PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 20. August 2014, 09:40

salisbury hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ja, Meister Blautier spielt mal wieder den Hofnarren, so deucht mir...

salisbury hat geschrieben:Hmm, Epik scheint jetzt nicht unbedingt die Stärke von MANILLA ROAD zu sein...

:jaja:
:grins:

Die Band ist die Definition von Epic Metal, Mann!


Ja, naja, schon irgendwie verwunderlich. Ich jedenfalls brauche nen guten Sound für "epische" Gefühle, den die Band ja konsequent anzulehnen scheint. Zumal mir "episch" im Zusammenhamg mit MR auch nie in den Sinn kommt. Kauzig, verschroben, eigenwillig, sonderbar, das passt. Episch? No way!


Auch wenn ich MR an sich für eine Band halte, die gerne episch zu Werke geht, bin ich bei diesem Song ein Stück weit bei Sally. Dieser Sound verdirbt jegliche Epikness (wie andeers herum auch bei Dream Evil und Oceansize)
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon salisbury » Mittwoch 20. August 2014, 10:02

Na, ja besonders schade ist bei MR, dass die Steigerung nicht funktioniert, klanglich wie gesanglich. Der Sänger hat eben einfach keine besonders kraftvolle Stimme (das habe ich auch schon bei anderen MR-Songs gehört), um hier ein typisches Heavy-Metal-Epos entstehen zu lassen. Dazu braucht es einen Adams oder einen Dio und die gibt es nicht wie Sand am Meer. ;-) Ich höre grad "Myterium". Da ist das meiste komplett unepisch arrangiert und schwupps, es funktioniert mit diesem wackeligen, aber charmanten Gesang. Auch die Ballade, wo er seine Stimme komplett zurückfährt, ist cool. Ich sollte mehr MANILLA ROAD hören :D
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Christian Schwarzer » Mittwoch 20. August 2014, 18:52

Manowar - Defintion des Epischen. Aufgesetzt???? Wieso soll das „aufgesetzt“ sein, oder, andersrum: Ab wann gilt denn Musik als aufgesetzt? Und worauf setzt die Musik sich? Oder Eric Adams? Oder wer jetzt?

Black Sabbath – Auch sehr sehr episch. Supergeil.

Cities – Definitiv episch.

Blackfoot – Mannmannmann ist das geil! Also besonders musikalisch. Hat auch ein episches Element. *Entdeckung der ersten Runde*

Magnum – Auch sehr schön. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich ihn episch nennen würde.

Manilla Road - Natürlich ist das episch, aber der Gesang ist an den Stellen, wo er lauter werden und mehr rauskommen sollte, einfach zu schwach. Aber musikalisch auch wieder sehr geil, wie sich das so voranrumpelt.

Venom – Hier würde ich mir eine ganz klein bisschen differenziertere Produktion wünschen (Blood Fire Death-Sound reicht schon). Oder manchmal nen Akkord mehr.

Oceansize - Der Song hat natürlich den großen Bogen, aber ist komplett introvertiert. Von daher gewiss nicht schlecht, aber in meinen Ohren auch nicht episch.

Dream Evil - Mit epischem Unterton, aber im Rahmen des Genres kein Highlight, da hat auch DE besseres fabriziert. Immerhin: Blizzard hatten schon immer saugute WoW Trailer und Videos

Soundgarden - Grunge ist dreckig. Aber episch?
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon salisbury » Mittwoch 20. August 2014, 21:11

Christian Schwarzer hat geschrieben:Manowar - Defintion des Epischen. Aufgesetzt???? Wieso soll das „aufgesetzt“ sein, oder, andersrum: Ab wann gilt denn Musik als aufgesetzt? Und worauf setzt die Musik sich? Oder Eric Adams? Oder wer jetzt?


Hmm, "aufgesetzt" ist sicher ein falsches Wort. Wie kann man das positiv ausdrücken? Mit dem Schauspieler-Vergleich wollte ich es eigentlich ausdrücken. Sie nehmen eine Rolle ein und spielen sie perfekt. Aber ich habe ja nicht mit "aufgesetzt" hier angefangen, gelle... ;-)
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Christian Schwarzer » Mittwoch 20. August 2014, 21:18

Ich glaube, das Wort, nach dem du suchst, lautet "theatralisch". ;-) Auch wenn ich selbst das etwas zu hart finde, das hängt aber davon ab, wie man das konnotiert. Pathetisch isses auf jeden Fall.
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Eike » Mittwoch 20. August 2014, 21:41

Theatralisch trifft es:
Das ist einstudiertes Pathos, kein tief empfundenes.
Kann man so machen, wirkt aber halt anders.
Und da das für ganz großes Theater nicht reicht, kommt es mir wieder in den Sinn, das böse Wort:
Kirmesmetal.
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon salisbury » Mittwoch 20. August 2014, 21:47

Eike hat geschrieben:Theatralisch trifft es:
Das ist einstudiertes Pathos, kein tief empfundenes.


Hui, ich glaube nicht, dass man das so genau auseinanderhalten kann. Ein überzegender Akteur fühlt immer auch ein Stückweit mit dem mit, was er darstellen möchte. Und ich finde es sehr weit aus dem Fenster geleht, dem Adams und seiner Crew vorzuhalten, dass sie das, was sie uns vorspielen, alles nur professionell vorgaukeln.
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Eike » Mittwoch 20. August 2014, 21:55

Naja, so wirkt es eben auf mich. Allwissend bin ich natürlich nicht.
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Christian Schwarzer » Mittwoch 20. August 2014, 22:00

Eike hat geschrieben:Theatralisch trifft es:
Das ist einstudiertes Pathos, kein tief empfundenes.
Kann man so machen, wirkt aber halt anders.
Und da das für ganz großes Theater nicht reicht, kommt es mir wieder in den Sinn, das böse Wort:
Kirmesmetal.

Für neuere Manowar-Sachen mag man das ernsthaft diskutieren können, aber für eine Band, die gerade ihr zweites Album rausbrachte und dabei absolut eigen und ideenreich vorging? So viel Mist Joey irgendwann auch von sich gegeben hat, ich nehme ihm (und dem Rest) schon die Begeisterung für die Sache ab, insbesondere zu dieser Zeit. Wenn ich diesen Song ehrlich "fühlen" kann, wieso dann auch nicht die Band?
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Eike » Mittwoch 20. August 2014, 22:05

Es klingt nicht gelangweilt oder so für mich, es ist nicht die Begeisterung, die ich da nicht spüren kann, aber da wird stimmlich die ganz große Geste rausgeholt, und die wirkt auf mich übertrieben, fehl am Platz, genauso übertrieben, wie Theaterschauspieler übertreiben (müssen), damit es auch noch der Kurzsichtige/Schwerhörige in der letzten Reihe mit bekommt, was da gespielt wird. Overacting. Ist ein Stilmittel, kann man machen, viele mögen das, mir gibt es nicht viel. Da mag es Ausnahmen geben, wo es für mich wieder perfekt passt, aber das sind dann eher Hymnen, nicht Epen.
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