SW 2012 - Abgefuckte Melodien

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SW 2012 - Abgefuckte Melodien

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 23. Juni 2012, 03:11

Auch im Rabennest ist Post angekommen, und die enthaltene CD hört auf den Namen "Abgefuckte Feelings". Nimmt da jemand meine "innige Liebe" zu verstörenden Anglizismen auf die Schippe? Keine Ahnung. Das Artwork ziert jedenfalls ein Gemälde von Johann Gottfried Auerbach, das den edlen Prinzen Eugen von Savoyen bei der Arbeit zeigt. Seine Arbeit war, tatkräftig zu verhindern, dass die damals noch im Embryonalstadium befindliche Europäische Union der Türkei beitritt. Er war dem Vernehmen nach erfolgreich, und auch Auerbachs Gemälde zeigt ihn triumphierend.

Vierzehn Lieder sind enthalten, dass ich heute vor dem Schlafengehen noch alle anhören oder gar besprechen kann, glaube ich nicht, aber ich fange schon einmal an.

# 01 - 04:38
Der Titel heißt wohl "Children Of Lies", und ich meine, dass ich die Band schon gehört hätte. Melodic Metal der STRATOVARIUS- oder ANGRA-Schule, allerdings ein wenig aggressiver als zumindest die neueren Sachen der Genannten. Ich denke, dass ich keine Scheibe der Band habe, aber der Sänger und der Song kommen mir auf jeden Fall bekannt vor.

# 02 - 04:36
Hier wird nach einem längeren Intro mit Bass und Schlagwerk richtig heftig gerifft, geblastet und gehackt, aber auch hier auf die eher melodische Weise. Dann kommt ein Manowar-Bass-Break, allgemein ist aber gleich wieder weiter im alten Metzelrhythmus. Der Gesang setzt ein und klingt... ähhh... unerwartet... Eher wie ein besoffen schunkelnder Samurai der mit einem finnischen Troll angestoßen hat. Eine fremdartig klingende Sprache, wobei ich sie nicht richtig einordnen kann. Sind das TERÄSBETONI? Nein, ich tippe eher auf Japanisch. Dann wieder ein Manowar-Part. Cool. Der Gesang ist aber echt gewöhnungsbedürftig. Nachher ist's Schwäbisch oder Norwegisch und ich bin blamiert... :grins:

# 03 - 03:11
Herrliches Bass- und Gitarrenlead zum Einstieg. Dann eine feine Geschwindigkeitsexplosion. Perfekte Speed-Metal-Screams. Könnte ein Mädel sein, das da singt. Nein, nicht könnte, ist. Auf jeden Fall ein Hammersong, und die Scheibe auf welcher der steht, die muss ich wohl haben. Der Song dürfte heißen "Run Children Run", jedenfalls kommt das regelmäßig, ebenso "Don't wait, don't sleep" und ähnliche Verbote. Feinster heftig knatternder, aggressiver Speed Metal.

# 04 - FIREWIND "Who Am I?"
Eine einfühlsame SCORPIONS-Type Power-Halbballade, zumindest am Anfang; später wird's heavier. Neoklassische - oder eher barocke - Leadgitarre. Wieder von einem Manne mit variabler Stimme gesungen. "Who Am I?"... FIREWIND...

# 05 - CRYSTALLION "Under Heavy Fire"
Wieder mit aufwendigen, verspielten Leads, dieses Mal aber fröhlicher und rockiger. Trotzdem mit königlich martialischer Lyrik und einem feinen GAMMAWEEN-Touch. Klingt total nach teutonischem Melodic Metal, und das ist es auch. Die Scheibe findet doch der Julian besonders toll, wenn mich nicht alles täuscht. CRYSTALLIONs Napoleon-Konzeptalbum "100 Days" mit dem Song "Under Heavy Fire".

# 06 - WITT "Kyrie Eleison"
Eieiei... das kenne ich an der deutschen Sprechgesangstimme. Kommende Fluten und goldene Reiter. Das ist der Herr Witt mit "Kyrie Eleison". Markant. Nicht schlecht, aber auch nicht meines. Hat aber was.

# 07 -
Aha, das ist jetzt eine weitaus vertrauter klingende Sprache. Nordisch. Erster Gedanke war Färingisch oder Isländisch, und es wird von Baldur gesungen, wie es sich gehört. Erst folkig und melodisch in bester TÝR-Tradition, dann aber auch mit harter Halb-Growl-Stimme, die in die FINNTROLL-Richtung geht. Insgesamt sehr wuchtig und rhythmisch. Die folkigen Parts und Chöre sind so dermaßen TÝR, dass ich an Heris Sideprojekt Heljareyga denken musst, aber das ist's nicht. Klingt aber ziemlich nach Muttersprachlern und da ich jetzt nicht damit rechne, eine färingische Band übersehen zu haben, müssen es Isländer sein. Herrje, das ist eine harte Nuss. Sollte ich jedenfalls auch mal haben, denke ich.

