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von Dr. Best » Freitag 5. Juli 2013, 23:52
Ist das nicht eigentlich recht ordinärer Math/Metalcore neumodischer Prägung? Dazwischen noch etwas Pantera-Attitüde und fertig. Dass der das mit Plan gemacht hat seh ich aber auch so, er ist ja selbst ein riesen Fan von Extremmetal jeder Art, grade im Black Metal, Hardcore etc, und unterstützt schon mal Kleinstbands, die er mag. Ob das jetzt ankommt oder nicht dürfte ihm vollkommen egal sein, ist ja nicht das erste Nebenprojekt, das kommerziell total absäuft. Das macht ihn aber auch irgendwie sympathisch, find ich (zumindest auf der Ebene).
Verbitterter Unruhestifter
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Dr. Best
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von Nils Macher » Freitag 5. Juli 2013, 23:56
Eike hat geschrieben:Und noch eine Erkenntnis:
Falls der Titelsong 'Walk Through Exits Only' repräsentativ für das Solo-Album von Phil Anselmo ist, wird das wohl sowas wie sein "St. Anger" gepaart mit "Lulu" im Extrem: Voll auf assig aggro gebürstet, repetitiv, monoton, ein Dauerbeschuss mit abgehackten Groovethrashriffs, die wie geklont in einer riesigen Lawine herabregnen, und mittendrin stürzen wie abgeschossene Stukas ein paar Highspeedgniedellicks dazwischen ab, damit neben Dauerfeuer auch noch etwas Schrappnell zur Zermürbung der Hörer beiträgt. Dazu kotzt er seine lyrics wie ein chronisch dauerpsychotischer, besoffener Vietnamveteran aus, dessen Verstand unwiederbringlich im Dschungel zurückgeblieben ist. Es wirkt nach mehrmaligem Hören nicht planlos, sondern schon genau daraufhin konstruiert, und es ist in dieser Form und Zusammentsellung unterschiedlichster Metalstilsplitter (einmal quer von Speedmetal bis Sludge und natürlich jede Menge Hardcore-Thrash-Crossover dazwischen) sogar recht neuartig, aber dieses Genre wird wohl den wenigsten Leuten gefallen; es lässt sich noch am ehesten so umreißen: Aural attrition warfare. Das ist natürlich kommerzieller Selbstmord. Oh well, career suicide is not real suicide. Wenn es ihm ein echtes Anliegen ist, genau sowas zu produzieren, und allem Anschein nach war es das, dann hat er alles richtig gemacht! Jedenfalls mutig, das derart roh & zugeknallt rauszuhauen und damit seinen Ruf zu riskieren.
Die ganze Platte ist ziemliche Grütze. Da muss man sich echt durchquälen. Aber wem's gefällt ...
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von Nils Macher » Samstag 6. Juli 2013, 00:03
Achja, neue Erkenntnis: Rüdiger besitzt eine DREAM THEATER-CD, die ich nicht besitze. Asche auf mein Haupt.
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von Rüdiger Stehle » Samstag 6. Juli 2013, 01:57
Nils Macher hat geschrieben:Achja, neue Erkenntnis: Rüdiger besitzt eine DREAM THEATER-CD, die ich nicht besitze. Asche auf mein Haupt.
Tut er das? Das Majesty-Demo?
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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von Jesus » Samstag 6. Juli 2013, 08:05
Eike hat geschrieben:Und noch eine Erkenntnis:
Falls der Titelsong 'Walk Through Exits Only' repräsentativ für das Solo-Album von Phil Anselmo ist, wird das wohl sowas wie sein "St. Anger" gepaart mit "Lulu" im Extrem: Voll auf assig aggro gebürstet, repetitiv, monoton, ein Dauerbeschuss mit abgehackten Groovethrashriffs, die wie geklont in einer riesigen Lawine herabregnen, und mittendrin stürzen wie abgeschossene Stukas ein paar Highspeedgniedellicks dazwischen ab, damit neben Dauerfeuer auch noch etwas Schrappnell zur Zermürbung der Hörer beiträgt. Dazu kotzt er seine lyrics wie ein chronisch dauerpsychotischer, besoffener Vietnamveteran aus, dessen Verstand unwiederbringlich im Dschungel zurückgeblieben ist. Es wirkt nach mehrmaligem Hören nicht planlos, sondern schon genau daraufhin konstruiert, und es ist in dieser Form und Zusammentsellung unterschiedlichster Metalstilsplitter (einmal quer von Speedmetal bis Sludge und natürlich jede Menge Hardcore-Thrash-Crossover dazwischen) sogar recht neuartig, aber dieses Genre wird wohl den wenigsten Leuten gefallen; es lässt sich noch am ehesten so umreißen: Aural attrition warfare. Das ist natürlich kommerzieller Selbstmord. Oh well, career suicide is not real suicide. Wenn es ihm ein echtes Anliegen ist, genau sowas zu produzieren, und allem Anschein nach war es das, dann hat er alles richtig gemacht! Jedenfalls mutig, das derart roh & zugeknallt rauszuhauen und damit seinen Ruf zu riskieren.
Also ich habe in dem Song keinerlei Unterschied zu Phils alter Band SUPERJOINT RITUAL herausgehört und die galt auch nicht als Karrieresuizid. Allgemein anerkannt als schlecht und überflüssig? Ja, sicher. Aber mit einem großen Namen wie Anselmo überlebt man auch die niederschmetterndsten Kritiken.
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von Havoc » Samstag 6. Juli 2013, 08:27
Wow! Die POVERTY´S NO CRIME scheint richtig zu rocken und proggen! Ein echtes Schnäppchen im Urlaub! Hab die für 39 Kronen (ca. 4,50 €) in nem Wühltisch gefunden.
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von Eike » Samstag 6. Juli 2013, 12:04
Ich kenne ja kaum was von SUPERJOINT RITUAL, aber das wenige, was ich kenne, ist melodischer.
Verdammt zum Leben...
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von Oliver Passgang » Samstag 6. Juli 2013, 12:41
Die neue Platte von Anselmo ist das Schlechteste, was mir seit HASSMORD untergekommen ist. Kompletter Müll.
Oh you ironic pop-rock fucks DON'T YOU FUCK WITH METAL!!!
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von Eike » Samstag 6. Juli 2013, 13:04
Habe HASSMORD gerade gegoogelt und das hier gefunden. Gleich mal gelesen, was Rüdiger zur Band meint, und finde den Schluss sehr schön: Rüdiger Stehle hat geschrieben:Sollen die Herren walten, wie sie wollen - eine Zielgruppe wird es bestimmt geben. Geschätzte dreißig Zahlende und zwei an die Wand zu stellende Raubkopierer, würde ich meinen. Insofern erreichen die Jungs von HASSMORD, was die alten Norweger in den frühen Neunzigern immer propagierten: "Dreißig Demobänder für all jene, die ihre Musik wirklich verstehen, reichen völlig aus!" - Die besagten Norweger sind kläglich gescheitert und waren zu spannend und zu gut, um den wahrhaft Starken, Schwarzen und Harten vorbehalten zu bleiben. HASSMORD wird dies vermutlich gelingen, und ich werde als dummer Rezensent weiter mit meinen ausgelutschten Mainstream-Black-Metal-Poppern leben müssen. 
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von Jesus » Samstag 6. Juli 2013, 13:10
Wir hatten doch vor nicht allzu langer Zeit eine amüsante Diskussion zu HASSMORD hier in diesem Thread 
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