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"PM.de Summer Games MMXIII"Re: "PM.de Summer Games MMXIII"Oh, übersehen, dann ist die Frage haltlos.
Re: "PM.de Summer Games MMXIII"Ist die 3 aus Australien? Hab da was im Hinterkopf und komm nicht auf den Namen.
Die 8 ist nicht Van der Graaf, oder? Die 11 sind dann wohl irgendwas mit Austern, Blue Öyster Cult dann wohl? Und die 12 ist also nicht Marillion, wurde auf der vorherigen Seite mal vorgeschlagen... Verbitterter Unruhestifter
Re: "PM.de Summer Games MMXIII"3. - 4:04
Erster Eindruck: Wir haben es hier mit urigem Heavy Rock zu tun, der von kriegerischen Auseinandersetzungen in Schottland handelt. Es erinnert etwas an die mir kaum bekannte Band SLOUGH FEG, aber ob sie es in einer früheren Phase ist, oder eine andere Gruppierung, vermag ich nicht zu sagen. Vom Gitarrensound her (surrend unten, schneidig oben) dürfte es allerdings hinkommen, und auch der trappelnde Rhythmus und der ruhig pluckernde Bass würden dort gut ins Bild passen. Weitgehend verlässt man sich auf die Grundmelodie und das Instrumentalspiel, der Gesang begleitet nur und ergeht sich nicht in nach vorne gestelltem Refraingenudel, der Track ist vom Wesen her also eher episch angelegt, auch wenn er ziemlich bodenständig und erdig daherkommt. Kein heroisches Erhabensheitgedöns, von dem man Zahnschmerzen bekommt. (Info vom Wichtel: Es sind nicht die HAMMERS OF MISFORTUNE.) Nochmal gehört: Das sind dann wohl Iren oder Waliser, wenn's keine Schotten sind. Oder gar nach Übersee versprengtes Inselvolk? Jedenfalls keine US-Amerikaner. Und sie wollen den Overlord stürzen. 4. - 6:31 Erster Eindruck: Und wieder kommt der erdige Rock leicht folkig angehaucht daher. Das hier ist allerdings luftiger, der Rhythmus federt ganz gut, ein wenig Progrockgeschwebe kommt auch hinzu. Das ist bisweilen schon recht flirrend. Vom gesamten Sound her recht siebzigerjahremäßig (oder sehr gut gemachter Retrorock). Es geht wohl darum, etwas gefunden zu haben, was das Leben verändert, die Schicksalswürfel sind sozusagen gefallen, eben so ein typischer Fantasytext, den man allerdings wohl auch symbolisch lesen könnte. Das macht sich vermutlich auch gut im Hintergrund einer Pen-&-Paper-Rollenspielrunde, jedenfalls ist es in hohem Maße geek-kompatibel. (Nächster Durchlauf: Im Text gibt es eine kurze "Riders on the Storm"-Passage, und der Sänger kann sich nicht mehr daran erinnern, wie es war, groß am Meeresufer zu stehen, aha.) Okay, wenn sonst keiner drauf kommt, hier noch ein Texthappen: "The perfect storm for me". Feamorn liebt diese meinem ersten Höreindruck zum Trotz zeitgenössische Stimme. 5. - 4:52 Erster Eindruck: Zielgruppenmäßig bleiben wir wohl im Fantasygenre; auch wenn das fünfte Stück zunächst rein instrumental gelagert ist, wird doch deutlich, was hier gespielt wird: Metallischer im Sound, allerdings nicht so BLIND GUARDIAN-mäßig, far from it... Keyboardlastig, ich fürchte schon episches Melodic-True-Metal-Gedudel, doch dann wird es knurrig: Der Gesang ist nicht direkt gegrowlt, allerdings ganz schön tief und schmutzig. Die Keys machen auf Hornissenorchester, die E-Gitarren sind schön tief und angeschrofft, das hat leichte Death-Untertöne, ist aber doch irgendwo noch klassischer Heavy Metal. Zwischendurch weibliches Gesäusel, das tönt mir alles so, als stamme es aus den Neunzigern (erste Hälfte?) - und das ist in diesem Fall durchaus ein Kompliment. Könnte auch gut auf einem Sampler spä"Beauty in Darkness" oder "Crossing All Over" oder so stehen. (Nächster und übernächster Durchlauf: THERION bei der #5 nach einem Hinweis von salisvury in diese Richtung lliegt durchaus im Bereich des Möglichen. Vom Instrumentalen her sehr passend, wobei ich die Stimme nicht so in Erinnerung habe, aber vielleicht ist es von einem frühen Album. "Uh!"