Muss... suchen... kaufen... ahhhhh... gefunden... SKÁLMÖLD... bestellt...
:subber:

Vor ich jetzt nochmal wild auf "Bestellen" klicke, mache ich für heute Nacht Schluss.


Ach ja... hier das Gemälde, dessen Auszug meinen Sampler ziert:

Bild


Zwischenstand:

# 01
# 02
# 03
# 04 - FIREWIND "Who Am I?"
# 05 - CRYSTALLION "Under Heavy Fire"
# 06 - WITT "Kyrie Eleison"
# 07 - SKÁLMÖLD "Valhöll"


# 07 war zugegebenermaßen gespickt, aber nur, weil ich es sofort bestellen musste. Immerhin hab ich die Lyrics erkannt. Und ich habe gleich noch das TÝR-Sideprojekt mitbestellt.
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Re: Abgefuckte Melodien

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 23. Juni 2012, 03:15

Ach ja, und als Wichtel habe ich jemanden in Verdacht, den ich vor Kurzem erstmals persönlich treffen durfte.
;-)
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Re: Abgefuckte Melodien

Beitragvon Jesus » Samstag 23. Juni 2012, 07:50

Scheint mir doch recht chavonistisch, der Sampler.
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Re: Abgefuckte Melodien

Beitragvon Jhonny » Samstag 23. Juni 2012, 08:04

Jesus hat geschrieben:Scheint mir doch recht chavonistisch, der Sampler.


joa, entweder Chavo oder Know-It-All... die stehen doch auf dieses Witt-Zeug, zumindest einer von ihnen :grins:

die # 3 scheint cool zu sein, da bin ich auf die Auflösung gespannt!
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Re: SW 2012 - Abgefuckte Melodien

Beitragvon Martin van der Laan » Samstag 23. Juni 2012, 13:38

Nummer 1: Einen Titel namens "Children Of Lies" kenne ich von ALMAH glaube ich... das wäre dann auf jeden Fall ANGRA-Schule... :D
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Re: Abgefuckte Melodien

Beitragvon Mr. Know-It-All » Samstag 23. Juni 2012, 15:07

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ach ja, und als Wichtel habe ich jemanden in Verdacht, den ich vor Kurzem erstmals persönlich treffen durfte.
;-)


Den habe ich auch in ganz starkem Verdacht ... ;)
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Re: SW 2012 - Abgefuckte Melodien

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 27. Juni 2012, 13:45

Nur kurz als Info...

Es geht hier bald weiter. Ob heute noch ist fraglich, aber morgen Abend sollte ich spätestens wieder angereifen können.
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Re: SW 2012 - Abgefuckte Melodien

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 28. Juni 2012, 01:53

So, nachdem SKÁLMÖLD bereits im Haus ist, kann ich auch mit dem Sampler weitermachen.

# 08 - 03:38
Ziemlich moderner Sound. Fette Riffs, Dropdowns, aber ansonsten nicht sonderlich core-ig. Das ist in Sachen Riffing schon metallisch. Ich muss ein bisschen an NEVERMORE denken, wobei nicht so viel zugefiedelt wird. Es gibt auch ruhigere Passagen. Der Sänger hat einen alternativen Touch. Der Chorus hat was von GWAR. Der Song heißt offensichtlich "Cause For Concern". Die Band kenne ich nicht. Ist nichts, was ich unbedingt brauchen würde.

# 09 - 09:13
Dieses lange Stück beginnt mit einem schönen gezupften Intro, eine militärische Snare tritt hinzu. Nach einer Minute tritt eine riffende Gitarre und wuchtiges Drumming hinzu, dann werden die Leads verspielter, die Rhythmik vertrackter und abgehackter. Glockenschläge bauen eine manowarige Bridge (of Death), und nach zwei Minuten darf dann der Sänger ran. Ein schräger welcher, der mir bekannt vorkommt. Schöner Gesang. Nicht alltäglich. Kann den Herren aber nicht zuordnen. Horroratmosphäre zwischen King Diamond und der ersten Mechanical Poet ist auch dabei. Dürfte eine US-Metal-Band sein, im Refrain kommt was von "Mistress Of The Feast" und "Maiden Of The Storm". Könnte etwas für den erweiterten Einkaufszettel werden.

# 10 - 04:55
Ausgiebiges Bassgeboller zum Intro, dann rhythmisches Drumming und ein kantiges Riff mit Saitenziehern nach jedem Takt. Das Lied entfaltet eine entspannt doomige Note, zu der auch der leicht bekifft wirkende Sänger passt. Hat einen Hauch von Trouble, aber nicht zu offensichtlich. Den Sänger verstehe ich leider nicht. Es kommt öfters mal ein Woohooo oder Owwhoho... Grob gesagt: Steiniger Doom irgendwo im Schnittfeld aus SABBATH, TROUBLE und ORANGE GOBLIN, oder so ähnlich. Itt schlecht...

