123=7 und sein Top100-Potpurri

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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon 123_7 » Montag 6. Juni 2011, 21:34

Nein! Die ist zu laut, Dummerchen.
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon 123_7 » Freitag 17. Juni 2011, 10:22

Auch wenn das Interesse eher gering erscheint, muss ich die Liste fortführen, um mein Herz endlich rein zu waschen :subber:

93. DEAD CAN DANCE "Within The Realms Of A Dying Sun"
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Öhm... Gothic?

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich hier um fröhlichen, tanzbaren Dudelfolk, der perfekt für die Sommerwiese im Vorprogramm von Subway To Sally funktioniert. Scherz beiseite... die Inititalbegegnung ist (mal wieder) durch Eike geschehen, der mich auf einem Sampler mit der Band versorgt hat. Dieses Album habe ich mir daraufhin besorgt und nach anfänglichen Startschwierigkeiten kann ich mich der betörenden Anmut und beinahe verstörenden Ausstrahlung nicht entziehen. Aufgeteilt ist das Album in eine Hälfte, die von Brendan Perrys Stimme getragen wird und in die andere Hälfte, in der Lisa Gerrards unkonventionelle und expressive Stimme zur Geltung kommt. Ganz besonders hat es mir der Song 'Xavier' angetan, der sehr einnehmend und eindringlich dargeboten wird. Auf der anderen Hälfte ist das bekannte und intensive 'Cantara' ein herausragendes Stück, dass mit der Vokalakrobatik Gerrards einen sehr prägenden Moment bildet. Dies ist ein sehr düsteres Album, das nicht in jeder Stimmung funktioniert, aber im richtigen Moment einen gnadenlos packt, an die Wand drückt und nicht mehr loslässt.
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon 123_7 » Freitag 17. Juni 2011, 13:29

92. CREAM "Disraeli Gears"
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Drug-soaked rock

Wer kennt ihn nicht... dieser Song dürfte massgeblich zum Erfolg dieser Scheibe beigetragen haben. Aber ich liebe das gesamte Album mit seinem drogengeschwängerten, psychedelischen Rocksongs, die nicht nur gute Laune, sondern auch einen frischen, unverbrauchten und zeitlosen Vibe versprühen. Mein Favorit ist das ultracoole 'Tales Of Brave Ulysees' mit den ultracoolen Vocals und den psychedelischen Riffs. Wie hier Clapton noch die Gitarre schwingt hat einfach viel mehr Stil, als das etwas weichgespülte (wenn auch verhältnismässig recht nette) Solomaterial. Aber das hier ist einfach purer Rock, mitreissend und fesselnd.
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon 123_7 » Freitag 17. Juni 2011, 13:38

91. WISHBONE ASH "Pilgrimage"
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Rock-o-coque

Eine Band, die ich schlichtweg unterrepräsentiert habe in meiner vorigen Liste. Natürlich ist "Argus" ein Meilenstein, aber die Band hat noch so viele andere fantastische Alben veröffentlicht, dass man diese nicht vernachlässigen sollte. "Pilgrimage" ist der Zweitling zwischen dem eponymen Debüt und dem Klassiker "Argus". So wirklich vergleichbar ist es mit keinem der Alben, gibt man sich hier verspielter, etwas jazziger und experimenteller. Nachvollziehbare Lyrics gibt es erst ab dem dritten Song 'Jail Bait' mit unwiderstehlichem Shuffle-Drive. Aber gerade die beiden eröffnenden Songs 'Vas Dis' (LedZep ick hör dir trapsen) und das zum niedknieende 'The Pilgrim' sind so over the top, dass diese Scheibe einfach in jede ordentliche Rocksammlung gehört. Die vermutlich sträflichst unterbewertete, aber doch massgeblich einflussreichste Rockband unserer Geschichte. Und hier übertreibe ich nicht!
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon Teichfrosch » Freitag 17. Juni 2011, 14:30

