123=7 und sein Top100-Potpurri

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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 5. Juni 2011, 12:51

Der erste Knyller in Tyten!

Die hab' ich auch noch in der Rücklage liegen. Hammerteil.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon 123_7 » Sonntag 5. Juni 2011, 13:31

99. Yeasayer "All Hour Cymbals"
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Pop

Wem das hier nicht gefällt, sollte sich bei Azmo beschwerden, der mich mit dieser wunderbaren Band angefixt hat. Schuld an meiner Begeisterung ist vor allem dieser Song, der sich kurzer Zeit zu einem meiner absoluter Favoriten gemausert hat (wie sagte Azmo so schön: "Song für die Insel"). Soviel Sehnsucht und Schönheit habe ich selten in Musik gehört. Auf der Scheibe hat meines Erachtens nicht jeder Song dieses Niveau, aber dennoch zieht sich durch das Album ein roter Faden mysteriöser, schöner und wehmütiger, wenn auch immer mit positivem Unterton versehene, Melodien, wie z.B. in '2080. Die Band ist zwar sehr eingängig, behält sich aber immer einen artsy Touch und ist auf Eigenständigkeit bedacht. Wunderbar, auch wenn der Nachfolger selten an diese Momente anknüpfen kann, aber dennoch schöne Popmusik bietet.
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon Falkner » Sonntag 5. Juni 2011, 14:50

Vanderbuyst:
Hui, schön geradliniger Rock, klingt super. Sollte ich unter Beobachtung halten.

Yeasayer:
'Wait For The Summer' klingt sehr nett, hat so einen leichten 60er-Touch. Nur der Gesang des Bassisten geht mir ziemlich auf den Keks.
'2080' gibt mir jetzt nicht viel, ist aber ganz okay.

Schön, dass du nochmal von vorne anfängst. Dann kann ich live kommentieren. :grins:
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon 123_7 » Sonntag 5. Juni 2011, 16:55

Ich weiss nicht, ob so viel für deinen Geschmack dabei ist... schauen wir mal :-)

98. MOLINA & JOHNSON "Molina & Johson"
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Singer / Songwriter

Allein schon bei dem Gedanken, dass meine beiden Gesangshelden Jason Molina (Songs: Ohia, Magnolia Electric Co.) und Will Johnson (Centro-matic, South San Gabriel)ein gemeinsames Album aufnehmen bekomme ich Hitzewallungen. Und tatsächlich ist ein wunderbares, stilles, introvertiertes, aber dennoch ausdrucksstarkes Album zweier Ausnahmekünstler entstanden, die sich für eine Woche eingesperrt und ihrer Kreativität freien Lauf gelassen haben. Experimentierfreudig, nicht immer perfekt klangtechnisch umgesetzt und für viele vermutlich zu spartanisch; ich liebe diese unfertige Atmosphäre voller Ideen und Anmut. Zudem ist ein Song auf diesem Album vorhanden, den ich tagelang ununterbrochen gehört habe; der gewitzte Text, die träumerische Melodie und der abwechselnde Gesang der Protagonisten ist mir wochenlang nicht aus dem Kopf gegangen. Leider gibt es 'Almost Let You In' nicht in der Studioversion bei YT, aber dennoch ist die Version, die alleine von Will Johnson gesungen wird, auch ein Garant für wohlige Schauer. Weitere Anspieltipps: '34 Blues' und 'All Falls Together'
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon Falkner » Sonntag 5. Juni 2011, 19:03

Ist doch schön, wenn man mal neues entdecken kann. Wenn ich beim Féamorn nach jedem Album "Super!" schreiben kann, ist das zwar toll, aber nicht sonderlich spannend. :grins:

Molina & Johnson:
Das hier beispielsweise gefällt mir sehr gut. Schön ruhig und minimalistisch, klingt nach Kopfhöreralbum. Mal keine Klangmauer, sondern durch die spärliche Instrumentation sehr luftig und räumlich. Bei 'All Falls Together' muss ich am Anfang an ein klassisches Klavierstück denken, ich weiß aber nicht ganz, welches es ist. So spontan irgendwie ne Mischung aus Chopins Trauermarsch, seiner Regentropfenprelude und Rachmaninoffs zweitem Klavierkonzert, auch wenn keines so ganz passt. Vielleicht bilde ich mir das auch ein. Mir gefällt auch dieses Gedankenfetzenkonzept, das du angesprochen hast. Gibt dem Ganzen etwas rohes, ungefiltertes, direkteres.
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon 123_7 » Sonntag 5. Juni 2011, 20:54

