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von Chavo89 » Mittwoch 18. August 2010, 08:31
Thomas Schmahl hat geschrieben:Auch nach dem zweiten Durchgang frage ich mich immer noch: "Braucht man wirklich eine neue Maiden-Platte??" ...dafür gibt es einfach zuviel gute Musik, als das ich mich noch ausführlicher mit dem Werk bechäftigen werde und die Accept ist eh besser 
Wenn du sie nicht brauchst, dann ist das ja schön für dich. Aber hier gibt es genug Leute, die "The Final Frontier" gut finden. Auch nach dem geschätzt achten Durchlauf freue ich mich über dieses Album. Die neue Accept habe ich noch nicht, aber die wird auch gekauft. Aber so gut, wie die von allen Seiten vor allem hier im Forum angepriesen wird, kann die doch gar nicht sein. Ich glaube sowas nennt man "hypen" oder so.
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von Peter Kubaschk » Mittwoch 18. August 2010, 08:40
na ja, von der ACCEPT hat man eigentlich nichts erwartet und wird überrascht von einem wirklich klassischen, starken ACCEPT-Album, das zwar nicht an die Klassiker rankommt, aber daran erinnert. Da klingen die Kommentare natürlich auch gleich euphorischer.
von IRON MAIDEN erwartet jeder alles und mehr und dann kommt ein Album, das zwar recht klassich in Bezug auf die letzten 10 Jahre klingt, aber halt auch nicht wirklich überrascht. Wenn man aber auf MAIDEN steht, dann findet man das schon gut oder besser. Nur nicht zwingend sensationell. Und nur dann wäre man euphorisch.
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von Chavo89 » Mittwoch 18. August 2010, 08:52
Ja, das mag ja alles sein, aber die Frage, ob man das Album "braucht", regt mich dann schon leicht auf. Ich finde die letzten vier Maiden-Alben allesamt super und "Dance of Death" gehört zu meinen absoluten Lieblings-Alben. "The Final Frontier" kommt da nahe ran und ist für mich stärker als AMOLAD. Und dann kommt so ein Troll und stellt so eine Frage...
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von Thomas Schmahl » Mittwoch 18. August 2010, 09:13
..Troll ??!!!
..okay, mit Brainstorm als Avatar, da habe ich lieber kein ...Avatar
aber mal im ernst, ich bin mehr als doppelt so alt wie du und verstehe deine Euphorie - vor ein paar Jahren Maiden für sich endeckt, da fiebert man schon gerne einem neuen Album entgegen. Ich bin aber satt, habe sie zig mal gesehen, habe alles doppelt hier rumstehen, alles als Picture Vinyl, diverse Shapes, diverse Originale (Soundhouse Tapes etc). Auch diese Käufe kommen aus meiner Entdeckerphase, also ca. 1982-1983 und das waren sie die Größten. Das neue Album ist ja nicht schlecht, sagt ja auch keiner und man soll ja Vergleiche mit früher meiden, aber mich haut da einfach nix mehr vom Hocker und als "junger Spund" ist man in solchen Sachen dann schon schnell mal euphorisiert.
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von Feamorn » Mittwoch 18. August 2010, 09:49
Jetzt mal ganz entspannt Jungs!
Der Punkt, ob man das braucht, tauchte hier ja nicht das erste Mal auf, ich weiß nicht, warum man sich daran so leicht entzünden muss. Ich finde das Album durchaus gefällig, stellenweise gut, trotzdem würde ich nicht sagen, dass man heute neue Maiden-Alben "braucht", aber sie stören eben auch nicht. Die Jungs sind, für mich, weit davon entfernt, an ihrem Ruf zu kratzen, und da sie offensichtlich noch Spaß an der Sache haben, sollen sie halt neue Alben rausbringen. Damit man sie "braucht" müssten die Jungs endlich nochmal etwas innovativer werden. Ich kaufe die Alben trotzdem und habe auch meine Freude damit. Mir würde es aber auch nicht sonderlich weh tun, wenn sie eben keines mehr rausbringen (wie schon vor vielen Seiten geschrieben: ich würde es nur bedauern, wenn sie nicht mehr live spielen).
Ich habe z.B. den unbestimmten Verdacht, dass mir persönlich ein neues Albem der Herren Dickison/Smith/Z mehr geben könnte. Aber auch das ist nur Spekulation. Maiden gehören für mich dazu, und solange sie nicht anfangen schlechte oder belanglose Musik zu schreiben (und davon sind sie weit weg, mMn), will ich sie auch weiterhin als Teil der aktiven Szene sehen.
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von Chavo89 » Mittwoch 18. August 2010, 10:11
Wenn sie keine neuen Alben mehr rausbrächten, würden sie auch nicht mehr auf Tour gehen. Die haben doch auch keinen Bock immer die ganzen alten Sachen zu spielen und das ist auch gut so. Ich habe mich sehr über die Setlist in Wacken gefreut. Euphorisiert bin ich allerdings auch nicht von dem Album, sowas passiert mir auch eher selten. Ich bin auch kein Maiden-Fanboy. Ich habe nur drei Alben von denen, aber weil ich die restlichen auch alle ganz gut kenne, habe ich bislang kein allzu großes Bedürfnis, die nachzukaufen. Ich sehe das ganze schon mit eher nüchternen Augen. Die sind halt auch älter geworden und können vielleicht auch gar nicht mehr solche Musik wie früher machen, das mag die Fans der ersten Stunde vielleicht nicht interessieren, aber das ist nun mal so. Ich verstehe das mit dem "brauchen" trotzdem noch nicht, vor allem, weil ihr das auf die Allgemeinheit bezieht und nicht auf euch persönlich. Ich brauch auch keine neuen Black Metal-Releases mehr, das klingt für mich eh alles zu ähnlich. Aber ich sage doch nicht, dass das keiner braucht. Da fehlt mir irgendwie das Verständnis...