Doch, das Interesse ist schon da (zumindest von meiner Seite...), aber ich habe momentan nicht die Zeit ausführlich in den ganzen Kram reinzuhören ;) Deine Liste ist aber ohnehin meine nächste. Wird ein Heimspiel. Fast ausnahmslos phantastische Musik drin. Ich arbeite mich dann von vorne nach hinten und komme zuletzt zu den neuen Sachen. Sollte aber schnell gehen, hab deine Top100 letztens mal überflogen und das meiste kenne ich schon von woanders oder habe es selber. Also wirds dann nicht so furchtbar lange dauern bis ich zu deinen neuen Sachen komme x)
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon 123_7 » Freitag 17. Juni 2011, 16:28

90. SIGUR RÓS "Ágætis byrjun"
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Sad and happy fairytales of folk and mysticism

Holgs Lieblingsband sind auf Ihrem Quasi-Debüt (kann man sich "Von" wirklich am Stück anhören?) irgendwo zwischen den Stühlen Folk, Pop, Ambient und Experimental anzufinden. Ich finde, dass der Opener 'Svefn-g-englar' ein repräsentatives Stück ist, dass den Sound der Band auf diesem Album recht gut zusammenfasst. Die überbrodenden Elemente, wie man sie auf dem Nachfolger hören kann, fehlen hier weitestgehend. Auch wenn das Dynamikspektrum nach wie vor atemberaubend ist, geht hier der Regler nicht bis auf 11. Über weite Strecken ist das Album in sich positiv, findet aber auch in 'Ný Batterí' und 'Hjartað hamast (bamm bamm bamm)' Momente, die eher der dunklen Klangeskunst zuzuordnen sind.Ein spannendes und vielseitiges Album, dass für mich aber vom Nachfolger noch deutlich übertroffen wird.
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon Loenz » Freitag 17. Juni 2011, 18:29

So dann kommentiere ich mal deine neue Liste.

Fangen wir an mit Vanderbuyst, das Cover von Rock Bottom überspringe ich mal dreisterweise. Krass die sind doch relativ neu am Markt, oder? Das ist Musik auf die mein Vater total abfahren würde, krass wie sehr das nach den 70ern klingt. Das gefällt mir und geht richtig gut nach vorn. Ist zwar null originell, macht aber richtig Spaß in den Backen.

Dann springen wir mal zu Yeasayer und dem Song Wait for the Summer, ah schöne Gesangshuldigung an die späten 60er und frühen 70er. Die Beschreibung das die Musik verträumt ist passt auf jeden Fall und einen leichten Artsy Touch hat sie auch. Wer mich mittlerweile ein wenig kennt sollte wissen das ich auf so etwas ja auch stehe und jepp das ist hier richtig fein. Notier ich mal.

Allmost Let You in von Molina and Johnson ist dann wie du beschreibst sehr ruhig und reduziert umgesetzt. Schöne Singer & Songwriter Musik und viel mehr braucht es auch nicht um ausdrucksstark zu verzaubern. Einmal mehr zeigt uns 123_7 das er Geschmack hat.
Du, wenn das so weiter geht wird das übrigens sehr teuer für mich. Motz ;-)

Weiter geht es dann mit Folk Rock der ein wenig psychedelisch klingt. Auch das gefällt mir wieder, hübsche Guitar Lines, den Bass hört man auch ganz gut raus. Feine Liste bisher muss ich sagen. Da merkt man auch von was so Retro Bands wie Black Mountain und Co beeinflusst wurden. Mit Sicherheit von solchen Bands.

Lamented Souls hatte ich in der alten Liste glaube ich nicht kommentiert. Ich bin ja beileibe kein Doom Experte und Jesus wird mir wegen meinen Abenteuerlichen Kommentare zu Doom Musik, sicher irgendwann mal aus Maul hauen. Ich probiere es aber dennoch mal. Joa der Gesang schön getragen mit der richtigen Menge Pathos, so darf man das schon mal machen. Die Riffs schön heavy und drückend. Ah geil das Tempo geht ja auch mal ein wenig nach vorne und dann werden die Riffs noch eine Spur heftiger. Das gefällt mir bisher richtig geil. Ist jetzt nicht so der zähfließende Jesus Lava Doom, sondern etwas mehr an Sabbath und Co orientiert. Ziemlich gut, geiler Sänger, geile in den Staub drückende Riffs.
Noch was zum notieren.