So noch einen für heute:

97. FAIRPORT CONVENTION "Liege & Lief"
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Folk Rock

Hier muss ich wohl etwas weiter ausholen: Dieses Buch wirbelt gerade tüchtig mein musikalisches Weltbild durcheinander. Ich inhaliere so ziemlich alle Bands, die darin vorgestellt werden und ich komme aus dem Staunen kaum heraus. Einer der Glanzstücke sind sicher die britischen (ach was) Folkrocker FAIRPORT CONVENTION. Bis jetzt besitze ich nur dieses Album, aber da wird siche noch mehr kommen und die niedrige Platzierung ist auch nur dem Umstand geschuldet, dass ich das Album selber noch gar nicht lange kenne. Hier wird eine beeindruckende Synergie aus Rock und Folk geschaffen; entgegensetzt vieler moderner Vertreter fliessen diese beiden Genres auch tatsächlich zu dem Prädikat Folkrock zusammen und nicht nur zu Rock & Folk. Der wahrscheinlich magischste Moment findet sich in dem psychedelischen und bezaubernden 'Tam Lin', das mich einfach nur in seinen Bann zieht. Etwsa konventioneller ist das straighte, aber nicht minder mitreissende 'Matty Grooves oder das atmosphärische 'Reynardine'.

96. Lamented Souls - Origin Of Mystery
Doom Metal
Bereits vorgestellt.
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon 123_7 » Montag 6. Juni 2011, 19:46

95. ASUNDER "Works Will Come Undone"
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[i]Slow Untrve Doom[i]

Eigentlich passt das Album nicht (mehr) in mein Beuteschema, da ich mein Leben eigentlich wieder ganz gut in den Griff bekommen habe und desaströs depressive Musik mir eher schwer fällt anzuhören. Dennoch ist dieses Album sowas von over the top, dass ich es fast schon geniesse mich in diesem wohligen Stachelbett aus Leere und Hoffnungslosigkeit zu laben. Entgegen vieler Vertreter kauf(te) ich den Protaginisten Ihre Haltung auch zu 100% ab; das hier ist authentisch, ungezwungen und ehrlich. Zwei Songs strecken sich auf 50 min musikalische und insgesamt 70 min (mit Ambientabschluss) Breite, dabei ist die Band entgegen der naheliegenden Vermutung absolut unepisch. Schlurfend, trist und monoton walzt sich dieser Brocken auf dem Hörer herum, dass einem jeglicher Frohsinn abhanden geht. Die Growls sind kehlig und schmerzhaft, aber sie passen hundertprozentig zu diesem Koloss. Die klaren Vocals sind entfernt und beinahe erstickend. Das hier ist wahrer Trauermetal, der Bands wie My Dying Bride zu fröhlichen Kirmesclowns degradiert. Als Anspieltipp die Hälfte des Albums: A Famine
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon Jesus » Montag 6. Juni 2011, 19:58

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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon 123_7 » Montag 6. Juni 2011, 21:30

94. ORNE "The Conjuration By The Fire"
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Badewannen Rock

Musik zum Schwelgen, versinken, träumen, augen schliessen, entgleiten und plantschen. Reverend Bizarre mal ein bisschen anders. Herrlicher 70er Rock mit Folk, Psychedelic und Progeinflüssen, der älter klingt als er ist. Die tollen Vocals von Albert Witchfinder funktionieren auch in diesem Kontext prächtig und Peter Vicar hat sich Songs aus den Ärmeln geschüttelt, die stark beeinflusst sind von gediegenen King Crimson, Van Der Graaf Generator und ähnlichen Vertretern der 70er Szene. Ganz besonders angetan hat es mir das träumerische 'Anton', das trotz seiner zurückhaltenden Stimmung einen wahrhaft glänzenden Bogen der Spannung äh... spannt. Aber auch rockige Momente finden sich auf dem Album wie am Schluss von 'Frontline Dreams', bei dem auch der bizarre Pfarrer um die Ecke linzt oder auch bei 'Opening By Watchtower'. Kerzen an, ab in die heisse Wanne und entschweben.
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon Jesus » Montag 6. Juni 2011, 21:33

Funktioniert das auch mit Duschen? Meine Wanne ist so klein und unbequem... :-S
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