Musikalische Erkenntnis des Tages

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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Christian Schwarzer » Donnerstag 18. Juli 2013, 14:41

Übrigens einer der Punkte, weswegen mir GAMMA RAY so gut gefallen: Die Enden gehören mit zum "Auskomponiertesten", was ich kenne.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Frozen » Donnerstag 18. Juli 2013, 15:39

Christian Schwarzer hat geschrieben:Übrigens einer der Punkte, weswegen mir GAMMA RAY so gut gefallen: Die Enden gehören mit zum "Auskomponiertesten", was ich kenne.


Meist ist es nur ein kleines Riff zum Schluss, das reicht schon. Mir gefällt vor allem der Aufbau, es wird zum Ende hin immer intensiver, auch hier reicht schon ein detail wie eine andere Tonlage.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Dr. Best » Donnerstag 18. Juli 2013, 15:40

Peter Kubaschk hat geschrieben:Na ja, eine vollständige Frage mit "..." statt "?" zu beenden, ist aber jetzt vor allem eines: falsch. :grins:


Nö. Sagt ja keiner, dass der Satz zu Ende ist:

Abseits der direkten Rede findet man Auslassungspunkte vor allem als Stilmittel, beispielsweise dort, wo ein Textgedanke nicht zu Ende geführt wird.


Ich glaube, viele wären überrascht, wie viele wirklich großartige Stücke kein Ende haben. Denn mal ehrlich: einfach aufhören ist auch nur auf den Punkt gespieltes Ausfaden, nicht? Jedenfalls würde ich behaupten, dass große Teile der Musik die wir hören kein echtes, komponiertes Ende haben, gerade bis in die 90er hat man halt irgendwann aufgehört, wenn alles gesagt war, was die Songs oft aber auch gestrafft hat. "Thriller" ist da ein gutes Beispiel, fiel mir eben auf.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Nils Macher » Donnerstag 18. Juli 2013, 15:45

Nur weil große Teile der Musik es nicht haben, muss es ja nicht überflüssig sein. Der Großteil der Bevölkerung liest auch die BILD ...
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon the seeker » Donnerstag 18. Juli 2013, 16:17

2,5 mio sind nicht der Großteil der Bevölkerung
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Nils Macher » Donnerstag 18. Juli 2013, 16:24

Man darf da erstens nicht die reine Auflage als Grundlage nehmen und zweitens liegt dieser Behauptung nicht die gesamte Bevölkerung Deutschlands zugrunde, sondern der Teil, der Zeitung liest. Da ist die BILD nunmal mit Abstand am weitesten verbreitet. "Großteil" muss der absolute Mehrheitswert sein, in diesem Fall wäre es wohl der Modalwert.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Christian Schwarzer » Donnerstag 18. Juli 2013, 16:44

Nils hat geschrieben:Der Großteil der Bevölkerung liest auch die BILD ...

:grins:

dr. best hat geschrieben:Ich glaube, viele wären überrascht, wie viele wirklich großartige Stücke kein Ende haben.

Nö, hab grad mal quer geschaut und... nö. Allerdings ist mir das irgednwann mal bei der von mir verehrten "Baldr Ok Íss" von HELRUNAR aufgefallen und hat mich sehr betrübt, aber das beweist nur, dass Ausfaden der Qualität des Songs davor keinen Abbruch tun müssen.

Denn mal ehrlich: einfach aufhören ist auch nur auf den Punkt gespieltes Ausfaden, nicht?

Wenn du das so sagst, dann setzt du "Ausfaden" einfach gleich mit "Ende", womit die Diskussion obsolet wird, da nunmal jeder Song ein Ende hat. Das ist aber keine besonders schlagende Antwort im Bezug auf das, was hier eigentlich mit Ausfaden gemeint war. Dann können wir jetzt eben anfangen, darüber zu reden, ob "auf den Punkt" unabdingbar ist, oder nicht. Ich für meinen Teil ziehe "auf den Punkt" vor.

Jedenfalls würde ich behaupten, dass große Teile der Musik die wir hören kein echtes, komponiertes Ende haben, gerade bis in die 90er hat man halt irgendwann aufgehört, wenn alles gesagt war, was die Songs oft aber auch gestrafft hat

Du stellst das so dar, als ob es ein Regelfall gewesen ist, war aber wohl immer die Ausnahme. Ich gehe mal davon aus "alles gesagt" soll auf eine schlüssige Songstruktur ohne gewollt wirkende Haken oder gekünstelte Extraparts verweisen. Das ist nun aber wirklich nicht das Problem einer gekonnt gesetzten Schlusskadenz von einigen Sekunden. Und wenn man einen Song ohne Ziel ausfaden lässt, weis ich nicht wirklich, ob der Komponist sicher war, dass er alles gesagt hat. Dann hätte er nämlich auch nen Punkt setzen können. ;-)
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Domaniac » Donnerstag 18. Juli 2013, 18:35

Kann in Ausnahmefällen durchaus passen, meistens aber schon nicht.

An den Enden von Gamma Ray fand ich am coolsten wie der Schlagzeuger live immer angezeigt hat, wieviele Schläge es zum Schluss gibt :grins:
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Drumtier » Donnerstag 18. Juli 2013, 21:09

Dr. Best hat geschrieben:Und ich frage mich oft das Gegenteil: warum muss jeder Song ein Ende haben? So ist das halt. Ich bin froh, dass Songs wie "The Space For This" von Cynic ausfaden, das ist für mich das musikalische Äquivalent für die schriftliche drei Punkte. Wer braucht schon Enden...

Nach seitenweise Black Metal Ulkigkeiten und plötzlich einsetzendem Fade-Out-Bashing endlich wieder einmal ein vernünftiger Beitrag, danke dafür!
Werd das nie verstehen wie man einen derartigen Hass auf Fade-Outs entwickeln kann. Wenn ich ein, sagen wir, Hauptthema eines Songs hab, das ich dem Hörer mit auf die Reise geben will und das sich dafür eignet, ja warum sollt ich dann unbedingt noch etwas anderes dazuschreiben nur damit ich ja auf einem Schlag aufhören kann?

Noch dazu bei ruhigeren Musikrichtungen/Songs hab ich da gar nichts dagegen, wenn es jetzt auf einmal im Death Metal in Mode käme, würde ich auch protestieren ;-)
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Martin van der Laan » Donnerstag 18. Juli 2013, 21:13

Christian Schwarzer hat geschrieben:Übrigens einer der Punkte, weswegen mir GAMMA RAY so gut gefallen: Die Enden gehören mit zum "Auskomponiertesten", was ich kenne.


:zugabe:
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