Jetzt wird es lang. 22 Minuten Zeit Quatsch zu schreiben. Jesus schon mal die Blutdruck Tabletten hinstelle. Die Wörter monoton, schlurfend, walzend und trist beschreiben Perfekt diese Art von Musik. Das ist schon ziemlich abgefuckt und für so etwas muss man definitiv in Stimmung sein, wenn man mal wieder keinen Bock auf nichts und niemanden hat. Aber, wenn Doom dann lieber so wie eins drüber. Das hier hat mir dann einfach zu wenig Abwechslung. Ab und an mal ein Tempo Wechsel etc wäre für mich selber wünschenswert. Das ist zwar durchaus gut gemacht packt mich aber halt einfach nicht. Ist mir dann doch über die Länge etwas zu monoton und zu Lava Zäh mässig. Ich bin aber auch nicht der große Doom Fan, dementsprechend auch kein Maßstab.

Nach deiner Beschreibung bin ich durchaus mal gespannt auf Orne. Die sagen mir mal genau gar nichts.
Anton klingt schon durchaus interessant und spannend, die Umschreibung das es träumerisch klingt kann ich wohl auch unterschreiben. Die Vergleiche mit King Crimson bzw Van der Graaf Generator zu Teilen auch. Schöne Orgel und Bläser Momente. Gefällt auch wieder. Werde ich auch mal auf die erweiterte Kaufliste setzen.

So die ersten 10 Alben Erwähnungen sind bald durch. Kommen wir nun zu Dead Can Dance. Ich kenne ja bisher nur 2 Soloalben von Brendan Perry. Lisa Gerrard hab ich genauso wie Dead Can Dance bisher komplett außen vorgelassen. Deswegen bin ich jetzt durchaus gespannt diese beiden Künstler im Duett zu erleben. Joa das klingt nach sehr atmosphärischer elektronisch angehauchter Düstermusik mit einen leichten Touch Art als Zutat. Das weiß durchaus zu gefallen, dazu diese unfassbar markante und unverkennbare Stimme von Brendan Perry. Wirklich cool. Brauch ich nicht zu erwähnen wo das landet, oder? ;-)

Zu Cream kann man natürlich nur sagen coole Auswahl. Eric Clapton hat natürlich tolles Feeling und einen geilen Ausdruck in seinen Spiel. Macht Laune.

So bei Wishbone Ash höre ich dann auch noch rein. Ich pick mir jetzt mal The Pilgrim raus. Sehr ruhiger gezupfter Gitarren Anfang wo ein Thema ständig wiederholt wird und erst ab 2:40 abgelöst wird und der Song dann Fahrt aufnimmt und sich dann zu einer Rock Nummer entwickelt. Sehr schönes Zusammenspiel der Gitarren, dazu eine treibende Rhythmussektion. Wirklich fein gemacht, leicht verspielt in den Gitarren. Interessanter Gesang. Cool. Du hast mittlerweile schon einen leichten Fetisch für gut gemachte 70er Musik, oder? Kann ich dir aber nicht verdenken. In dieser Zeit kam echt viel und gute Musik raus.


Sigur Ros kenne ich und hatte ich selber in der Liste. Super Album, tolle Stimmungen die transportiert werden und tolle Spannungsbögen.
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon Falkner » Freitag 17. Juni 2011, 20:39

Fairpoint Convention:
Au ja! Das ist super. Die Songs gefallen mir ausnahmslos. :dafuer:

Asunder:
Zumindest schonmal ein sehr cooles Cover. Musikalisch geht das, wie du bereits geschrieben hast, stark in Richtung trist und hoffnungslos, ich fühle mich spontan an Evoken erinnert. Ist für mich momentan wohl zu arg, aber prinzipiell gefällt mir das.

