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von Pavlos » Sonntag 12. März 2017, 22:57
18. Breaking Orbit - Cassandra Syndrome TOOL-iger Beginn, spacige Gitarren im Hintergrund, orientalisch angehauchter Gesang. Alles fließt, fühlt sich natürlich und organsich an. "Interessant" schießt es mir mehrfach durch mein Erbsenhirn. Ich kenne die Lyrics nicht, und ich höre nur Fragmente raus, aber Texte und Musik bilden eine Eindruck schindende Symbiose. Hier wurde scheinbar viel Zeit und Denkarbeit investiert - und das hört man der Musik an. This is not zum Nebenbeihören, Kollegen. Vor allem wenn ab ca. Minute Fünf die alte Scheine verlassen, und eine neue, heftigere, riffendere, bösere benutzt wird. Das nun folgende, scheinbar wilde, fast schon dysharmonische Solo steht total im Gegensatz zur Schönheit der ersten fünf Minuten - und doch passt es an dieser Stelle. Danach wieder die Rückkehr zu alten Parts und Vocal Lines, ehe am Ende nochmal kurz wild musiziert wird. Aber ein geplantes wild. Cooler Scheiss. https://www.youtube.com/watch?v=xfkrRmhu9WY
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Pavlos
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von Pavlos » Sonntag 12. März 2017, 23:14
19. Sinew - The Descend To The Heart Of Mountain Sadhana 13 Minuten hessische Musik. Der Brocken des Samplers. Und komplex dazu. Die ersten dreieinhalb Minuten langsames Gedudel, melancholischer Gesang inklusive. Bisher also wie gehabt. Danach ein Bass Riff und ab gehts. Gut die Dynamikkurve gekriegt, Jungs. Warum der Mann am Mikro ab und an unbedingt schreien muss erschliesst sich mir nicht so ganz und gefällt mir auch nicht. Böser Junge, aus!!! Orgel trifft auf auf TOOL Drumming und Riffs, alles sehr bombastisch, alles sehr aggressiv. Kommt cool, if you ask me. Bis auf das Schreien, aber das hatten wir ja schon. By the way: "Was ist das hier eigentlich für eine Musikrichting?" schießt es mir durch den Kopf. Irgendwas mit -core am Ende? Ich weiß es wirklich nicht, help me. Oder ist es vielleicht Postrock? Und was ist überhaupt Postrock, god damn it?!?!? Ab 7:20 erneut ein ruhiger Part, die klassische Rime Of The Ancient Mariner Schule eben, haha. Die hier eingeleitete Wende kommt überraschend, denn jetzt wird aus dem Song was ganz anderes als zu Beginn. Das Drama und der Bombast bleiben, aber die Aggressivität ist weg und es dominieren sanftere Vocals, treibende, hymnische Beats und schöne Melodien (z.B. ab 11:55). Am Ende schreit er dann doch noch mal einen Satz raus, so als ob er mich ärgern will....aber nicht mit mir, Freundchen, nicht mit mir. Puh, das war eine recht abwechslugsreiche Fahrt mit der Sinew-Bahn, aber der Ticketpreis hat sich gelohnt. https://www.youtube.com/watch?v=MaWpgGtBaUg
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von Pavlos » Sonntag 12. März 2017, 23:24
20. Transcience - Peoples Temple Erneut eine starke Nummer, da hat der Kubi in der zweiten Samplerhälfte ein paar Juwelen eingepflanzt. Fabelhaftes Songwriting, gekonntes Jonglieren mit der Dynamik, hammergeile Vocal Lines (im Refrain!!!!). Einer der besten Songs des Samplers. Ab 3:40 wird es ruhiger und Sprachsamples setzen ein. Ich mag Sprachsamples nur wenn sie fließend eingebaut sind und sich richtig anfühlen. Das ist hier Gott sei Dank der Fall. Erinnert mich ein bisschen an When The Walls Come Down von Evergrey. Day Six aus Holland fallen mir in Bezug auf Musik und ATmosphäre auch ein. Ab 6:40 nimmt die Nummer wieder Fahrt auf....und jetzt wird sogar geschrieen, als ob sich die Frontmänner der beiden letzten Nummern gegen mich verbündet hätten, haha. Tja, und dann ist das Lied leider auch schon zu Ende. Ich hätte mir gewünscht, dass die Band wieder einen Bogen zu den ersten dreieinhalb Minuten spannt, denn da klangen sie für meine Ohren close to perfect, aber was bleibt, ist immer noch ein saustarker Song. https://www.youtube.com/watch?v=eOXwykfBiYg
