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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 2. Oktober 2013, 23:54
Holger Andrae hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Es freut mich, wenn Du Dich, Jhonny , an einer derartig totproduzierten Musik erfreuen kannst.
Alles andere mal beiseite geschoben: Das fasziniert mich immer wieder! Ich höre das nicht, echt nicht. Habe ich schon bei Iced Earth nicht gehört, ich höre es auch bei Running Wild nicht. Noch eher verstehe ich es bei der IE, aber da stört es mich nicht. Das höre ich im störenden Ausmaß vielleicht bei der einen oder anderen Sneap-Produktion im Thrash-Bereich, aber die neue Running Wild klingt für mich gut und unaufdringlich. Hab da an der Produktion echt nichts auszusetzen. Mal auf CD brennen und im Wohnzimmer hören... 
Für mich klingt das wie eine Truppe Lego-Piraten, die auf Lego-Instrumenten spielt. Völlig unecht, emotionslos und platt. Bei IE war es mir ja eher zu steril. Das ist hier etwas anders. Lieblos wäre auch ein Attribut, welches mir in den Sinn käme.
Ich frage mich, ob man das der Musik wirklich anhört, oder ob man - in dem Falle DU - das hinein projezierst, weil du halt die Umstände der Produktion, die Person dahinter, deren Aussagen zu Produktionsinterna, Bandmitgliedern usw... usf... kennst. Ich sehe das ja durchaus auch so, dass die Einstellung, die Rolf hier zu Tage legt, gelinde gesagt sehr befremdlich ist, aber ich höre es der Musik wirklich nicht an, dass hier nur ein designtes Produkt geliefert wird. Das mag tatsächlich so sein, aber so lange ich das der Musik nicht anhöre, ist es mir relativ egal. Klar, ich spüre auch irgendwie, dass nicht mehr das Herzblut dahinter ist, wie bis ca. 1995. Deshalb hat RW bei mir auch längst nicht mehr den Lieblingsband-Status, den die Band bis zu diesem Zeitpunkt hatte, sondern steht inzwischen auch nur noch in der dritten oder vierten Reihe "meiner" Bands. Aber diese emotionale Distanz schlägt bei mir jetzt nicht wirklich negativ auf das aktuelle Album durch. Das war bei "Shadowmaker" schlimmer.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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Rüdiger Stehle
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von Holger Andrae » Donnerstag 3. Oktober 2013, 00:00
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Es freut mich, wenn Du Dich, Jhonny , an einer derartig totproduzierten Musik erfreuen kannst.
Alles andere mal beiseite geschoben: Das fasziniert mich immer wieder! Ich höre das nicht, echt nicht. Habe ich schon bei Iced Earth nicht gehört, ich höre es auch bei Running Wild nicht. Noch eher verstehe ich es bei der IE, aber da stört es mich nicht. Das höre ich im störenden Ausmaß vielleicht bei der einen oder anderen Sneap-Produktion im Thrash-Bereich, aber die neue Running Wild klingt für mich gut und unaufdringlich. Hab da an der Produktion echt nichts auszusetzen. Mal auf CD brennen und im Wohnzimmer hören... 
Für mich klingt das wie eine Truppe Lego-Piraten, die auf Lego-Instrumenten spielt. Völlig unecht, emotionslos und platt. Bei IE war es mir ja eher zu steril. Das ist hier etwas anders. Lieblos wäre auch ein Attribut, welches mir in den Sinn käme.
Ich frage mich, ob man das der Musik wirklich anhört, oder ob man - in dem Falle DU - das hinein projezierst, weil du halt die Umstände der Produktion, die Person dahinter, deren Aussagen zu Produktionsinterna, Bandmitgliedern usw... usf... kennst. Ich sehe das ja durchaus auch so, dass die Einstellung, die Rolf hier zu Tage legt, gelinde gesagt sehr befremdlich ist, aber ich höre es der Musik wirklich nicht an, dass hier nur ein designtes Produkt geliefert wird. Das mag tatsächlich so sein, aber so lange ich das der Musik nicht anhöre, ist es mir relativ egal. Klar, ich spüre auch irgendwie, dass nicht mehr das Herzblut dahinter ist, wie bis ca. 1995. Deshalb hat RW bei mir auch längst nicht mehr den Lieblingsband-Status, den die Band bis zu diesem Zeitpunkt hatte, sondern steht inzwischen auch nur noch in der dritten oder vierten Reihe "meiner" Bands. Aber diese emotionale Distanz schlägt bei mir jetzt nicht wirklich negativ auf das aktuelle Album durch. Das war bei "Shadowmaker" schlimmer.