-Metal. Bin inzwischen aber doch etwas überzeugter, dass es tatsächlich das Tier sein könnte.) HOLLENTHON also. Der Gesang klebt hier ganz dicht an den Riffs, fließt richtig mit, das hat was von Wogen bei Sturm. Bläserpassage - dann Streicherklänge und Frauengesang - danach geht es im üblichen Stil weiter. Später kommt die Frau nochmal energischer zurück aber eher melodisch, während der Typ eben wie gehabt enger am Rhythmus klebt. Der/die Bandleader ist eigentlich für etwas ganz anderes bekannt, wie Feamorn mitgeteilt hat. 6. - 4:05 Erster Eindruck: Tief fliegende Schlagzeug-Bass-Arbeit, dunkel aber nicht zu duster, leicht angeschwärzter, leicht angetödelter, leicht angethrashter Heavy Metal, also typischer Metal Metal für an flachere Produktionen gewöhnte Ohren, vermutlich ganz frühe Neunziger oder so. Erinnert mich gesanglich ein wenig an DEVIL LEE ROT. Könnte also auch so ein untergrundiges Retroding sein. Oder isser's gar? (Nächster Durchlauf: Die Stimme ist fast etwas DEATH-mäßig. Ich habe da bislang ja nur die "Sound of Perseverance" auf einem alten und verleierten Tape. Vielleicht ist das also sogar was von DEATH von ganz früher und ich Zwockel habe es einfach in den ersten zwei, drei Durchläufen komplett verpeilt. Keine Ahnung. ) Ich mag's ja eigentlich nicht so, gleich Textfragmente im Wortlaut reinzuknallen, weil es das für die Eingeweihten meist schon zu einfach macht, aber da sonst wohl niemand eine Idee hat, hier die Info, dass Begriffe fallen wie "demon seed", "flaaaaaaaaaaaaaaaaames", "evil spawn" und "take him home on evil's wing". Je öfter ich das Teil höre, um so besser finde ich in den etwas stachligen, struppigen groove hinein. Jüngere und laut Feamorn auch rockigere Band als DEATH, aber aus dem gleichen Land wie deren Sänger stammend. 7. - 5:43 Erster Eindruck: etwas beruhigendere Musik, die leicht tänzerisch daherkommt, im Singer/Songwriter-Stil, jedoch irgendwo schon auch rockig geprägt, sommerlich leicht und doch dunkelsamtig getragen, von einer weiblichen Stimme gesungen, die so einen unterschwellig erotischen Touch mit drin hat (wie TANITA TIKARAM), melodiös erinnert es allerdings auch ein wenig an den seligen JEFF BUCKLEY oder die schwelgerischen MADRUGADA. Und dann kracht da nichtsdestotrotz äußerst passend schroffes Geriffe inmitten die nächtlich-melancholische Grundstimmung (man denke an finnischen Tango vom Gefühl her, nicht vom Tanzschrittmaß). Sehr angenehme Dynamik, die zwischen zarter Verführung und kompromisslosem Rannehmen pendelt. Ganz klar: Eikemusik. (Nächster und übernächster Durchlauf: könnte, falls die inzwischen deutlich schroffere Gitarren und einen metalmäßigeren, weniger durchproggten Sound haben, etwas von den DIABLO SWING ORCHESTRAnten sein. Ich kenne da bislang ja nur das Debütalbum. Ich meine nun erkannt zu haben, dass die das doch sind mit einer weitgehend ruhigen Ballade.) Mit den Anfangszeilen sollte es gelöst werden können: "There's someone, far from here, whom I told to stay well clear..." Sehr schönes Stück. Band aus dem Norden von Feamorn aus gesehen. 