Orne:
Wieder sehr cooles Zeug. 'Opening By Watchtower' erinnert mich gerade stark an Opeth, mit der dräuenden Orgel und den Akustikgitarren. Sehr verträumt, ich denke da an dunkle, seltsame Wälder in der Nacht. :)

Dead Can Dance:
Mit denen wollte ich mich schon lange auseinandersetzen. Was ich hier höre, gefällt auch. Düster, sphärisch, melancholisch. Toll.

Cream:
Bei 'Sunshine Of Your Love' muss ich an 'Inna Gadda Da Vida' denken. Trotzdem cool, auch 'Tales Of Ulysses', wieder etwas, das voll und ganz in meinen Beutebereich fällt.

Wishbone Ash:
Schön bluesig-rockig, den Led Zep Verweis kann ich nachvollziehen. Wieder toll.

Sigur Rós:
Noch ein Kandidat, den ich schon länger antesten wollte. Klingt sehr interessant, das sind wirklich Klanglandschaften. Allerdings habe ich da Probleme, eben jene in meinem Kopf auszubreiten. Da brauche ich schon visuelle Unterstützung wie in den Videos auf Youtube. Wohl etwas, was man weniger zu Hause als eher auf Reisen hört.
The four most over-rated things in life are champagne, lobster, anal sex and picnics.
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon 123_7 » Samstag 18. Juni 2011, 17:10

Ah, jemanden zu Fairport Convention konvertiert. :dafuer:

89. LED ZEPPELIN "IV"
Hier lang.

88. BERSARIN QUARTETT "Bersarin Quartett"
Hier lang.

87. VASHTI BUNYAN "Just Another Diamond Day"
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Folque naïf

Aufmerksame TV-Schauer werden bei einem Werbespot eines Elektronikherstellers auf diesen Song schonmal gestossen sein, der es im Übrigen nie über Demostatus gebracht hat. Surreal zugleich auch, dass Frau Bunyan bei Release des Debütalbums "Just Another Diamond Day" 1970 lediglich lausige 300 Exemplare absetzen konnte. Zu Teilruhm gelang es ihr erst deutlich später durch besagten 'Train Song'. Dabei war auch schon auf dem Debütalbum soviel herzerwärmender Folk (böse Zungen unterstellen der ganzen Geschichte auch Lagerfeuer-Atmosphäre), die von Vashtis ungeheuer klaren und verträumten Stimme getragen wurde. Textlich mitunter banal, aber doch immer authentisch sind einige der Songs während einer mehrere monate dauerenden Fahrt zu einem Folk-Kollektiv in Schottland (as far as I remember) entstanden. So entstanden Kleinode wie 'Glow Worms' oder der zauberhafte Titeltrack. Häufig erinnern die Songs aufgrund ihrer einfachen Melodien an Kinderlieder, dennoch bewahren diese sich immer einen betörenden Charme. Musikalisch wurde die Dame erst wieder 2005 aktiv, als sie mit dem experimentellen ANIMAL COLLECTIVE gemeinsame Arbeite machte. Dies brachte ihr einen Plattenvertrag mit Fat Cat Records ein, auf dem sie tatsächlich 35 Jahre später den Nachfolger von "Just A Diamond Day" veröffentlichte (auch empfehlenswert!).
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon 123_7 » Sonntag 19. Juni 2011, 14:47

86. GRAVEYARD "Graveyard"
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Sounds older than it is - Rock

Momentan ist die Band ja mit ihrem Output beim Donzdorfer Label ja in aller Munde. Allzuhäufig scheint aber vergessen zu werden, dass die Band bereits einen Output veröffentlicht hatte und der wahrlich nicht von schlechten Eltern den Classic Rock Heroen huldigt. Produktionstechnisch gibt man sich oldschool und nicht altbacken und hat jede Menge Puste in den Arschbacken um das ganze mitreissend und frisch darzubieten. Mein Favorit ist das etwas bedächtigere 'Thin Line' mit coolem Drive und Gesang. Aber auch die etwas fetzigen Stückere wie 'Lost In Confusion' oder der mitreissender Opener machen einfach mächtig Spaß und haben die Band verdient zu dem begehrten Vertrag mit Nuclear Blast bringen lassen.
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