Angesichts des Album-Titels und teilweise auch der Songtitel (dazu später mehr) bekomme ich etwas Angst. Kommt jetzt eher Electro, denn Metal?
#1 Das große Sterben - 04:55
Die Befürchtungen scheinen sich zu bestätigen, der erste Song beginnt mit einem langsam lauter werdenden Synth. Dann kommt aber eine Gitarre dazu und ein etwas elektronisch klingendes Schlagzeug. Dann ein Sprachsample: "We are The Prodigy" Nanu, sollte es mir mein Wichtel hier so einfach machen? Die Antwort gibt das nächste Sprachsample: "Invaders must die". Alles klar, das ist der Titelsong des letzten The Prodigy-Albums. Gefällt mir ganz gut, wenn's so weiter geht, dürfte der Sampler recht angenehm werden.
#2 Italian Loveaffaire - 03:33
Wieder ein Synth Am Anfang, dann kommen aber Schlagzeug, Gitarren und mehrstimmiger Gesang hinzu. Der Gesang am Anfang noch Englisch (glaube ich), wechselt recht schnell in Italienisch. Dann ein Break, das Tempo wird angezogen und der italienische Gesang wird zweistimmig. So geht der Song weiter, zwischendrin ist aber auch ein Abschnitt, wo der Song eher einer italienischen Liebesschnulze gleicht denn einem Metalsong. Keine Ahnung, was das sein soll, gefällt mir aber auch nicht mehr so sehr..
#3 Mayhemic Beachboys - 03:45
Modern klingender Metal mit Doublebass und ein rauer Scream zu Anfang. Der Gesang ist dann aber zwar rau, aber nicht wirklich gebrüllt, der Refrain ist dann sogar melodisch. In den Strophen klingt er sogar (auch von der Aussprache her) etwas reggaemäßig. Erinnert mich ein wenig an die zwei Songs von Static-X, die ich kenne, insofern würde ich mal auf diese Band tippen. Ganz ok.
#4 Das Öl, das Öl - 04:11
Der Song beginnt mit einem Sprachsample und einem Pad und entwickelt sich dann zu nem Drum'n'Bass-Song mit verzerrten Gitarren, Klargesang, der von der Melodieführung her leicht arabisch klingt und zwischendrin immer Maschinengewehr-Samples. Gefällt mir gar nicht.
#5 Russland im Wechselstrom - 03:49
Wieder ein Synth am Anfang, dazu gesellt sich schwedisch klingender Metal, etwas später dann eine schnelle Lead-Gitarre. Dann geht's schneller weiter mit gegrowlten Vocals (teils mit mehrstimmigem Gebrüll) und kurzen Blastbeat-Attacken. Der Refrain hat wieder melodischen Gesang und ist deutlich langsamer als die Strophen. Er singt da irgendwas von "Creation of Human..." Gefällt mir ganz gut, aber mit der Art von Klargesang kann ich nicht viel anfangen...
#6 Kämpft, Spartaner! - 03:48
Jetzt kommt Metalcore der heftigeren Sorte, der teilweise schon in Deathmetal-Gefilde geht, die Vocals sind nur gebrüllt. "Forever more!" wird häufiger gebrüllt. Zwischendurch wandeln sich die Drums zu Technodrums (Bassdrum auf den Vierteln, auch der Sound wird elektronischer). Da ich mich bei den Bands nicht so auskenne, würde ich einfach mal raten, dass es was von Heaven Shall Burn oder Caliban sein könnte....
#7 The Individual Trance Dance - 04:56
Der Name ist Programm. Rein elektronisches Instrumental mit vielen Pads. Überhaupt nicht mein Fall, sorry.
