » Montag 9. November 2015, 20:27
Erfolgstechnisch ist für JAG PANZER der Zug einfach abgefahren. Egal wie verstrahlt die mal waren oder jetzt immer noch sind, das sind alles Leute, die sich dank Job- und Familiensituation den zeitlichen und finanziellen Aufwand gar nicht mehr leisten können, der nötig wäre, um auf ein halbwegs erfolgreiches Level zu kommen. Das kann man machen, wenn man jung und motiviert ist, einem Familie und Zukunft egal sind und man eben die Hälfte des Jahres in einem klapprigen Bus durch die Weltgeschichte gurkt, Gigs spielt, bei denen man vom Promoter verarscht wird und im schlimmsten Fall draufzahlt und dabei eben die ganze Zeit hofft, dass es irgendwann klappt und sich das alles auch wirtschaftlich lohnt. Das schaffen aber nur ganz wenige Bands auf diese WWeise und wenn du erst mal mitte vierzig bist, Frau und Kinder hast und die irgendwie ernährt werden wollen, dann kannst du das einfach nicht mehr machen.
Die Konsequenz sollte halt einfach sein, Platten zu machen, wenn man Zeit und Lust hat und Konzerte zu spielen, wenn es zeitlich und finanziell passt, aber eben nicht mehr so tun, als wäre mehr drin und sich aufzulösen, wenn man mal ein halbes Jahr keine Zeit für die Band hat. Einfach Klappe halten und dann wieder was machen, wenn es allen passt. Das allein werf ich JAG PANZER vor, denn diesen letzten Schritt haben sie anscheinend nicht verstanden. Obwohl Marks Äußerungen im Deaf Forever ja zumindest Hoffnung auf Einsicht machen.
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von Rüdiger Stehle » Dienstag 10. November 2015, 01:23
Da bin ich dann mal ganz bei dir, Herr Kollege.
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von Peter Kubaschk » Dienstag 10. November 2015, 08:47
Raphael Paebst hat geschrieben:Erfolgstechnisch ist für JAG PANZER der Zug einfach abgefahren. Egal wie verstrahlt die mal waren oder jetzt immer noch sind, das sind alles Leute, die sich dank Job- und Familiensituation den zeitlichen und finanziellen Aufwand gar nicht mehr leisten können, der nötig wäre, um auf ein halbwegs erfolgreiches Level zu kommen. Das kann man machen, wenn man jung und motiviert ist, einem Familie und Zukunft egal sind und man eben die Hälfte des Jahres in einem klapprigen Bus durch die Weltgeschichte gurkt, Gigs spielt, bei denen man vom Promoter verarscht wird und im schlimmsten Fall draufzahlt und dabei eben die ganze Zeit hofft, dass es irgendwann klappt und sich das alles auch wirtschaftlich lohnt. Das schaffen aber nur ganz wenige Bands auf diese WWeise und wenn du erst mal mitte vierzig bist, Frau und Kinder hast und die irgendwie ernährt werden wollen, dann kannst du das einfach nicht mehr machen.
Die Konsequenz sollte halt einfach sein, Platten zu machen, wenn man Zeit und Lust hat und Konzerte zu spielen, wenn es zeitlich und finanziell passt, aber eben nicht mehr so tun, als wäre mehr drin und sich aufzulösen, wenn man mal ein halbes Jahr keine Zeit für die Band hat. Einfach Klappe halten und dann wieder was machen, wenn es allen passt. Das allein werf ich JAG PANZER vor, denn diesen letzten Schritt haben sie anscheinend nicht verstanden. Obwohl Marks Äußerungen im Deaf Forever ja zumindest Hoffnung auf Einsicht machen.
Richtig. Jede Band sollte es machen wie ARMORED SAINT.
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von Raphael Paebst » Dienstag 10. November 2015, 10:46
Peter Kubaschk hat geschrieben:Raphael Paebst hat geschrieben:Erfolgstechnisch ist für JAG PANZER der Zug einfach abgefahren. Egal wie verstrahlt die mal waren oder jetzt immer noch sind, das sind alles Leute, die sich dank Job- und Familiensituation den zeitlichen und finanziellen Aufwand gar nicht mehr leisten können, der nötig wäre, um auf ein halbwegs erfolgreiches Level zu kommen. Das kann man machen, wenn man jung und motiviert ist, einem Familie und Zukunft egal sind und man eben die Hälfte des Jahres in einem klapprigen Bus durch die Weltgeschichte gurkt, Gigs spielt, bei denen man vom Promoter verarscht wird und im schlimmsten Fall draufzahlt und dabei eben die ganze Zeit hofft, dass es irgendwann klappt und sich das alles auch wirtschaftlich lohnt. Das schaffen aber nur ganz wenige Bands auf diese WWeise und wenn du erst mal mitte vierzig bist, Frau und Kinder hast und die irgendwie ernährt werden wollen, dann kannst du das einfach nicht mehr machen.
Die Konsequenz sollte halt einfach sein, Platten zu machen, wenn man Zeit und Lust hat und Konzerte zu spielen, wenn es zeitlich und finanziell passt, aber eben nicht mehr so tun, als wäre mehr drin und sich aufzulösen, wenn man mal ein halbes Jahr keine Zeit für die Band hat. Einfach Klappe halten und dann wieder was machen, wenn es allen passt. Das allein werf ich JAG PANZER vor, denn diesen letzten Schritt haben sie anscheinend nicht verstanden. Obwohl Marks Äußerungen im Deaf Forever ja zumindest Hoffnung auf Einsicht machen.
Richtig. Jede Band sollte es machen wie ARMORED SAINT.
Was die Qualität der Musik angeht, in jedem Fall, etwas häufiger touren dürften ein paar Bands dann aber schon.  Aber ja, ARMORED SAINT ist wohl das beste Beispiel, wie man als Band in dieser Situation Musik und Alltag unter einen Hut bringt.
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Raphael Paebst
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