Hm, wenn ich zum Beispiel an HEART OF CYGNUS denke, die ja auch zu Beginn eher als Studioprojekt unterwegs war, kann ich das nicht bestätigen. Das Album fand ich toll. Ich habe mich jetzt auch tatsächlich nicht schlau gemacht, wer neben Rolf auf dem Album tatsächlich spielt. Selbst wenn das jetzt Hasche und Majk und der preacher wären, würde ichd das bei diesem Ergebnis schlimm finden. Reißbrettmusik.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 3. Oktober 2013, 00:07
Ja, das ist de facto sicherlich Reißbrettmusik, das will ich gar nicht bestreiten. Rolf versucht halt, etwas zu machen, das bei den Fans besser ankommt, als das, was er mit den Vorgängeralben gemacht hat, ohne dabei echt kreativ zu sein. Für mich ist halt die Frage, ob man das der Musik wirklich anhören kann, oder ob man das hinein interpretiert, weil man eben das Gehabe und die ganzen Interviews von Rolf kennt, und zu wissen glaubt, dass er nicht mehr mit Herzblut dabei ist. Letzteres sehe ich ja genau so, wie die meisten Kritiker, aber ich finde halt, wenn das Album läuft, dass man ihm genau das nicht in einem störenden Maße anhört. Außerdem frage ich mich, ob nicht z.B. die neue Black Sabbath (die ich selber auch lieber mag und spannender finde als die RW) auch genau diese Art von Reißbrettmusik ist? Viele haben ihr ja genau das vorgeworfen, in der Rezeption: Auf die Altfans designt, keine Experimente, sehr fraglich wie viel echte kreative Freude bei der Produktion im Spiel war...
Damit will ich weder sagen, dass dein Eindruck falsch ist, noch will ich die tolle SAB-Scheibe abwerten.
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von Holger Andrae » Donnerstag 3. Oktober 2013, 00:16
Ich verstehe Dich ja, Rüdiger. Und der Sabbath-Vergleich ist jetzt auch nicht so abwegig. Wobei ich da den Reißbrett-Effekt nicht so sehr sehe. Klar, die machen das, weil sie Knete verdienen wollen. das allein finde ich aber nich gar nicht schlimm. Es ist immerhin ihr Beruf. da darf man Geld mit verdienen. Ich bin ja keiner dieser "Underground-Geht-Über-Alles" und "Nur-Die-Demos-Sind-Toll-Typen". Aber, die Sabbath klingt halt echt fies, düster, aber eben auch warm.Modrig warm, aber warm.
Die RW klingt ... steiff und hölzern.
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von Eike » Donnerstag 3. Oktober 2013, 01:14
"Shadowmaker" fand ich echt enttäuschend. Irgendwie interessiert mich trotzdem, wie die Neue klingt. Vor allem natürlich von den Songs her. Wobei bei "Gates Of Purgatory" natürlich auch die Produktion echt gut zum Sound passte, keine Ahnung wieviel von der Gesamtwirkung das tatsächlich ausmacht, dort. Auch Songs wie 'Diamonds Of The Black Chest' wären für mich ohne den Sound vielleicht nicht ganz so gut.
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von Siebi » Donnerstag 3. Oktober 2013, 16:06
Hier das Album, viel Spaß! Zum Ernst der Lage zurück. Running Wild ist seit "Victory" für mich reine Fanverarsche. Dazu die miese Abschieds-Wackenshow. Seit "Shadowmaker" nun der frechdreiste Versuch, mit dem Namen Geld zu machen, weil es anders (Toxic Taste, Giant X) monetär nicht gefruchtet hat. Holger hat vieles genannt, mir geht es ähnlich. Da finde ich keine Band, da ist kein Spirit, es fehlt für mich an Authentizität, Ehrlichkeit, der Heavy Metal-Schmutz, den man z.B. bei Atlantean Kodex findet. Das hier klingt alles so bieder aalglatt wie zigtausend der sogenannten Bands in der Genreschublade Melodic Speed Power Metal. Ich nehme dem Rolf das ganze Kasper(l)ek-Theater einfach nicht ab. Das aktuelle RH-Interview ist imo völlig bodenlos. Warum nix zu Musik und Produktion sagen, warum gibt der Herr Interviews? Was will der von mir? Respekt vor seiner künstlerischen Freiheit, oder sage ich Verbohrtheit? Da es natürlich Fans gibt, die die Musik gutfinden, hat er -zumindest für die- alles richtg gemacht. Ich erfreue mich an den ersten zehn (!!!) Götterscheiben.