# 11 - 04:27
Aha, nun eine thrashige Kiste. Die Herrschaften kennen SLAYER, würde ich meinen. Jedenfalls nehme ich eine Dezente "Reign In Blood"-Verneigung wahr. Dann ist's aber mit Einsetzen des Gesangs doch klar, dass wir hier in truemetallische Gefilde fahren. Der Text ist an Klischeehaftigkeit wirklich kaum zu überbieten, und die eigenwillige Stimme, der zugehörige Akzent und die Tatsache, dass der Sänger wohl keine 20 Kilometer von mir weg wohnt, bringen mich dann doch sehr schnell auf die richtige Fährte.SOLEMNITY mit "Open Fire", gell? Ich hab die Scheiben nicht, wobei man die ja gelegentlich nachgeschmissen bekommt. Vielleicht beim nächsten Mal dann doch lokalpatriotisch kaufen, was? Der Song ist nett... ;-)

# 12 - 06:47
Neoklassische Leads, Keyboards, Doublebass, Bombast, glockenheller Gesang mit nordeuropäischem Akzent. Der Song heißt ganz offensichtlich "Holy War" und es geht um "our holy crusade for the light" usw... Die Band erkenne ich direkt nicht, aber es ist die selbe Kiste wie STRATOVARIUS Mitte der Neunziger und DRAGONFORCE heute. "We shall stand for Dragonland"? Okay, dann sind's wohl die... habe ich jetzt aber nur vom Text her geraten und nicht gewusst. Guter Song... gefällt mir, auch wenn mir das Genre an sich oft zu verzuckert ist. Hier an sich auch, aber es ist trotzdem gut. Sollte sich Rhapsosally auch mal anhören.

# 13 - 04:27
Wieder eine ganze Ecke härter, heftiges Getrommel, eher tiefer, etwas knödeliger Gesang, der von den Feldern der Ehre kündet. Der Sänger klingt ein wenig wie GWARs Sexicutioner. Die Lyrik passt dazu auch "By Steel I Reign Supreme". Der Akzent klingt italienisch oder spanisch... Ich mag ja so etwas sehr gerne, auch wenn der Rest hier - außer Jhonny - wohl davonlaufen würde. Die Band erkenne ich nicht. Habe ich auch noch nicht gehört. An den Sänger müsste ich mich sonst erinnern.

# 14 - 05:05
Stilwechsel. Das ist ein Prog-Rock-Klassiker. Zartfühlig, mystisch, mit Piano, feinem Synth, einfühlsamem Gesang. Das kenne ich. Habe ich schon gehört, aber nie bewusst einer Band zugeordnet. Wenn der Name fällt, dann werde ich sie natürlich kennen, aber erraten kann ich sie nicht. Die Textzeile dürfte euch aber zum Erkennen reichen: "As far as my eyes can see
There are Shadows approaching me" ...


Zwischenstand:

# 01
# 02
# 03
# 04 - FIREWIND "Who Am I?"
# 05 - CRYSTALLION "Under Heavy Fire"
# 06 - WITT "Kyrie Eleison"
# 07 - SKÁLMÖLD "Valhöll"
# 08 -
# 09 -
# 10 -
# 11 - SOLEMNITY "Open Fire"
# 12 - DRAGONLAND "Holy War"
# 13 -
# 14 -
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Re: SW 2012 - Abgefuckte Melodien

Beitragvon Mr. Know-It-All » Donnerstag 28. Juni 2012, 02:30

Rüdiger Stehle hat geschrieben:# 13 - 04:27
Wieder eine ganze Ecke härter, heftiges Getrommel, eher tiefer, etwas knödeliger Gesang, der von den Feldern der Ehre kündet. Der Sänger klingt ein wenig wie GWARs Sexicutioner. Die Lyrik passt dazu auch "By Steel I Reign Supreme". Der Akzent klingt italienisch oder spanisch... Ich mag ja so etwas sehr gerne, auch wenn der Rest hier - außer Jhonny - wohl davonlaufen würde. Die Band erkenne ich nicht. Habe ich auch noch nicht gehört. An den Sänger müsste ich mich sonst erinnern.


BATTLERAGE!!!
Den Titel hast du ja schon genannt.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:# 14 - 05:05
Stilwechsel. Das ist ein Prog-Rock-Klassiker. Zartfühlig, mystisch, mit Piano, feinem Synth, einfühlsamem Gesang. Das kenne ich. Habe ich schon gehört, aber nie bewusst einer Band zugeordnet. Wenn der Name fällt, dann werde ich sie natürlich kennen, aber erraten kann ich sie nicht. Die Textzeile dürfte euch aber zum Erkennen reichen: "As far as my eyes can see
There are Shadows approaching me" ...


ALAN PARSONS PROJECT - Old and Wise

Sehr geiler Song von einem Über-Album! Definitiv kaufenswert ...


Und: Der Wichtel ist jetzt DEFINITIV Chavo! ;-)
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Re: SW 2012 - Abgefuckte Melodien

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 28. Juni 2012, 02:41

Jo, dass es Chavo ist, war mit SKÁLMÖLD eigentlich schon klar, ließ er sich die CD doch aus Ísland mitbringen...

Zwischenstand:

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