8. - 5:09 Erster Eindruck: Das beginnt so, als müsse man es kennen. Man schaue auf den Verrückten, heißt es da zu Beginn, und dann zirkusmusiziert man auch schon eng geführt los, zwischendurch wird es wieder zurückgenommen, bloß leichtes, leises Schlagzeugtickern im Hintergrund, dazu ein sehr entspannt wirkender Basslauf zum zurückgenommen melodischen Rezitativ. Danach darf wieder die zirkusmäßige Schweineorgel ran. Das klingt irgendwie krautig & most definitely nach schwer hippieskem 70s stuff, geht so richtung CAN oder VAN DER GRAAF GENERATOR oder wie sie sonst alle hießen, diese umherschweifenden Haschrebellen. Zum Ende hin wird es kurz langsamer und löst sich dann in Rauch auf. (Nächster Durchlauf: Vögel, Angst, Verstand, Abgründe, Verrücktheit, Stadt, Ofen, Selbstfindung, Flammen in ihrer Jahreszeit, lauter so wirrer Kram im psychedelischen Text, dazu verspultes Georgel und eine organisch-dynamische Produktion mit eventuell ganz leichten, frühen Proto-Metal-Anleihen im bluesig-hardrockigen Grundsound, der heftigst aber durchaus entspannt vor sich hin psychodelisiert. Ich bin mir ganz sicher, dass das mancher hier kennt und dann die Augen aus den Schuppen rieseln, wenn aufgelöst wird... Anfangs war es mir auf Dauer schon etwas arg frickelig, und nach fünf Minuten hat sich die Orgelei tief ins Hirn gefräst, aber gleichzeitig ist es halt auch recht ohrwurmig, dieses acide Zeug. Könnte ein fieser grower werden und Ohrwürmer in meinen Ohren ablegen.) Laut Feamorn eine ungewöhnliche Progbandbesetzung, die Musiker sind allerdings schon länger gemeinsam aktiv. Der Auftakt zum Stück könnte so auch von DEEP PURPLE um 1970 herum stammen. 11. - 4:25 Erster Eindruck: ...uuuuuund es wird lockerer, flockiger, über einem '80-er-Jahre-Keyboard-Teppich. AOR auf einem soliden '70s-Hardrock-Fundament. Wieder etwas dudelig, in der Hinsicht ähnlich der #8, musikalisch könnte das die THE ALAN PARSONS PROJECT-Handschrift tragen, aber dieses Projekt ist es nicht, dafür strudelt die E-Gitarren-Strömung zu sehr, doch im Zusammenspiel von Melodie und Rhythmus erinnert es schon an sie, und auch der leicht theatralische Gesang geht in diese Richtung. Eine markant hohe Männerstimme trägt diesen. (Nächster Durchlauf: Im Dunkeln sieht er mich, fühlt er mich, will er mich, der Sänger. Ich fühle mich geschmeichelt. )"Long ago and far away I heard..." - Na, wisst Ihr, was er hörte?
14. - 4:53 Erster Eindruck: Ganz klar, mit Hang zum großen Gefühl, fast schon poppig anmutender Artrock, dafür aber zu reichhaltig und detailverliebt arrangiert. Ein träumerischer, schwebender Ausklang für einen abwechslungsreichen aber doch weitgehend stilsicher dahingleitenden Sampler. Auch die kleinen stilistischen Ausreißer von der Grundlinie fügen sich auf selbigem jedeoch gelungen ins Gesamtbild ein. Der "Durchhörbarkeitsfaktor" ist also hoch. Aber nochmal kurz zurück zum Aufhängertext meiner Schlussbetrachtungen: Heißt das jetzt bei diesem letzten Song hier wirklich 'Do You Smoke Homegrown?' oder täuschen mich meine Sinne? So etwas drogenlastiges hätte ich dieser harmlos wirkenden, etwas feminin anmutenden Schwiegersohnstimme gar nicht zugetraut. Vielleicht sind das aber auch noch sugar coatende Ausläufer der LSD-ins-Trinkwasser-!-Bewegung. Höhö. Ein Gespräch mit Gott ist das Thema dieses Songs.