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von Pavlos » Sonntag 12. März 2017, 23:33
21. Biffy Clyro - Living Is A Problem Because Evereything Dies Oha, eine Liveaufnahme. Und das sind dann schließlich die (von einigen hier --> Kubi, Siebi) abgefeierten Bifi Minisalami Clyros. Interessanter Beginn, nette Satzgesänge, überraschender Tritt aufs Gaspedal. Vorteil: Jetzt geht´s ab. Nachteil: Jetzt klingt´s fast schon austauschbar. Ab 3:55 endlich wieder die Spielereien vom Anfang. Das hält den Track spannend und nerdig. Insgesamt vielleicht dann doch zu wenig Abwechslung und zu viel Alternative Rock. Das klingt wie Lieblingsmusik von 16jährigen Girlies, die sich megamusikalisch vorkommen. Und das hab ich jetzt nicht geschrieben um die Jungs aus der oben gemachten Klammerbemerkung zu ärgern, sondern weil ich das tatsächlich so empfinde. Ich muss mir da noch mehr Tracks der Salamianer anhören, das hatte ich ja schon lange vor. Ein Beginn ist gemacht, auch wenn er nicht ganz so überzeugend ausgefallen ist. Das klingt jetzt auch härter als es gemein ist. Ich hatte mir nach all den Lobeshymnen mehr erhofft. Anyway: Ich bleibe dran. Da ich kein großer Freund von Livescheiben bin, bevorzuge ich die Studioversion: https://www.youtube.com/watch?v=mgpbzVOeXf0
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Pavlos
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von Peter Kubaschk » Sonntag 12. März 2017, 23:37
Pavlos hat geschrieben:16. Aspera - Traces Inside Hoppla, Norweger. Der Anfang hätte so auch auf Dream Theaters Falling Into Infinity stehen können, die Bridge und der Refrain haben was von Symphony X. Copy-And-Paste-Prog-Metal....der allerdings ziemlich cool gemacht ist. Ich mag ja Bands, die ihre Einflüsse offensichtlich zur Schau stellen - solange das gute gemacht ist. Aspera bzw. Above Symmetry, wie sie sich mittlerweile nennen, kommt auf meine "Da werd ich mir noch ein paar Tracks anhören..." Liste. Der Break bei 5:43 kommt überraschend und lässt ein paar coole Spielereien folgen. Der Grieche mag das. Der Track passt durch mein Definitionsfenster in Sachen Progmetal und gefällt mir therefore ganz gut. Cool. https://www.youtube.com/watch?v=Ln0CD1jnpPk
Ich glaube, dass dir das auf Albumlänge gut gefallen wird. Ja, die Einflüsse werden nicht verheimlicht, aber wie ein Abklatsch klingt die Band eben auch nie. Bei Amazon gibt es die Platte (als ABOVE SYMMETRY) für 1.19,- (neu). Da kannste nix falsch machen. Haben sich leider aufgelöst.
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Peter Kubaschk
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von Peter Kubaschk » Sonntag 12. März 2017, 23:39
Pavlos hat geschrieben:17. Dead Letter Circus - Change The Concept Back to Down Under. Diesmal kein langes Rumfackeln, es wird gleich aufs Gas getreten, zack boom. So mag ich das. Die Nummer klingt vielleicht etwas zu "alternative"-mässig, und der Gesang ist mal wieder viel zu unmaskulin, aber die recht nette Leadgitarre und die Vocal Lines lassen meinen Kopf mitnicken. Doch, ich mag den Song, auch wenn da viele Zutaten dabei sind, die ich normalerweise nicht verkoche. Aber darum ging es mir ja auch bei diesem Samplerwunsch. Sehr poppige, höchst eingängige Nummer, by the way. Sind die gross? Nach 3:40 ist alles vorbei und ich werde mir definitiv (!!!!) noch weitere Lieder der Band anhören. Nicht, weil ich das total grandios finde, nein, vielmehr hat das was massiv ansteckendes, das vielleicht nach einem Dutzend Durchläufen wieder weg ist, aber bis dahin feier ich das ab. Trotz Muschigesang..... https://www.youtube.com/watch?v=ebHPgOkVKSU
In Australien sind die groß, ja. Sonst aber noch nicht. Bei mir ist das massiv Ansteckende seit der Entdeckung Ende 2010 übrigens nie weggegangen. Hatte ich gar nicht erwartetn, als ich die Band das erste Mal gehört habe, aber es macht echt süchtig. Auch wegen des "Muschigesangs".