#8 Italienische Sommerliebe - 08:22
Beginnt mit ruhigem Keyboards und italienischem Gesang. Dann kommen Schlagzeug, verzerrte Gitarren dazu sowie eine recht hohe weibliche Stimme, die sich aber auf wenige langgezogene Töne beschränkt,
während die männliche Stimme in den tiefen Bereichen bleibt. Das Tempo bleibt gemäßigt, auch wenn irgendwann eine Doublebass dazu kommt. Dann eine zweistimmige Passage mit Black Metal-mäßigem Gebrüll im Hintergrund. Danach eine Passage, die deutlich mehr in Death/Black Metal-Gefilde geht mit entsprechendem Gesang. Allerdings nicht lange, dann kommt eine ruhige Passage mit gezupften Streichern und einem Saxophonsolo. Und wieder flotter, inklusive Blastbeat. Eigentlich ganz gut, nur die Passagen mit dem Klargesang stören. Wegen den italienischen Vocals würde ich hier auf Graveworm tippen.
#9 Conto del Mare - 02:27
Recht kurzes Instrumental mit Progeinschlag. Schnell gezupfte Akustikgitarre und Metalpassagen wechseln sich ab, das Ganze ist gespickt mit einigen Taktwechseln. Die Gitarren spielen dabei nur zwei Akkorde, die jedoch als Arpeggio.
#10 Zäsur und Stunde Null - 05:07
Beginnt mit Schlagzeug, dann kommt ein Synth dazu, der ne recht wirre Melodie spielt. Der Synth wird dann durch Gitarren ersetzt, dazu gesellt sich geflüsterter und verzerrter Gesang, der mit "One, three, seven, five" endet. Dann wieder der Synth (allein). Danach nimmt der Song Tempo auf und mündet in einer Passage, bei der Schlagzeug und Gitarren leicht gabbermäßig auf einem Ton bleiben und der Gesang zum Schreien wird. Danach wird's chaotisch und auch nervig, irgendwann kommt noch ein Saxophon dazu.
#11 Jazz, oh Jazz, where have you gone - 05:23
Nach leiser ruhiger Gitarre explodiert der Song in einer Blast-Attacke und Metalcore-artigen Vocals. Dann geht's leicht gemäßigter weiter, ein Synth spielt ein Solo und wechselt sich immer mit den Vocals ab. Der Synth klingt so ein wenig nach dem, den Children of Bodom auch immer wieder für Soli verwenden. Dann eine ruhige Passage mit cleaner Gitarre und klarem Gesang "There's no feeling in this place". Danach wird's wieder lärmiger. Insgesamt aber auch nicht mein Fall.
#12 Scream of a fat Woman - 04:22
Ruppiger Metal mit Powermetal-artigem Gesang (zwar in mittleren Tonlagen aber mit viel Vibrato) der ab und an ins Schreien geht. Auch die Gitarren klingen ganz schön nach Powermetal. Dummerweise kann ich mit Powermetal nichts anfangen, auch wenn die Vocals während einer Schreiattacke auch mal ins Growlen übergehen.
#13 Dudel-Electric-E - 03:47
Chöre aus der Konserve leiten den Song ein, dann steigen Gitarre und Schlagzeug ein. Die Riffs gehen in Richtung Death Metal. Die Vocals sind auch recht tief und gebrüllt, wenn auch nicht gegrowlt, es kommen aber hin und wieder Screams dazu. Das Tempo bleibt im mittleren Bereich und es sind stets Streicher-Synths zu hören. Auch die Chöre vom Anfang kommen später wieder zum Vorschein. Ganz ok.
#14 Die Geschichte der (Un-)Wahrheiten - 03:27
Den kenne ich wieder. Abbath's Stimme ist einfach unverkennbar. Das ist aber nicht Immortal, sondern sein Nebenprojekt I mit dem Opener ihres Albums, "The Storm I ride" heißt der Song.
#15 Sonnenbrille und kaltes Bier 04:21
Punkiger Beginn, rauer Gesang und der Sänger singt irgendwas von Dungeons. Im Refrain wird der Gesang melodisch, bleibt in tiefer Tonlage, hat aber auch einige Vibratomomente. Der Song an sich bleibt eher simpel und punkig. Naja...
Keine Ahnung, von wem der Sampler stammt. Ich könnte höchstens den einen oder anderen User ausschließen, Jesus zum Beispiel....


