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von Raphael Paebst » Sonntag 5. April 2015, 12:49
salisbury hat geschrieben:Death-Metal-Blinder
 Da fühl ich mich mal angesprochen und stimme dir zu, dass die Regenbogentrümmertruppe live völlig langweilig war. Das ist so ein typischer Fall von "Wir sind Black Metal aber mit total viel Anspruch, also machen wir was über Hexen mit lateinischem Titel" wo es ein "Hail Satan!" zu Staubsaugergitarren auch getan hätte. Stattdessen gibt's Hörspiele im halben Tempo. SULPHUR AEON und CHAPEL OF DISEASE kann man jetzt auch, bis auf die Herkunft, nicht wirklich vergleichen, letztere haben ja viel mehr traditionellen Heavy Metal im Sound und feuern nicht konstant aus allen Rohren wie die Tentakelbande. Aber jetzt überlass ich das Feld auch al lieber den Experten...
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von Havoc » Sonntag 5. April 2015, 19:20
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Nur erschließt es sich mir halt nur etwas schwer, was jetzt gerade hier den ganz großen Unterschied macht.
Ich denke, dass Rangegebenheiten schon sauviel ausmachen. Mit SULPHUR AEON haben die einen coolen Bandnamen...dazu die sehr guten und auffälligen Cover. Alleine dadurch bringt man sich schon mal ins Gespräch. Und zwar so, dass auch eher Rand-Death-Metal-Hörer wie ich aufhorchen. Trotzdem muss dann letzendlich natürlich noch die Musik stimmen. Ich kenne jetzt nur den einen Song vom RH-Sampler. Klingt ganz gut aber irgendwie wirklich nicht überragend oder extrem anders wie andere Bands. Dennoch interessiert mich die Band jetzt. Vielleicht hole ich mir mal ne Scheibe. Mit wem sind die am ehesten zu vergleichen. Morbid Angel? Haben die auch viele ausladende atmosphärische Parts? Oder ist das hauptsächlich Geballer?
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von the seeker » Montag 6. April 2015, 20:56
schwer zu beschreiben, in jedem Lied passiert sehr viel einfach mal reinhorchen
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von enemy-of-reality » Montag 6. April 2015, 21:00
Erst 2mal gehört bisher. Die morbiden Angler würden mir als Vergleich eher nicht in den Sinn kommen, auch wenn gewisse Einflüsse vorhanden sein mögen. Irgendwie geht das auch stark in Richtung alter Elchtod. Glaub ich zumindest. Bin in Sachen DM aber nun nicht wirklich ein Experte.
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von the seeker » Dienstag 7. April 2015, 21:36
hmm so richtig schwedisch finde ich das nicht, mehr so Richtung Behemoth vom "Bombast" her, Morbid Angel bzgl. Groove und Atmo-parts, eingängige Refrains und ansonsten wechselnd zwischen midtempo und Vollgas, gut ab und an könnten die Gitarren schon gen Schweden lunzen
alles in allem ein sehr eigener Sound (ebenso das Debüt, wenn auch viel "dumpfer" - aber auch geil, die Melodien sind etwas versteckter)
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von Schaf » Mittwoch 8. April 2015, 12:03
Hm. Jetzt versuchte ich irgendwie, der Thematik der letzten paar Seiten zu folgen und bin nicht wirklich schlauer. Irgendjemand spricht von einem Hype um SULPHUR AEON. Gut, ich lese außer pm.de keine Genremagazine, sondern nur Foren, weiß dementsprechend nichts von einem Hype. Aufmerksam wurde ich auf das Debüt, weil es einfach gut war und mir als Gelegenheitsdeathmetaller sehr taugte. Hatte selten so großartiges Todesblei gehört. Atmosphärisch, brutal, eingängig, komplex, mitreißend, angenehm produziert. Der angeblich Hype - den ich wie gesagt nicht mitbekommen habe - liegt aber sicher nicht allein am Cthulhu-Bezug, denn diesen haben hunderttausend andere Bands auch. Der Tentakelgott ist im Metal ja ebenso beliebt wie der gehörnte Fürst der Finsternis. Kann die Band im Augenblick nicht einfach erfolgreich sein, weil ihre Musik gut oder zumindest im extremmetallischen Sinne massentauglich ist?
Und dann noch die Erwähnung der großartigen Schwarzdoomster von THE RUINS OF BEVERAST. Im Death-Metal-Thread. Womit hat das jetzt konkret zu tun? Bezieht sich das jetzt auf den Erfolg von S.A., den angeblichen Hype? Gibt es auch einen Hype um TROB?
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von Raphael Paebst » Mittwoch 8. April 2015, 12:21
Es geht dabei weniger um den Hype, sondern darum, dass gerade SULPHUR AEON oder THE RUINS OF BEVERAST neben ihrem eigenen Genre vor allem im urtraditionellen Underground viele Leute erreichen, also in der Epic Metal undDoom-Ecke, die gerade mit harschem Gesang und ähnlichem oft Probleme hat.
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von Schaf » Mittwoch 8. April 2015, 13:56
Eine gute Sache, nicht wahr? Somit gewöhnen sich die Heavy und Power Metaller an den harschen Gesang und Death und Black Metal und werden von da aus neue Bands kennen lernen. Lieber relativ undergroundige Truppen wie SA und TROB als pseudoharte mainstreamige "Death" Metaller wie ARCH ENEMY und "Black" Metaller wie DIMMU BORGIR.
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von Jhonny » Mittwoch 8. April 2015, 14:06
Ich sehe das überhaupt nicht negativ, dass Bands wie SULPHUR AEON, CHAPEL OF DISEASE usw. den Death Metal unter "uns" eher traditionell gesinnten Metal-Fans ankommen lassen. Sie spielen ja zweifelsohne immer noch "echten" Metal, machen ihre Sache gut und sind zurecht erfolgreich - weil sie es schaffen, ihren Death Metal eigenständig und doch sehr metallisch klingen zu lassen.
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von Drumtier » Freitag 24. April 2015, 17:21
Ist zwar nicht ganz meine DM-Nische, aber so oft bring ich mich ja eh nicht mehr ein heutzutage. Eine aktuelle Spanne erhöhter Aufmerksamkeit gegenüber SULPHUR AEON ist schon da, aber das ist bei einem neuen Album mit der richtigen Medienpräsenz kein Ding der Unmöglichkeit und auch für mich kein Hype. BEHEMOTH ist für mich die Band, die am ehesten als Vergleich taugt, manchmal blitzt NILE auf, sonst nichts was man allzu vielen größeren Bands zuordnen könnte. Warum manche eine gewisse Massentauglichkeit der Musik feststellen, hängt wahrscheinlich mit ihrer sehr atmosphärischen Ausrichtung zusammen. Für eher genrefremde Hörer macht das die härtere Gangart der Musik eher erträglich, während die Zielgruppe die Atmosphäre in Kombination zur Musik zu schätzen weiß. Dazu eine massentaugliche textliche und visuelle Ausrichtung und fertig ist der "Hype".
Gefällt mir auch gar nicht schlecht, bin zwar nicht so der Typ für atmosphärischen DM, aber die Musik ist komplexer als es die Eingängigkeit vermuten lässt und vor allem finde ich den Einbau der Melodien sehr gelungen. Nicht zu sehr im Vordergrund, sondern schön verdeckt, hoch oben schwebend oder gar von hinten durchblitzend, durch die vorherrschende Wall Of Sound. Werds im Hinblick auf meine Jahresendliste im Hinterkopf behalten, da mische ich gern ein wenig durch um die Konkurrenz zu erhöhen.
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