Heydulfs dreckige Hundert

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Re: Heydulfs dreckige Hundert

Beitragvon Julian Rohrer » Montag 13. Dezember 2010, 14:36

Jesus hat geschrieben:Niemand hat etwas gegen die Musik gesagt. Es passte nur gut zusammen. Zudem ist die NS-Ästhetik bei DIJ nichts weiter als künstlerische Thematik und nicht Ausdruck politischer Ansichten.

Dann passts ja :)
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Re: Heydulfs dreckige Hundert

Beitragvon Teichfrosch » Montag 13. Dezember 2010, 14:38

Nunja, wenn wir uns auf dieses Niveau begeben wollen sollten sich die meisten diesen Wiki-Artikel besser nicht durchlesen, ansonsten sieht man überall die NS-Weltverschwörung. Aber okay, jetzt wo ich weiß, was der Stein des Anstoßes bezüglich der Band war, kann ich auch drüber grinsen. Aber auch nicht mehr.
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Re: Heydulfs dreckige Hundert

Beitragvon Heydulf » Freitag 17. Dezember 2010, 22:43

So, nachdem ich leider die letzten Tage nicht den Nerv hatte, hier diese Liste fortzuführen, mal eine kleine Ergänzung

85. Mayhem - Live in Leipzig

Bild

1993
Norwegen
Black Metal

Die Live in Leipzig ist trotz der doch eher überschaubaren Soundqualität die Scheibe von Mayhem, die ich mit Abstand am häufigsten gehört habe, da ich persönlich finde, dass gerade die Songs, die dann auf der De Mysteriis noch mal rauskamen, live einfach mehr Seele haben. Gerade die Stimme von Dead ist (neben den doch sehr unterhaltsamen Ansagen) etwas, das der Musik Mayhems wirklich gut getan hat. Attila war gesangstechnisch nie so mein Favorit und von dem her gefällt es mir, Freezing Moon etc. lieber so zu hören, auch wenn die Platte für Audiophile sicher weniger geeignet sein dürfte.

Hörproben:
Deathcrush
Freezing Moon
Funeral Fog

84. Rage - Lingua Mortis

Bild

1996
Deutschland
Metal mit Orchester

Für mich ist diese Scheibe der Höhepunkt von Rage. Mit den Frühwerken bin ich nie so wirklich warm geworden und spätestens ab XIII war dann endgültig die Luft raus. Nebenbei war die Black in Mind mein persönlicher Einstieg in Rage. Selten ist es einer anderen Band in meinen Ohren so gut gelungen, ihren Sound mit einem Orchester zu verbinden wie auf dieser Platte. Als prominentes Beispiel dafür, wie man es nicht machen muss, kann gerne die S&M von Metallica herhalten. Genau das, was der Metallica-Platte fehlt, hat für mich die Lingua Mortis. Immer wieder schön zu hören und lässt die Songs, die darauf verewigt sind, wirklich noch mal ein gutes Stück was gewinnen.

Hörproben waren leider keine zu finden. Hat jemand da noch einen Hinweis? Das ganze Zeug war nur live zu finden, aber nicht die Studioversionen von der Scheibe. Sorry dafür.

Ich hoffe, ich komme morgen dazu, meine Liste ein wenig weiter hier voranzutreiben. Danke für Euer Feedback bis hierher.
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Re: Heydulfs dreckige Hundert

Beitragvon Martin van der Laan » Freitag 17. Dezember 2010, 23:58

Hey, die "Lingua Mortis" ist klasse, die mag ich sehr. Das ist mal eine richtig gute Verbindung von Metal und Klassik, nicht so dämlich wie bei METALLICA wo lediglich eine Metal-Band über ein paar Alibi-Schatz-am-Silbersee-Streicher hinweg brettert. Hätte ich Peavy und Co. damals gar nicht zugetraut. Auf "XIII" wird das Ganze dann noch mal verfeinert dargeboten. Außerdem ist da der Über-Hit 'From The Cradle To The Grave' drauf. RAGE sind toll, die höre ich viel zu selten.
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Re: Heydulfs dreckige Hundert

Beitragvon Heydulf » Samstag 18. Dezember 2010, 23:17

Martin van der Laan hat geschrieben:Alibi-Schatz-am-Silbersee-Streicher

Ja, das trifft es genau. Cooler Begriff btw :)
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Re: Heydulfs dreckige Hundert

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 19. Dezember 2010, 00:32

Death In June: Die Stimme ist wunderschön und beinahe hypnotisierend. Das gefällt mir sehr gut. Sehr gut sogar. Den Joke habe ich übrigens immer noch nicht verstanden. Das ist doch eher ernst Musik. Dead Can Dance auf politisch korrektem Kurs quasi.

