Hier erstmal die Eindrücke der ersten vier Songs (Peinlichkeiten in der Interpretation inbegriffen), der Rest folgt bald:
01 Proggig geht die Reise los, der Anfang hat was von Drum & Bass mit Schlagzeug und Samples, dann kommen die Saiteninstrumente dazu und der Sänger. Die Klarstimme vom Sänger kommt mir bekannt vor (ohne, dass ich eine direkte Idee habe, wer da zu hören ist), dazu gibt es noch relativ hohes/heiseres Geschrei (vom Stil her kann ich letzteres am ehesten mit einigen Klangfarben von Vintersorgs Hedlund auf den beiden Prog-Platten vergleichen, der Rest der Stimme ist aber ganz anders), dann ein kurzer Ausbruch mit verzerrten Gitarren und dann wieder jazziger Prog. Sehr fein bisher, keine leichte Kost, aber trotzdem irgendwie eingängig für meine Ohren. Ah, Moment.. der Sänger. Das ist nicht am Ende noch Garm?
02 Bedächtiger Beginn der Gitarre(n?), dahinter das klingt fast wie ein Cello... Eine ruhige Männerstimme erzählt mir etwas (bin wie üblich schlecht im Text verstehen...) "?? will take you to the moon, one will take you to Mars". Ja, bitte doch!

Der Song ist ziemlich kurz und bleibt weiter sehr langsam, und geht mir runter wie flüssiger Honig, da geht meine hyperaktive Phantasie in den Orbit!

Was auch immer das ist, ich brauche mehr!
03 Epische Keyboards empfangen mich, schon irgendwie Soundtrack-mäßig und spacig. Jetzt kommt Percussion dazu, aber der elektronische Charakter bleibt erhalten. Nun ein Sänger, tiefe angenehme Stimme mit einer deutlich melancholischen Schlagseite und wieder das deutliche Gefühl, dass ich den Herren kennen sollte(?). Ich weiß nicht, wie ich es anders formulieren soll, aber mein Gefühl beim Hören ist irgendwie etwas "Blade Runner"esque. "In our hearts and minds we'll see the hope that ? eternally | Lost underground a ? stream frozen to the man machine", die Musik hat dazu orientalische Anklänge find ich. Apropos... könnte fast die Teeparty sein, kenne ja noch viel zu wenig von denen... aber die kenne ich nicht so spacig und die Stimme passt irgendwie auch nicht so ganz für mein Empfinden. Hmmm....
Jedenfalls wirklich stark, das richtige für einen abgedunkelten Raum, eine Tasse Tee (oder beliebige Andere Mittelchen
). Bravo!Der Orient-Charakter wird immer deutlicher, kurz vor Ende auch noch Blasinstrumente aus der Ecke.
04 Vom musikalischen Grundton bleiben wir erstmal in der Nische, die Gitarre am Anfang hat mich fast etwas an das Tristram-Theme aus Diablo 1 erinnert (jaja, ich kenn keine Fachbegriffe für instrumentale/musikalische Stilfiguren). Zweistimmiger Gesang, bei dem die weibliche Stimme jedoch nur begleitend im Hintergrund zur männlichen wirkt. Erinnert mich insgesamt zur Zeit etwas an Therion zu Gothic Kabbalah Zeiten, nur etwas "ernster", weniger süß und eine Kelle proggiger. Die Stimmfarbe erinnert mich fast etwas an Eric Clayton (den ich jedoch gleich wieder aus dem Spiel nehme), jetzt redet der Sänger, dazu "stöhnt" (atmet klingt vielleicht nicht so zweischneidig
) jemand kehlig ins Mikro. Sehr spannende Angelegenheit!
Der Schlagzeuger geht, vor allem für so ein ruhiges Stück, dann doch ziemlich ab, immernoch könnte ich mir vorstellen, sowas von einem summerischen Zeitreisenden vorgetragen zu bekommen. Dann kommen plötzlich die E-Klampfen und der Sänger wird harsch und man stampft etwas. Erneut: mehr, mehr, mehr für mich! 