Ja, also der Sampler gefällt mir mit jedem Durchlauf besser. So wünscht man sich das. Von Euch wünsche ich mir jetzt, dass noch fleißig weitergeraten wird! ![]() Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: "PM.de Summer Games MMXIII"Kämen bei der 3 nicht Truppen wie Darkest Era, Skyclad oder Cruachan in Frage?
Re: "PM.de Summer Games MMXIII"Hm, die zwei ist ja schon von SKYCLAD. Ob die drei von der gleichen Band stammen könnte? Möglich... Dann wäre das aber instrumental wie stimmlich eine sehr abwechslungsreiche Gruppe! Das kann ich allerdings nicht beurteilen, kenne mich da einfach nicht aus. Die anderen von Dir genannten Bands sind mir auch nicht geläufig.
Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: "PM.de Summer Games MMXIII"Ich dachte eher an RAVEN BLACK NIGHT, sollen auch in die Richtung HOM/SF gehen....
Verbitterter Unruhestifter
Re: "PM.de Summer Games MMXIII"Ahh, natürlich, die 5.) ist HOLLENTHON mit 'Son Of Perdition'. Super Song mit gelungenem Video dazu. Hätte ich auch fast auf meinem Sampler verbraten. Bandleader Martin Schirenc war auch Sänger und Gitarrist bei PUNGENT STENCH.
Hier der Clip: http://www.youtube.com/watch?v=yNi1oLlG2Hw
Re: "PM.de Summer Games MMXIII"HOLLENTHON 'Son Of Perdition' stimmt.
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Re: "PM.de Summer Games MMXIII"
Australier sind es auch nicht, Eike hat das Land genannt. Trennt euch mal von dem Gedanken an HoM oder Slough Feg. Dann konzentriert euch mal auf Eikes letzten Satz. (Einigen hier sollte es wie Schuppen von den Augen fallen. )Skyclad sind es natürlich nicht nochmal, aber genau bei dem Stück gibt es sogar eine Verbindung.
Die Stimme ist in einer Kombo quasi sogar an der Speerspitze des Zeitgenössischen, wenn man die übliche Genrebezeichnung dieser Band betrachtet. Turnt aber auch sonst in verschiedenen Ecken rum und insgesamt gibt es viel zu selten was mit oder von ihm, meiner Meinung nach.
Das wurde ja gelöst, Hollenthon mit Son of Perdition.
Mein Lieblingssong von denen ist noch etwas "schwärzer", stilsicher hätte der Name da aber auch nicht auf einen Sommersampler gepasst, daher gings in die Flammen.
Wohl von jedem hier aus gesehen. Hab leider selbst nur ein Album bisher, das wird sich garantiert noch ändern. Der Song ist allerdings mit der ruhigste, variabel sind sie aber durch und durch. Brüderchen und Schwesterchen. Vielleicht hilft das ja irgend jemandem. Hmm... mir fallen irgendwie keine guten Tipps ein, ohne direkt alles zu verraten.
Van der Graaf Generator hab ich leider noch immer nicht gehört. Leider 'waren' die Musiker gemeinsam aktiv. Die Band trägt die Namen der Kreativen.
Das hat der Doktor richtig gedeutet, hier ist der "Blaue Austern"-Club am Werk.
Das freut mich jetzt wirklich! Ich hoffe auch, dass hier noch jemand mitliest, der mit meinen Tipps was anfangen kann.
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