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von Feamorn » Mittwoch 18. August 2010, 10:29
Ich glaube, Du nimmst das Thema "brauchen" zu ernst. Der Punkt ist halt, dass Maiden es, in meinen Augen, nicht schaffen, ihrem Gesamtwerk etwas wirklich Neues hinzuzufügen, insofern war es halt "schonmal da", und das oft in besserer Form. Das macht die neue Musik nicht zwangsläufig schlecht, aber es fehlt ein wenig der "Zündstoff", um nochmal richtig einzuschlagen. Es ist eben kein zweites TNOTB oder POM, die der Musikwelt wirklich "fehlen" würden. Das sagt ja nicht, dass irgendwer die Musik nicht hören soll, oder dass sie nichts taugt. Ich hab aber einfach die Erfahrung gemacht, dass man, je länger man eine Band kennt, umso kritischer mit deren Neuveröffentlichungen umgeht, eben weil man sie schon so lange kennt und sich fragt, warum das neue Album jetzt wieder nichts "Neues" zu bieten hat. Das mag zum Teil fehlgeleitetes "Anspruchsdenken" sein, aber ich halte das für sehr verständlich. Wenn jemand Maiden jetzt mit The Final Frontier das erste Mal hört, kann es gut sein, dass es ihn wegbläst. Das freut mich, ändert aber nichts an der Tatsache, dass das Album, in einem anderen Kontext, eben weniger hermacht und insofern "musikhistorisch" garantiert nichteinmal ansatzweise so "wichtig" sein wird, wie die frühen Alben (in diesem Kontext mein "brauchen"). Das hat als "allgemeingültige" qualitative Aussage aber keinen Wert und soll auch niemandem die neue Platte madig machen. Es ist schlicht die Festellung, dass eine Band es nicht schafft, dem musikalischen Universum etwas fundamentales hinzuzufügen.
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von Thunder » Mittwoch 18. August 2010, 12:50
Ich glaube, wenn man es ganz streng sieht, haben Maiden noch nie einen fundamentalen Beitrag zur Musikgeschichte geleistet. Das haben vielleicht Bands wie Black Sabbath, King Crimson oder die Beatles (wenn wir uns mal auf den Rock-Bereich beschränken), aber Iron Maiden? Was war schon neu an ihrem Debut oder auch an "The Number of the Beast"? Das haben andere NWOBHM Bands bzw. Judas Priest auch schon alles in ähnlicher Ausführung gebracht. Ich glaube die Faszination von Iron Maiden lag noch nie an der Innovation sondern einfach an ihren eingängigen und toll arrangierten Songs und Alben. Die Maiden-Hooks kennt einfach jeder Metaller, weil sie schon immer Charakter besaßen und das haben sie meiner Meinung nach immer noch. Das unterscheidet sie von anderen 08/15-Metalbands. Wenn ich das neue Album höre, dann bin ich einfach glücklich über den Maiden-Sound, die schönen, charakteristischen Refrains, Riffs und Soli. Wenn jemand das noch nie mochte, wird er es auch jetzt nicht mögen.
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von Thomas Schmahl » Mittwoch 18. August 2010, 14:27
Danke Feamorn !!!!!!!!!!
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von Feamorn » Mittwoch 18. August 2010, 14:47
@Thunder: Auf die Gesamtbezogene Musik sicher nicht, aber wenn man den Fokus mal auf den Metal legt? Es ist ja schön, dass Priest vorher schon da waren, aber wenn ich so zurückgucke. In meiner Jugend (Mitte/Ende der Neunziger) waren Priest bei niemandem den ich kannte ein Thema, Maiden waren, nach Metallica, jedoch immernoch das große Ding. Priest jucken mich bis heute nicht sonderlich, und das hat nicht alleine mit meiner Abneigung gegen Halford zu tun. Sicher haben Priest auch ihren (durchaus sehr wichtigen) Anteil am heutigen Metal, aber von meiner Warte aus, erscheinen mir Maiden einfach als "wichtiger". Das mag für andere Leute anders aussehen, aber bei mir halt so.
Du kannst der Erste sein, du kannst Nachahmer sein oder du kannst ein Nachahmer sein, der es schafft das Thema dermaßen geschickt zu variieren, dass du es besser machst als die Ersten. Das ist für die Ersten natürlich bedauerlich, aber die Frage ist, wer dann im Nachhinein "relevanter" ist. Die Frage ist sicher nicht zu klären, zumal es ja auch immer eine Frage des Blickpunktes ist, sicher, ohne die Ersten hätte es die Nachahmer nie gegeben, aber wäre der Stil ohne die Nachahmer auch so wichtig geworden? Ich bin der Meinung, dass die heutige Metalszene grundlegend anders aussähe, hätte es die ersten, sagen wir sieben, Maiden-Alben nicht gegeben. Das ist für mich, in einem gewissen Sinne, durchaus "fundamental". Und das Aussehen der Metalwelt wird eben in 20 Jahren (vermutlich) nicht davon abhängen, ob 2010 "The Final Frontier" erschienen ist oder nicht.
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