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von Raphael Paebst » Donnerstag 3. Oktober 2013, 16:49
Ich habe den Eindruck, dass der größte Unterschied zwischen den aktuellen Alben von BLACK SABBATH und RUNNING WILD darin liegt, dass Iommi und Co immer noch wissen, was sie da tun und was die Fans wollen. Rolf weiß das nicht, der tut lediglich, was er glaubt zu wissen. Und dadurch erklärt sich die Distanz, die ich zumindest auch raushöre. Das klingt schon nach RW, aber nach RW, wie sie sich jemand vorstellt, der sie noch nie gehört hat, nachdem man ihm im Detail beschrieben hat, was zu einem RW-Song gehört. Piraten, schnelle Rhythmusgitarre, leicht folkiges Gitarrenlead zum mitsingen, eingängiger Refrain, alles da, nur eben passt es nie richtig zusammen.
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von firestarter » Donnerstag 3. Oktober 2013, 17:02
Siebi hat geschrieben:viel Spaß!
Hatte ich bei RW noch nie. Von daher...
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von Siebi » Donnerstag 3. Oktober 2013, 17:20
firestarter hat geschrieben:Siebi hat geschrieben:viel Spaß!
Hatte ich bei RW noch nie. Von daher...
So schlecht ist Robbie Williams jetzt auch nicht. Was anderes, kapere ich kurz den Fred. *hargh hargh* Kann es sein, dass es im Thrash dieses Jahr eher mau aussieht? Bis auf Accu§er, Blood Tsunami und Protector flasht mich irgendwie nix. Hatchet und Evile okay, Havok leider dank des überragenden Vorgängers enttäuschend. Dafür bringt der Death Metal in fast allen Schattierungen ein monetäres Loch wie Glücksgefühl. Wos is do los? 
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Siebi
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von firestarter » Donnerstag 3. Oktober 2013, 17:49
Siebi hat geschrieben:firestarter hat geschrieben:Siebi hat geschrieben:viel Spaß!
Hatte ich bei RW noch nie. Von daher...
So schlecht ist Robbie Williams jetzt auch nicht. Was anderes, kapere ich kurz den Fred. *hargh hargh* Kann es sein, dass es im Thrash dieses Jahr eher mau aussieht? Bis auf Accu§er, Blood Tsunami und Protector flasht mich irgendwie nix. Hatchet und Evile okay, Havok leider dank des überragenden Vorgängers enttäuschend. Dafür bringt der Death Metal in fast allen Schattierungen ein monetäres Loch wie Glücksgefühl. Wos is do los? 
Da kann ich dir leider auch nicht wirklich weiterhelfen, da sich mein Interesse am aktuellen Gedresche eher aufs Zur-Kenntnis-Nehmen beschränkt. Mittlerweile führe ich noch nicht mal mehr meine Liste der neuen Thrash-VÖs und habe bislang gerade mal 13 Thrash-CDs aus 2013 gekauft (2009: 107, 2010: 95, 2011: 80, 2012: 31). Sehr deutliche Tendenz. Richtig stark fand ich dieses Jahr bislang auch nur HATCHET, EVILE, IMPALERS und ANGER AS ART. Die ONSLAUGHT ist unterwegs und die CONDITION CRITICAL muss noch her. Insgesamt lässt mein Interesse an (neuem) Thrash immer mehr nach und z.B. auf die neuen Death Angel, Hirax und Konsorten hab ich gar keinen Bock. Da freue ich mich viiiieeeel mehr auf die neue Lissie CD - yeah!
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firestarter
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