Holger Andrae hat geschrieben:Chavo 1:
Manilla Road – 'Fire Of Asshurbanipal'
Ein Song vom aktuellen MR Album. Das akustische Intro ist, wie immer bei MR, ganz fürchterlich gefühlvoll. Ich liebe die Stimme in solchen Momenten. Danach versauert mir dieses nicht produzierte Schlagzeug etwas das Hörvergnügen, obwohl der Song an sich sehr fein ist. Insgesamt entferne ich mich wohl immer weiter von der Band, die ich mit ihren 80er Alben geliebt habe. Wenn auch nicht in den 80ern. Schöner Auftakt.
Ich finde den Schlagzeug-Sound mittlerweile schön kauzig-sympathisch. Frag mich nicht, warum, aber irgendwie passt das zu dem Album.
Holger Andrae hat geschrieben:Chavo 3:
Helstar – 'Pain Will Be Thy Name'
Okay, Helstar zählt natürlich zu den ganz großen des US Metal. Auch wenn die 80er Scheiben etwas mehr Flair versprühen, gelingt der Band mit diesem Album sehr gut der Spagat in die Neuzeit. James ist einfach ein toller Sänger, der nur leider auf zu vielen Hochzeiten tanzt. Und mit Gerry Abarca hat(te) man auf diesem Album ja endlich wieder DEN Bassisten an Bord. Tolles Album, tolles Song. Ich wusste gar nichts von dem Video. Da sollten mal die Herren Schwarzwurzlereinhören;)
Irgendwie haben mich Helstar bislang noch nicht voll überzeugt. Klar, die Songs sind gut und Rivera ist klasse und alles, aber der Funke wollte noch nicht so überspringen. Dabei müsste mir das eigentlich doch gut reinlaufen. "The King of Hell" gefällt mir übrigens besser als die "Remnants of War". Mehr habe ich noch nicht und den Drang, das zu ändern, verspüre ich im Moment auch nicht.
Holger Andrae hat geschrieben:Chavo 4:
Queens Of the stone Age – 'Misfit Love'
Ich gebe es zu: Mit QOTSA kann ich gar nichts anfangen. Erstaunlich, denn ich stehe auf kranke Bassläufer. Aber hier ist der Gesang. Geht gar nicht. Klar, das geht herrlich nach vorne los, ist schräg und musikalisch extrem cool. Aber die Songs an sich geben mir halt genau null. Sorry:)
Das war mir vorher schon klar, da brauchst du dich jetzt echt nicht entschuldigen. Wichtig ist nur, dass du die musikalische Klasse erkannt hast.
Holger Andrae hat geschrieben:Chavo 6
Rebellion 'Runes'
Das ist ein Grave Digger-Ableger, oder? Das Problem mit vielen deutschen Bands: Sie klingen etwas stumpf und tapsig. Das mag bei einem Tanzbären putzig aussehen, auf Konserve klingt es unbeholfen. Heavy Metal muss spritzig sein, energisch, Adrenalin versprühen. Das hier klingt für mich nach Notenschule, auswendig gelernt, Fleißarbeit, Sternchen bekommen.
Mir gefällt das Stumpfe, Stampfende allerdings sehr. Ob bei Rebellion oder Unleashed, ab und zu muss man auch mal den Kopf ausschalten dürfen. Dann lässt man die gereckten Fäuste sprechen. Und Grave Digger finde ich trotzdem ziemlich lahm.
Holger Andrae hat geschrieben:Chavo 8:
Revolution Renaissance – Age Of Aquarius
Den Bandnamen kenne ich tatsächlich nicht. Wie beim Namen schon erwartet, sehr melodischer Heavy Metal, der mir eine Spur zu glatt klingt. Kann ich mir aber gut anhören. Für diese Art der Musik ist das schon gut. Ich bin bloß der falsche Hörer.
Revolution Renaissance war ein Projekt von Timo Tolkki nachdem er Stratovarius verlassen hat. Wundert mich, dass du davon nichts mitbekommen hast, es gab immerhin drei Alben. Leider kann keines dieser Alben die teilweise gezeigte Qualität halten. Da fehlte ein richtiger Songwriter...
Holger Andrae hat geschrieben:Chavo 9:
Gammaray – 'Beyond The Black Hole'
Was jetzt eventuell erstaunen wird, ich mag das sehr gern. Der Hansen-Kai darf jodeln, denn er hat es quasi "erfunden". Und im Gegensatz zu allen anderen "melodic power metal" (hülf!) Bands, hat das hier Faustfaktor. Das drückt, ist treibend und so erfrischend, dass sogar ich die ganze Zeit mit geballter Faust mit singen muss. Obendrein zünden die Kinderlied-Refrains immer SOFORT! Ganz große Kunst. Gammaray komponieren ultramelodisch und haben trotzdem Ecken und Kanten. Einmalig.
Juhu! Ganz genau deshalb liebe ich diese Band so sehr! Schön zusammen gefasst!
Holger Andrae hat geschrieben:Chavo 10:
Primal Fear – 'Sacred Illusion'
Die fand ich zu beginn mal lustig als Priest-Clones. Hat sich aber sehr schnell abgenutzt. Obendrein ist der Scheepers mega-unsympathisch. Aber auf solche Typen stehst du ja (s. Solemnity hahaha). Gibt mir leider recht wenig.
Ja, der Scheepers wirkt auf der Bühne immer etwas fehl am Platze. Das ist viel zu sehr einstudiert und ist einfach unglaubwürdig. Ob der jetzt unsympathisch ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Gleiches gilt für Solemnity, die habe ich noch nicht mal live gesehen, geschweige denn, mich mit der Axt unterhalten. Aber so lange die Musik soooo gut ist, werde ich das auch weiterhin hören.