von enemy-of-reality » Samstag 21. September 2013, 02:02
Hab mir heute mal ein paar Gedanken zu einigen Songs zusammen gekritzelt:
THE ENEMY WITHIN: Gefällt mir inzwischen doch richtig gut! Starker Opener, knallt schön nach vorne los. Lustigerweise sind es ausgerechnet die ersten beiden Textzeilen, die mir ständig im Kopf rumspuken.
THE LOOKING GLASS: Der Anfang erinnert stark an Rush! Tolles Solo von JP!
ENIGMA MACHINE: Was soll ich sagen? Sicherlich ein starkes Instrumental, aber an "Stream Of Consciousness" oder gar "The Dance Of Eternity" kommt es IMO nicht ran. Dennoch beeindruckend was besonders Petrucci und Jordan hier abziehen. Aber auch das schnelle, präzise Spiel von Mangini ist nicht ohne. Würd ich doch gerne mal live sehen.
THE BIGGER PICTURE: Der Anfang erinnert mich vom Feeling her stark an SFAM! Ansonsten eine eher unspektakuläre, aber dennoch sehr schöne (Halb)Ballade.
ALONG FOR THE RIDE: Hat mich zu Beginn etwas abgeschreckt, weil der Song irgendwie ungemein kitschig ist, zählt inzwischen aber zu meinen Favoriten. Kitschig, ja, aber eben auch irgendwie unheimlich toll. Hätte das Single-Format heute noch die Relevanz, wie vor 20 Jahren, könnte das der grösste Hit der Band seit "Pull Me Under" werden. Was Jordan hier ab ca. 2.59 wieder für Töne aus seinem Instrument zaubert, das ist ganz ganz grosses Kino!
ILLUMINATION THEORY: Was für ein Wahnsinns-Track! Der Anfang ist schon mal ziemlich stark, ich finde es toll, wie tight hier alle spiele und wie toll JP hier mit der Rythmusgruppe korrespondiert. Ab dem Zeitpunkt an dem der Gesang einsetzt, erinnert mich der komplette erste Teil an irgendeinen anderen Song bzw. an ein anderes Album, ich komm aber einfach nicht drauf, woran genau. Egal. Es folgt der symphonsche Part, der mich, wie gesagt, ein wenig an John Williams' Episode II-Score erinnert und wie die Faust auf's Auge passt. Anfangs hatte ich noch den Eindruck, dass der etwas zu lang ist, aber inzwischen würd ich sagen, dass das schon so passt. Und dann, meine Herren, geht's erst so richtig los. Drums und Bass läuten kongenial den zweiten Teil des Tracks ein. War Myung's Instrument jemals so präsent wie hier? Der Rest besteht dann zum Grossteil aus einer instrumentalen Abfahrt, die einfach nur verdammt geil ist! Leider gibt es hier auch ein paar nevige Fieps-Geräusche, von denen ich aber mal hoffe, dass sie ein Produkt des Streams und auf der CD nicht vorhanden sind. Der Track klingt dann mit einer ruhigen Piano-Passage aus, wobei auch hier der Stream etwas seltsam zu sein scheint, weil vor dieser Passage gut 2 Minuten Stille liegen. Wird auf der CD hoffentlich auch nicht der Fall sein.
"Illumination Theory" ist gleichzeitig Höhepunkt und Abschluss des Albums. Und es ist für mich auf jeden Fall der stärkste Longtrack seit "In The Presence Of Enemies", vielleicht sogar seit "Octavarium". Die 22 Minuten vergehen hier echt wie im Flug.
Ein paar Worte noch zu Mike Mangini: Der trommelt wirklich toll, das muss selbst ich als MP-Fanboy eingestehen. Ich glaub, technisch nehmen sich die beiden nicht viel. Stilistisch glaube ich da aber schon einen kleinen Unterschied auszumachen. Für mich klingt Mangini etwas mechanischer (klingt vielleicht negativ, ist aber nicht so gemeint), Portnoy etwas organischer.
What if there is nothing more
What if there is only emptiness
What if there is nothing more
Beyond the code of deliveranceMeine Sammlung
Ranking 2014