Testament: Gutes Album, aber weit hinter dem Erstling und dem grandiosen 'The Gathering'.

Scheitan: Hm. Seltsame Mischung. Ein gewisses Punkflair knattert da im Gebälk.

Mayhem: Finde ich beinahe lustig. Aber diese Musik ist ja niemals nicht lustig. Komisches Paradoxon. Sonst bin ich es ja auch nicht.

Rage: Nach "Perfect Man"/"Secrets" für mich uninteressant. Trotz Peavy. Der singt nämlich immer toll.
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Re: Heydulfs dreckige Hundert

Beitragvon Martin van der Laan » Sonntag 19. Dezember 2010, 00:39

Schade, Holg, dass Du mit den Klassik-Experimenten von RAGE nichts anfangen kannst. Allerdings ist meine allerliebste RAGE-Platte schließlich doch "Secrets In A Weird World", da sind nur obergeile Songs drauf, allen voran 'Invisible horizons' und 'Light Into The Darkness'.
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Re: Heydulfs dreckige Hundert

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 19. Dezember 2010, 00:43

Martin van der Laan hat geschrieben:' und 'Light Into The Darkness'.


Wundervoll. Text und Musik.
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Re: Heydulfs dreckige Hundert

Beitragvon Martin van der Laan » Sonntag 19. Dezember 2010, 01:02

:drums: :gitarre: :sing:
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Re: Heydulfs dreckige Hundert

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 19. Dezember 2010, 05:18

Death In June -
Gefällt mir sehr gut. Da wird wohl irgendwann ein Album bei mir einziehen müssen. Mag ich musikalisch und in punkto Ästhetik. =)

Testament -
Da war mir die "Niedrig" gesanglich streckenweise ein wenig zu unmelodisch. Sicher nicht schlecht, aber die Alben davor mag ich noch lieber. Im Gitarrenbereich haben wir aber auch hier tolle Passagen, und wenn Chuck nicht growlt, gefällt mir auch der Gesang total gut. Wenn er growlt, dann ist es für mich halt nur so lala. Trotzdem: Starke Scheibe, nur halt mit gewissen Abstrichen.

Scheitan:
Da habe ich eine andere, und zwar die "Berzerk 2000". Die gefällt mir nicht sonderlich gut. Das "Nemesis"-Material scheint mir mehr zu taugen. Kein direkter Kaufdrang, aber cool. Bei Emergency hätte ich jetzt an den Motörheadgirlschool-Song gedacht...

Mayhem:
Die "Live In Leipzig" ist natürlich mächtig. Könnte jetzt nicht sagen, dass ich die Versionen lieber mag als die auf dem folgenden Studioalbum, da ich bekanntlich ja auch riesiger Attila-Fan bin, aber das ist natürlich schon ganz groß. Die von dir verlinkten drei Songs sind schon deswegen spannend, weil sie für mich an sich die drei großen Hymnen der alten Mayhem darstellen, die ich zudem jeweils mit einem ganz speziellen Sänger verbinde. "Deathcrush" ist für mich der Maniac-Song schlechthin, "The Freezing Moon" ist der Dead-Song schlechthin, und "Funeral Fog" ist der Attila-Song schlechthin. Damals wie heute eine der großartigsten Bands aller Zeiten.

Rage:
Ich mag das Frühwerk noch lieber als die Lingua-Mortis-Sachen, aber die sind schon auch großartig. Besser kann man das Metal-meets-Klassik-Konzept kaum machen.
alias Hugin der Rabe.
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