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Peter Kubaschk
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von Peter Kubaschk » Sonntag 12. März 2017, 23:41
Pavlos hat geschrieben:18. Breaking Orbit - Cassandra Syndrome TOOL-iger Beginn, spacige Gitarren im Hintergrund, orientalisch angehauchter Gesang. Alles fließt, fühlt sich natürlich und organsich an. "Interessant" schießt es mir mehrfach durch mein Erbsenhirn. Ich kenne die Lyrics nicht, und ich höre nur Fragmente raus, aber Texte und Musik bilden eine Eindruck schindende Symbiose. Hier wurde scheinbar viel Zeit und Denkarbeit investiert - und das hört man der Musik an. This is not zum Nebenbeihören, Kollegen. Vor allem wenn ab ca. Minute Fünf die alte Scheine verlassen, und eine neue, heftigere, riffendere, bösere benutzt wird. Das nun folgende, scheinbar wilde, fast schon dysharmonische Solo steht total im Gegensatz zur Schönheit der ersten fünf Minuten - und doch passt es an dieser Stelle. Danach wieder die Rückkehr zu alten Parts und Vocal Lines, ehe am Ende nochmal kurz wild musiziert wird. Aber ein geplantes wild. Cooler Scheiss. https://www.youtube.com/watch?v=xfkrRmhu9WY
Erinnert dich das nicht auch ein bisschen an 'Butterfly' von PSYCHOTIC WALTZ? Muss ich immer dran denken. Außerdem an eine Nummer von TORMAN MAXT. Ist insgesamt schon recht moderner Prog, wobei mir das erste Album "The Time Traveller" (von dem der Song ist) etwas besser gefällt als Werk #2. Dennoch insgesamt sehr coole Band.
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Peter Kubaschk
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von Peter Kubaschk » Sonntag 12. März 2017, 23:43
Pavlos hat geschrieben:19. Sinew - The Descend To The Heart Of Mountain Sadhana 13 Minuten hessische Musik. Der Brocken des Samplers. Und komplex dazu. Die ersten dreieinhalb Minuten langsames Gedudel, melancholischer Gesang inklusive. Bisher also wie gehabt. Danach ein Bass Riff und ab gehts. Gut die Dynamikkurve gekriegt, Jungs. Warum der Mann am Mikro ab und an unbedingt schreien muss erschliesst sich mir nicht so ganz und gefällt mir auch nicht. Böser Junge, aus!!! Orgel trifft auf auf TOOL Drumming und Riffs, alles sehr bombastisch, alles sehr aggressiv. Kommt cool, if you ask me. Bis auf das Schreien, aber das hatten wir ja schon. By the way: "Was ist das hier eigentlich für eine Musikrichting?" schießt es mir durch den Kopf. Irgendwas mit -core am Ende? Ich weiß es wirklich nicht, help me. Oder ist es vielleicht Postrock? Und was ist überhaupt Postrock, god damn it?!?!? Ab 7:20 erneut ein ruhiger Part, die klassische Rime Of The Ancient Mariner Schule eben, haha. Die hier eingeleitete Wende kommt überraschend, denn jetzt wird aus dem Song was ganz anderes als zu Beginn. Das Drama und der Bombast bleiben, aber die Aggressivität ist weg und es dominieren sanftere Vocals, treibende, hymnische Beats und schöne Melodien (z.B. ab 11:55). Am Ende schreit er dann doch noch mal einen Satz raus, so als ob er mich ärgern will....aber nicht mit mir, Freundchen, nicht mit mir. Puh, das war eine recht abwechslugsreiche Fahrt mit der Sinew-Bahn, aber der Ticketpreis hat sich gelohnt. https://www.youtube.com/watch?v=MaWpgGtBaUg
Also ich würde das einfach Progressive Rock nennen. Zumindest dieses Stück. Klar, da sind Elemente von Post Rock und Alternative Rock drin, aber für mich ist das Prog pur. Ist aber insgesamt ein sehr, sehr ungewöhnlicher Song der Truppe. Sonst ist es deutlich kompakter, stellenweise auch mal etwas poppig und geschrieen wird auch nur bei diesem Song. Auch die Jungs haben sich leider mittlerweile aufgelöst. Ich kann beide Alben nur dringend empfehlen.
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Peter Kubaschk
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von Peter Kubaschk » Sonntag 12. März 2017, 23:45
Pavlos hat geschrieben:20. Transcience - Peoples Temple Erneut eine starke Nummer, da hat der Kubi in der zweiten Samplerhälfte ein paar Juwelen eingepflanzt. Fabelhaftes Songwriting, gekonntes Jonglieren mit der Dynamik, hammergeile Vocal Lines (im Refrain!!!!). Einer der besten Songs des Samplers. Ab 3:40 wird es ruhiger und Sprachsamples setzen ein. Ich mag Sprachsamples nur wenn sie fließend eingebaut sind und sich richtig anfühlen. Das ist hier Gott sei Dank der Fall. Erinnert mich ein bisschen an When The Walls Come Down von Evergrey. Day Six aus Holland fallen mir in Bezug auf Musik und ATmosphäre auch ein. Ab 6:40 nimmt die Nummer wieder Fahrt auf....und jetzt wird sogar geschrieen, als ob sich die Frontmänner der beiden letzten Nummern gegen mich verbündet hätten, haha. Tja, und dann ist das Lied leider auch schon zu Ende. Ich hätte mir gewünscht, dass die Band wieder einen Bogen zu den ersten dreieinhalb Minuten spannt, denn da klangen sie für meine Ohren close to perfect, aber was bleibt, ist immer noch ein saustarker Song. https://www.youtube.com/watch?v=eOXwykfBiYg
Die Platte ist schon recht modern, hat auch djentige Elemente, aber das Songwriting ist sehr abwechslungsreich und der Sänger ist schlicht super. Auch die erste EP ist total cool. Das Album habe ich gerade auch laufen, weil du so geschwärmt hast und ich es zu lange nicht gehört habe.
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Peter Kubaschk
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von Peter Kubaschk » Sonntag 12. März 2017, 23:47
Pavlos hat geschrieben:21. Biffy Clyro - Living Is A Problem Because Evereything Dies Oha, eine Liveaufnahme. Und das sind dann schließlich die (von einigen hier --> Kubi, Siebi) abgefeierten Bifi Minisalami Clyros. Interessanter Beginn, nette Satzgesänge, überraschender Tritt aufs Gaspedal. Vorteil: Jetzt geht´s ab. Nachteil: Jetzt klingt´s fast schon austauschbar. Ab 3:55 endlich wieder die Spielereien vom Anfang. Das hält den Track spannend und nerdig. Insgesamt vielleicht dann doch zu wenig Abwechslung und zu viel Alternative Rock. Das klingt wie Lieblingsmusik von 16jährigen Girlies, die sich megamusikalisch vorkommen. Und das hab ich jetzt nicht geschrieben um die Jungs aus der oben gemachten Klammerbemerkung zu ärgern, sondern weil ich das tatsächlich so empfinde. Ich muss mir da noch mehr Tracks der Salamianer anhören, das hatte ich ja schon lange vor. Ein Beginn ist gemacht, auch wenn er nicht ganz so überzeugend ausgefallen ist. Das klingt jetzt auch härter als es gemein ist. Ich hatte mir nach all den Lobeshymnen mehr erhofft. Anyway: Ich bleibe dran. Da ich kein großer Freund von Livescheiben bin, bevorzuge ich die Studioversion: https://www.youtube.com/watch?v=mgpbzVOeXf0
Bei BIFFY CLYRO bevorzuge ich fast immer die Live-Version, weil es da halt roher, energetischer, ungeschliffener zugeht als auf den doch sehr nett produzierten Alben. Und ja, was du schreibst klingt hart und gemein und böse und du bist doof. Den Kuchen im Engel kannste streichen, mein Herzensgrieche.
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Peter Kubaschk
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